1962, die Welt steht am Abrund: Die Kuba-Krise droht zum Atomkrieg zwischen den USA und der UdSSR zu eskalieren. Die CIA erfährt, dass Multimillionär Shaw (Kevin Bacon) im Hintergrund die Supermächte gegeneinander ausspielt. Charles Xavier und Erik Lehnsherr, zwei extrem starke Mutanten, die für die CIA andere Mutanten anwerben und ausbilden sollen, erhalten den Auftrag, Shaw zu stoppen und den Weltkrieg zu verhindern. Das spektakuläre Epos über die Entstehung der sagenhaften X-Men.

Kinostart: 09.06.2011

James McAvoy

James McAvoy
als Charles Xavier, 24 J.

Laurence Belcher
als Charles Xavier, 12 J.

Michael Fassbender

Michael Fassbender
als Erik Lensherr/Magneto

Bill Milner
als Erik, jung

Kevin Bacon
als Sebastian Shaw

Rose Byrne
als Dr. Moira MacTaggert

Jennifer Lawrence
als Raven/Mystique

Beth Goddard
als Mrs. Xavier

Morgan Lily
als Raven, 10 J.

Oliver Platt
als Man In Black Suit

Jason Flemyng
als Azazel

Álex González
als Janos Quested/Riptide

Zoë Kravitz
als Angel Salvadore

January Jones
als Emma Frost

Nicholas Hoult
als Hank McCoy/Biest

Caleb Landry Jones
als Cassidy/Banshee

Edi Gathegi
als Darwin/Armando Mu

Corey Johnson
als Chief Warden

Lucas Till
als Alex Summers/Havok

Demetri Goritsas
als Levene

Glenn Morshower
als Colonel Hendry

Don Creech
als William Stryker

Matt Craven
als CIA Director McCone

James Remar
als US General

Handlung

Anfang der 1960er lernen sich Charles Xavier, der privilegierte Brite, und Erik Lehnsherr, der traumatisierte Deutsche, kennen. Bevor diese Männer zu Erzfeinden, zu Professor X und Magneto werden, entwickeln sie eine Freundschaft, bilden junge Mutanten aus. Um einen globalen Nuklearkrieg zu verhindern, zeigt sich das Mutantenteam erstmals der Welt und sichert deren Fortbestand. Doch die Spaltung ist unaufhaltsam, weil Lehnsherr den Menschen misstraut und darauf fixiert ist, Rache am Mörder seiner Mutter nehmen zu können.

Anfang der Sechzigerjahre lernen sich Charles Xavier, der privilegierte Brite, und Erik Lensherr, der traumatisierte Deutsche, kennen. Bevor diese Männer zu Erzfeinden, zu Professor X und Magneto werden, entwickeln sie eine Freundschaft, bilden junge Mutanten aus. Um einen globalen Nuklearkrieg zu verhindern, zeigt sich das Mutantenteam erstmals der Welt und sichert deren Fortbestand. Doch die Spaltung ist unaufhaltsam, weil Lensherr den Menschen misstraut und darauf fixiert ist, Rache am Mörder seiner Mutter nehmen zu können.

Kritik

Matthew Vaughns Reboot der Hit-Reihe um Marvels Mutanten hat jüngere Helden und Schauplätze in der Vergangenheit, unterhält aber mit dem vertrauten Mix aus Dramatik, Toleranzthematik und Humor.

Von den 1940er bis zu den frühen 1960er Jahren spannt sich der erzählerische Bogen dieses Actionabenteuers, an dem mehr Drehbuchautoren arbeiteten als Mutanten in der Originalcrew der X-Men. Trotzdem gelingt Regisseur Vaughn, der bereits für "X-Men: Der letzte Widerstand" und "Thor" im Gespräch war und mit "Kick-Ass" seine Comic-Affinität auf Medium-Budget-Niveau unterstrichen hat, ein relativ geschlossen wirkender Film, der eine historische Krise mit der Formierung der X-Men, ihrer Spaltung und der charakteristischen Zerrissenheit zwischen Anpassung und Aggression verknüpft. Ein langer Prolog in Auschwitz führt das bereits in Bryan Singers Franchise-Ouvertüre angedeutete familiäre Trauma des jungen Erik Lehnsherr weiter aus, verdichtet es auf die Konfrontation mit einem deutschen Nazi, der Eriks Fähigkeiten erkennt, ihn sadistisch testet und damit zum Todfeind macht, der 20 Jahre später endlich Rache nehmen will. Die tapferen, aber komisch wirkenden Deutschversuche Kevin Bacons, der dieses Monster spielt, das zur treibenden Kraft eines Nuklearkriegs werden wird, werden dank der Synchronisation keinen Schaden anrichten und so die Keimzelle der tragischen Dimension nicht erschüttern, die der Film behutsam auf mehreren Ebenen entwickelt. Betroffen wird davon auch Charles Xavier sein, der 1962 in Oxford noch am Anfang seiner Mutantenforschung steht. Ihm stellt der Film die junge Shapeshifterin Raven (Jennifer Lawrence) zur Seite, die er in seine Familie aufnimmt, bevor sie sich später als Mystique einen vertrauten Namen gibt und eine schwere Entscheidung hinsichtlich ihrer Loyalitäten trifft. Bereits in dieser Beziehung sind die Themen des Films, die Sehnsucht nach Normalität, die Kollision von Idealismus und Skepsis bezüglich menschlicher Toleranz, angelegt, die in der Freundschaft Xaviers und Lehnsherrs dramatisch konzentriert und explosiv auf den tragischen Punkt gebracht werden.

Vaughns Film entwickelt schlüssig die Entwicklung der beiden Männer zu Professor X bzw. Magneto und ihren unausweichlichen Bruch. Der mit der Kubakrise aufgeheizte Kalte Krieg der Supermächte bleibt im Vergleich dazu nur Hintergrund und Auslöser eines packenden, etwa halbstündigen Finales, das mit der Spaltung der Lager die Saat für die Zukunft sät. In den Fortsetzungen ist noch Luft nach oben, können die Qualität der Effekte vereinheitlicht, die Charakterisierungen der Jungmutanten intensiviert und vielleicht auch ein stärkerer romantischer Subplot eingebaut werden. "X-Men: Erste Entscheidung" baut dafür mit den emotional engagierten Darstellungen von James McAvoy und Michael Fassbender ein solides Fundament, hält den Ton der Vorgänger, ist im Schwerpunkt ernsthaft, dabei aber auch humorvoll, hat coole "neue" Mutanten wie den Teleporter Azazel oder Eisamazone Emma Frost und einen spürbaren James Bond-Touch - gerade im Design, aber auch im Plot und besonders im genialen Mutanten McCoy als deutlich jüngeres Pendant zu Q. Und ein kurzes Wiedersehen mit zwei populären Franchise-Veteranen gibt es auch noch. kob.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 09.06.2011

USA 2011

Länge: 2 h 11 min

Genre: Action

Originaltitel: X-Men: First Class

Regie: Matthew Vaughn

Drehbuch: Jane Goldman, Matthew Vaughn, Ashley Miller, Zack Stentz

Buchvorlage: Bryan Singer

Musik: Henry Jackman

Produktion: Bryan Singer, Simon Kinberg, Lauren Shuler Donner, Gregory Goodman

Kostüme: Sammy Sheldon

Kamera: John Mathieson

Schnitt: Eddie Hamilton, Lee Smith

Ausstattung: Chris Seagers

Website: http://www.xmen-ersteentscheidung.de/

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