10.06.2021
von Dominique Rose

Seit mittlerweile fast einem halben Jahrhundert schwingt unser beliebtester Abenteurer und Hobby-Professor nun schon seine Peitsche, verdreht Frauen um sich herum den Kopf und versucht, längst verschollene Schätze zu bergen. Das muss natürlich gebührend gefeiert werden! Deshalb bekommt Indiana Jones nicht nur eine 4K-Collection von Paramount spendiert, sondern auch wir widmen uns unserem Helden aus Jugendtagen mal ganz ausführlich.


Den Anfang macht der 1981er Film „Jäger des verlorenen Schatzes“, bei dem es der leidenschaftliche Archäologe und Hobby-Professor Indiana Jones mit der sagenumwobenen Bundeslade zu tun bekommt. Diese soll er möglichst vor Hitler und dessen Nazi-Schergen ausfindig machen, um eine zerstörerische Katastrophe zu verhindern. Es beginnt ein Wettlauf um die Zeit, bei der er nicht nur seinem Rivalen Belloq begegnet, sondern auch einigen anderen alten Bekannten.

Willkommen bei „Recycling mit George Lucas“

Es steht außer Frage, dass „Jäger des verlorenen Schatzes“ in Darstellung und Originalität seiner Zeit voraus war, doch ganz ohne fremde Anleihen ging es dann doch nicht. So hat sich George Lucas, um Geld zu sparen, beispielsweise am Set von Wolfgang Petersens Film „Das Boot“ bedient und kurzerhand dessen U-Boot-Nachbau für die Szene auf Kreta verwendet.

Apropos Szenen: Ihr erinnert euch sicherlich an die, in der Major Arnold Toht ein sonderbares Gerät zückt, das man anfangs für eine Foltervorrichtung hält, das letztlich aber deutlich harmloser ist. Hierbei handelt es sich um einen „Gag“, den George Lucas in den Schnittresten von Steven Spielbergs Film „1941“ entdeckte.

Normal ist langweilig oder: Not macht erfinderisch

In Sachen Originalität dürfen bei den „Indiana Jones“-Filmen auch die Soundeffekte nicht unerwähnt bleiben. Diese wurden größtenteils von Ben Burtt entwickelt, der dabei alltägliche Dinge zweckentfremdet hat. So war das Geräusch der rollenden Felskugel in der Anfangsszene in Wirklichkeit ein Honda Civic, der auf Schotter fuhr. Den Sound, der beim Öffnen der Bundeslade zu hören war, entstand dadurch, dass Burtt den Deckel des Toilettenkastens hin- und hergeschoben hat. Das wohl ekligste Geräusch waren jedoch die Schlangen in der Grube. Dieses erzeugte Burtt, indem er seine Hand in einen Käseauflauf steckte.

Selbst der Affe hat keinen Bock darauf

Die „Indiana Jones“-Filme sind bekannt dafür, stets zahlreiche tierische Statisten einzubinden. In „Jäger des verlorenen Schatzes“ gibt es beispielsweise Schlangen, Taranteln und sogar einen Affen. Letzteren werden sowohl die Fans als auch die Filmcrew wahrscheinlich nie vergessen. Und das meinen wir nicht zwangsweise im positiven Sinne.

Während wir ihn nämlich als teils nervige kleine Petze empfunden haben, die Marion und Indy beinahe den Kopf kostete, war es für die Crew eine regelrechte Tortur, von dem Primaten gewisse Kunststücke abzurufen. So sollte der Affe in einer Sequenz den Hitler-Gruß machen, den er bei den Proben bereitwillig zeigte. Nur als es um die wichtigen Aufnahmen ging, weigerte er sich und es mussten andere Tricks her. Das Ende vom Lied: Der Affe hat nicht den Hitler-Gruß gemacht, sondern seinen Arm lediglich nach Essen ausgestreckt.

Mach mal schneller, ich muss auf Toilette

Es gab übrigens noch jemanden, der nicht so wollte wie das Skript - und dieser Jemand war niemand Geringeres als „Indiana Jones“-Star Harrison Ford höchstpersönlich.

So ist die Szene, in der es Indy mit einem säbelschwingenden Koloss von einem Mann aufnehmen musste, deutlich kürzer ausgefallen als ursprünglich geplant. Eigentlich sollte Indy ihn zunächst mit seiner Peitsche auf Trab halten. Warum wurde daraus nichts? Weil Harrison Ford zum Zeitpunkt des Drehs (Verzeihung) Durchfall hatte. Einen langwierigen Kampf mit mehreren Takes hätte der Hauptdarsteller womöglich nicht ohne ein größeres Malheur überstanden.

Ein Hoch auf die kleinen Neurosen

Harrison Fords kleines Verdauungsproblemchen kam übrigens nicht von ungefähr, zudem war er auch nicht der Einzige, der darunter litt. Tatsächlich hat sich die gesamte Crew während der Dreharbeiten eine Lebensmittelvergiftung zugezogen. Einzig und allein Regisseur Steven Spielberg blieb von alle dem verschont, weil er sich stets mit Dosenfutter aus der Heimat eindeckte, welches dieses Mal komplett aus SpaghettiOs bestand.


Indiana Jones und der Tempel des Todes

© Paramount Pictures

Kommen wir nun zu „Indiana Jones und der Tempel des Todes“, in dem es unseren Abenteurer und seine mehr oder weniger unfreiwilligen Begleiter*innen nach Indien verschlägt. Hier wollen sie einem obskuren Kult auf die Schliche kommen, der Kinder versklavt. Der Film war mit rund 330 Millionen US-Dollar zwar ein finanzieller Erfolg, konnte von der Story und Aufmachung her viele Fans jedoch nicht wirklich überzeugen und wird von vielen als der schlechteste Film der Reihe bezeichnet. Mit einem Blick hinter die Kulissen wollen wir ein wenig Licht ins Dunkel bringen und zeigen, wieso der Film so düster geworden ist.

Einen schlechten Tag gehabt?

Dass „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ eine ziemlich bedrückende Atmosphäre hat, lässt sich recht einfach erklären. Anfangs hieß es noch, dass George Lucas ein ähnlich pessimistisches Gefühl hervorrufen wollte wie in seinem „Star Wars“-Sequel „Das Imperium schlägt zurück“. Tatsächlich aber befanden sich sowohl Steven Spielberg als auch George Lucas gerade mitten im Scheidungsprozess mit ihren beiden damaligen Frauen Amy Irving und Marcia Lucas. Entsprechend ließen sie wohl ihren gesamten Frust in den Film einfließen.

Immerhin gab es wenigstens für Steven Spielberg ein Happy End. Während der Dreharbeiten hat er nämlich Kate Capshaw kennengelernt, die im Film die Kabarettsängerin Willie Scott spielte. Sie verliebten sich ineinander und sind nun schon seit 1991 verheiratet.

Das hat Konsequenzen

Abgesehen von dieser kleinen Lovestory zogen diese düsteren Ideen und ihre Verwirklichung aber auch einige weitreichendere Konsequenzen nach sich, als nur eine gelinde gesagt enttäuschte Fangemeinde. Zum einen ist Steven Spielbergs und George Lucas' Drehbuchautor Lawrence Kasdan abgesprungen, zum anderen war die indische Regierung nicht sehr erfreut darüber, welches Image „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ von Indien verbreitet. Immerhin ist darin die Rede von teuflischen Kultisten, Kindersklaven und Menschenopfern. Aus diesem Grund hat die indische Regierung auch sämtliche Dreharbeiten vor Ort verboten und im Nachhinein den zweiten „Indy“-Film auf den Index setzen lassen.

Hart im Nehmen

Apropos schlechter Tag: So einen hatte Harrison Ford während des Drehs zur Kampfszene im Palast sicherlich auch. Der Hollywoodstar ist bekannt dafür, die ein oder andere Stuntszene gerne mal selbst durchzuführen, das war auch bei der Palastszene der Fall. Nur leider ist er dabei so ungünstig auf den Rücken gefallen, dass er einen Bandscheibenvorfall erlitt und umgehend zurück in die USA geflogen wurde, um sich dort einer Not-OP zu unterziehen.

Auf den Geschmack gekommen

Wenn ihr jetzt denkt, dass die Dreharbeiten und Vorbereitungen eine einzige Katastrophe waren, können wir euch beruhigen. Es gab auch einige amüsante und kuriose Momente, wie beispielsweise Kate Capshaws Kostüm-Fauxpas. Könnt ihr euch an ihr hautenges Kleid aus der Anfangsszene erinnern? Ein wenig später im Film, als sie mit Indy und seinem Gefährten Short Round im indischen Dschungel gestrandet ist, hat sie dieses zum Trocknen aufgehängt. Bei einer Drehpause verspürte der Elefant am Set wohl großen Hunger und fand ausgerechnet dieses Kleid sehr appetitlich. Bevor man ihn davon abhalten konnte, hatte er bereits den gesamten Rücken des Kleides angeknabbert.

My English is Under All Pig

Vor allem die Suche nach geeigneten Schauspielern hat hier für so manches Highlight gesorgt. So wurde beispielsweise der aus Sri Lanka stammende Don Ruter Nanayakkara für die Rolle des Schamanen gecastet, der Indy darum bittet, die Kinder des Dorfs aus den Fängen des Kults zu befreien. Das brachte nur leider ein kleines Problem mit sich, denn Nanayakkara konnte kein Englisch. Also musste Steven Spielberg ihm die Zeilen vorsagen und er sprach sie nach. Die langen Pausen, die der Schamane im Film macht, dienten also nicht der Dramatik, sondern waren der Zeit zu verdanken, die Steven Spielberg brauchte, um ihm den Satz zuzuflüstern.

Des einen Freud ist des anderen Leid

Für einen Kerl war „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ sogar ein richtig großer Glücksgriff. Die Rede ist von Ke Huy Quan, der als Indys kleiner Gefährte Short Round den Weg in die Filmindustrie fand. Da die Verantwortlichen keine Idee hatten, wen sie für die Rolle verpflichten konnten, haben sie ein offenes Casting an einer Grundschule veranstaltet. Dort war auch Ke Huy Quan zugegen, jedoch eigentlich nur, um seinen älteren Bruder zu unterstützen. Im Laufe des Castings hat er ihm so viele gute Tipps gegeben, dass man ihn bat, ebenfalls am Casting teilzunehmen. Wie dies ausgegangen ist, wissen wir ja.


Indiana Jones und der letzte Kreuzzug

© Paramount Pictures

Einer der besten Filme aus der „Indiana Jones“-Reihe ist und bleibt wohl „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“. Hierin muss sich Indy auf die Suche nach dem Heiligen Gral begeben, einem Mythos, dem sich schon sein Vater Jones Sr. jahrelang gewidmet hat. Und sein alter Herr ist schließlich auch ausschlaggebend dafür, dass sich Indy überhaupt erst auf den Weg macht, denn Jones Sr. ist bei der Suche ausgerechnet in die Fänge der Nazis geraten.

Die Ideen sprudelten nur so

Doch aufgepasst! Der dritte „Indiana Jones“-Film hätte ganz anders aussehen können. Ursprünglich sollte der dritte Teil nämlich „Indiana Jones und der Affenkönig“ heißen, größtenteils in einem schottischen Spukschloss spielen und sich dem Mythos des Jungbrunnens widmen. Zwischenzeitlich wurde dies durch den chinesischen Mythos der „Pfirsiche der Unsterblichkeit“ ersetzt. Außerdem hatte Drehbuchautor Chris Columbus die Idee, ein abstruses Schachspiel mit lebendigen Schachfiguren zu integrieren. Das war wohl zu viel des Guten, denn letztendlich wurde Columbus durch Menno Meyjes ersetzt. Ein Glück für uns, denn sonst hätten wir womöglich eine sonderliche Mischung aus den Filmen „Harry Potter und der Stein der Weisen“, „Fünf Freunde“ und „Fluch der Karibik“ aufgetischt bekommen.

Man muss Prioritäten setzen

Auch dass Steven Spielberg wieder die Regie übernimmt, stand zwischenzeitlich auf der Kippe. Spielberg arbeitete nämlich schon seit einem halben Jahr an dem Drehbuch zu „Rain Man“ und war als Regisseur des Films vorgesehen. Zugunsten von „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ zog er sich aber von dem Projekt zurück.

Wir können also von Glück reden, dass „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ in dieser Form und mit der althergebrachten Besetzung auf den Weg gebracht wurde. Schließlich hat Spielberg damit zu seiner alten Größe zurückgefunden und seinen Fans eine angemessene Entschädigung für „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ präsentiert.

Anti-Anti-Aging

Das ist aber nicht das einzig Nennenswerte zu diesem Film. „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ ist überdies in gewissen Sachen ein wahrer Pionier. Eine der letzten Szenen, als der Bösewicht Walter Donovan aus dem falschen Gralsbecher trinkt, ist ein absoluter Meilenstein. Der Schnelldurchlauf des Alterungsprozesses und sein Tod wurden komplett am Computer generiert, was damals eine absolute Neuheit gewesen ist.

Alles wegen der Ratten

Außerdem darf sich dieser Indy-Film als der erste (und womöglich auch einzige) Film bezeichnen, dem eine Versicherung für Ratten ausgestellt wurde. Das Team musste weit über tausend Ratten züchten lassen, um sicherzugehen, dass sie auch keine Krankheitserreger in sich tragen, mit denen sie die Darsteller*innen eventuell hätten infizieren können. Mit ein wenig Geschick und Verhandlungsvermögen konnte Paramount für diese Tierchen zudem eine Versicherung abschließen, die in Kraft getreten wäre, wenn mehr als tausend Stück davon beim Dreh gestorben wären.

Doofe Party, wenn ich meine Hose finde, gehe ich

Abschließend haben wir noch etwas äußerst Amüsantes für euch. In „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ gibt es eine Szene, in der sich Jones Sr. und Jones Jr. in einem Zeppelin gegenüber sitzen und sich unterhalten. Was man dabei jedoch nicht sehen kann, ist, dass die beiden Herrschaften Sir Sean Connery und Harrison Ford nur in Unterhose am Tisch saßen. Während der Dreharbeiten herrschte so eine unerträgliche Hitze, dass sich Connery kurzerhand die Hose vom Leib gerissen hat und Ford es ihm gleichtat.


Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

© Paramount Pictures

Last but not least (oder vielleicht doch) ist noch „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ zu erwähnen. Der vierte Teil fühlt sich nicht nur außerirdisch an, sondern handelt auch von außerirdischen Wesen. Indy muss nämlich das Geheimnis eines sonderbar geformten Kristallschädels aufdecken.

Nicht schon wieder Nazis

Als Erstes fällt bei „Indiana Jones und der letzte Kristallschädel“ auf, dass es Indy dieses Mal nicht mit seinen „Lieblingsfeinden“ den Nazis, zu tun bekommt, sondern stattdessen mit den Kommunisten. Hier wollte Spielberg aber nicht etwa für Abwechslung sorgen. Ganz im Gegenteil: Er sah sich, nachdem er 1993 „Schindlers Liste“ herausgebracht hatte, nicht mehr in der Lage, die Nazis auf so humorvolle und unbeschwerte Weise darzustellen, wie er es in den vorherigen Indy-Filmen getan hatte.

Kaum Wiederzuerkennen

Nichtsdestotrotz war es eine weise Entscheidung, denn das Oberhaupt der Kommunisten, Irina Spalko, gehört definitiv zu einem der Highlights des Films. Dies lag vor allem an der herausragenden schauspielerischen Leistung von Hollywoodstar Cate Blanchett, die sich für diese Rolle extra von Colonel Rosa Klebb aus „James Bond 007 - Liebesgrüße aus Moskau“ inspirieren ließ, die insgeheim als eine der besten Bond-Bösewichte bezeichnet wird.

Cate Blanchett blühte förmlich auf in dieser Rolle. Sie lernte dafür extra Karate sowie Fechten und lief auch während längerer Drehpausen stets in kompletter Montur, Uniform und Perücke herum. Meistens tat sie dies, um Zeit zu sparen. Das war aber vielleicht nicht die beste Idee, denn die Perücke war schwarz, während ihre Naturhaarfarbe blond ist. So kam es eines Tages zu einem kleinen Fauxpas. Als Blanchett nämlich ausnahmsweise in Alltagskleidung und ohne Perücke am Set zugegen war, hat ausgerechnet Schauspielkollege und Hauptdarsteller Harrison Ford sie nicht wiedererkannt und stattdessen erst einmal gefragt, was sie denn am Set suche.

Noch lange nicht zu alt für den Sch**ß

Böse Stimmen könnten nun natürlich behaupten, dass diese kurzweilige Unwissenheit seinem Alter zuzuschreiben ist, immerhin war Harrison Ford zum Zeitpunkt der Dreharbeiten bereits über 60 Jahre alt. Solche Anschuldigungen sind jedoch völlig unberechtigt. Der „Indiana Jones“-Hauptdarsteller war nämlich noch so fit, dass er sogar darauf bestand, weiterhin einige der Stunts selbst auszuführen.

Nicht ohne meine Peitsche

Doch die Stunts selbst zu machen, war nicht das Einzige, auf das der Star des Films vehement beharrte. Er bestand auch darauf, weiterhin seine wichtigste Requisite benutzen zu dürfen. Die Peitsche wollte man ihm nämlich wegnehmen und durch eine CGI-Version ersetzen. Das wäre eine griechische Tragödie gewesen, wie Thor ohne Hammer oder Robin Hood ohne Pfeil und Bogen.


Indys Zukunft

Viele Fans hätten womöglich nicht mehr erwartet, dass überhaupt noch weitere „Indiana Jones“-Filme produziert werden, zumal Harrison Ford, der untrennbar mit dieser Rolle verbunden ist, auch immer mehr in die Jahre kommt.

Umso überraschender kam die Nachricht, dass es noch einen fünften Teil geben wird. Dieser hat auch schon vor wenigen Tagen den Startschuss für die Dreharbeiten bekommen und soll 2022 auf den großen Leinwänden der Welt zu sehen sein. In die Hauptrolle schlüpft zu unser aller Glück noch einmal Harrison Ford. Ebenfalls bestätigt wurden unter anderem „Polar“-Star Mads Mikkelsen, „Fleabag“-Hauptdarstellerin Phoebe Waller-Bridge sowie der deutsche Schauspieler Thomas Kretschmann.

Welche Rollen diese Stars bekleiden werden, wurde noch nicht verraten, doch immerhin bei Mads Mikkelsen könnten wir uns vorstellen, dass er die Rolle des Bösewichts übernimmt. Schließlich hat er bereits in „James Bond 007 - Casino Royale“ den Schurken Le Chiffre gemimt, was irgendwie hervorragend zu den eh schon zahlreich gesäten „James Bond“-Referenzen und -Analogien passen würde, die sich in der gesamten „Indiana Jones"-Filmreihe tummeln.

Derweil setzen die Verantwortlichen zumindest hinter der Kamera auf eine gewisse Kontinuität und konnten David Koepp, der bereits das Drehbuch für den letzten Indy-Film beigesteuert hat, erneut als Schreiberling verpflichten. John Williams ist wieder für die Musik zuständig und eigentlich waren auch George Lucas und Steven Spielberg mit von der Partie. Letzterer hat sich jedoch kurz vor Drehbeginn als Regisseur aus dem Projekt ausgeklinkt, um einer neuen Generation Platz zu machen. Er bleibt dem Franchise aber, wie sein Buddy George Lucas, als (beratender) Produzent erhalten. Nun darf „Le Mans 66 - Gegen jede Chance“-Schöpfer James Mangold die Regie übernehmen.

Ansonsten sind die Informationen zu „Indiana Jones 5“ rar gesät, sodass wir, was den Inhalt anbelangt, noch ziemlich im Dunkeln tappen. Da die Disney Studios, die nun die „Indiana Jones“-Rechte besitzen, bereits verkündet haben, dass sie das Franchise weiter ausbauen (oder besser gesagt ausschlachten) wollen, gibt es natürlich reichlich Spekulationen zum Inhalt des kommenden Films. So wird bereits fleißig gemunkelt, dass für Harrison Ford, der immerhin an der 80er Marke kratzt, ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin etabliert wird. Das hatte man bereits in „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ vergeblich mit Shia LaBeouf versucht - kann ja aber nicht schaden, einen weiteren Versuch zu starten.

Eines ist jedenfalls gewiss: Das Franchise gilt mit „Indiana Jones 5“ noch lange nicht als begraben, die Disney-Chefs wissen lediglich noch nicht, welche Richtung sie einschlagen werden.


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Trailer

Szenenbild aus Her

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