Film-Spinoff von Joss Whedons kurzlebiger Kult-TV-Serie "Firefly" über die Abenteuer des Raumschiffs Serenity.

Kinostart: 24.11.2005

Nathan Fillion
als Capt. Malcolm "Mal" Reynolds

Alan Tudyk

Alan Tudyk
als Wash

Morena Baccarin

Morena Baccarin
als Inara

Adam Baldwin
als Jayne

Sean Maher
als Simon

Summer Glau
als River

Chiwetel Ejiofor
als The Operative

Jewel Staite
als Kaylee

David Krumholtz
als Mr. Universe

Gina Torres
als Zoe

Ron Glass
als Shepherd Book

Handlung

In der fernen Zukunft wird die Galaxie von der "Alliance" beherrscht, einer Organisation, der nur wenige zu widerstehen wagen. Ein solcher Rebell ist Captain Malcolm Reynolds (Nathan Fillion), befehlshabender Offizier des Raumschiffs Serenity und seiner kleinen, aber feinen Crew. Als man Doktor Simon Tam (Sean Maher) und seiner telepathisch veranlagten Schwester River (Summer Glau) Asyl gewährt, ist Ärger mit den Mächtigen vorprogrammiert. River nämlich hat kurz zuvor verbotenerweise einem Regierungstreffen beigewohnt und ist als Telepathin nun genauestens über allerhand geheime Machenschaften informiert.

Auf der so kurzlebigen wie aufsehenerregenden TV-Kultserie "Firefly" von "Buffy"-Macher Joss Whedon basiert dieses als Auftakt einer potentiellen Kino-Trilogie angelegte SF-Abenteuer.

2507 ist die Erde für die Menschheit Vergangenheit, die nun in einem anderen Sonnensystem auf mehreren Planeten Zuflucht gefunden hat. Mit einem Krieg hat eine mächtige Allianz die Einheit erzwungen. Doch die Crew des Raumschiffs "Serenity" beugt sich nicht, nimmt sogar eine flüchtige Telepathin auf, die die dunklesten Geheimnisse der Allianz kennt - und deshalb unerbittlich von ihr verfolgt wird.

"Serenity" heißt ein etwas heruntergekommener Raumfrachter, dessen Crew sich im 26. Jahrhundert vorwiegend mit Schmuggelaufträgen über Wasser hält. Nachdem Captain Malcolm "Mal" Reynolds den Arzt Simon und seine junge Schwester River an Bord nimmt, werden sie von einem skrupellosen Beauftragten der allgegenwärtigen Planetenallianz gejagt. Diese hat das Mädchen körperlich wie geistig zur Kampfmaschine konditioniert - und befürchtet, daß sie dabei zum Träger eines hochbrisanten Geheimnisses geworden ist.

Die Crew des Raumfrachters Serenity gerät durch einen mysteriösen Passagier ins Visier der skrupellosen Planetenallianz. Kino-Sequel der Kultserie "Firefly" von "Buffy"-Erfinder und "Avengers"-Regisseur Joss Whedon.

Kritik

Heiter, gelassen und damit titelgerecht erleben die Abenteurer des Raumschiffs "Serenity" ihre erste Kino-Mission, die sie im Jahr 2507 gegen eine ihre dunklen Geheimnisse verteidigende All-Macht führt.

Nach 11 von 14 produzierten Episoden kam das frühe Aus für die TV-Serie "Firefly", mit der Mastermind Joss Whedon an die Erfolge seiner Hits "Buffy" und "Angel" anknüpfen wollte. Nach Protesten einer durch die DVD-Veröffentlichung potenzierten Fanbasis entwickelte Whedon, der schon seiner Vampirjägerin trotz Kino-Absturz in den Höllenschlund noch ein langes TV-Leben bescherte, seinen revolutionären Plan B: die Mutation des TV-Flops zu einem Filmhit. Auch wenn das Budget in seinem Kinoregiedebüt ein Trickfeuerwerk nicht zuließ, das Etikett spezial nicht für jeden Effekt in Anspruch genommen werden kann, stimmt die Balance zwischen Dramatik und Komik, glänzt Whedons Skript mit Schlagfertigkeit, Selbstironie und einigen interessanten Charakteren. Der Protagonist (Nathan Fillion) ist Captain der "Serenity", ein relaxter Han-Solo-Klon mit dehnbarer Moral, der einen Vorteil rücksichtslos ausnutzt, auch wenn dabei ein unbewaffneter Gegner eine Kugel kassiert. Sein Antagonist ist ein namenlos bleibender Killer mit idealistischen, mitunter auch sadistischen Anflügen, der sich selbst als übel, sein Ziel aber als wertvoll erkennt. Im Auftrag einer diffus bleibenden Planetenallianz, die mit Gewalt das Sonnensystem, die neue Zuflucht der Menschheit, geeint hat, soll er die geflohene Telepathin River aufspüren, die die dunklesten Geheimnisse der Allianz kennt, ohne sich dessen bewusst zu sein. Nach der Einführung in diese Vorgeschichte, die vom Zuschauer mit überraschenden Twists mehrfache Realitätsüberprüfung erfordert, stellt der Film die aus drei Männern und zwei Frauen bestehende Besatzung der "Serenity" vor, die mit kleinen Raubzügen die Dominanz der Allianz immer wieder in Frage stellt. Mit an Bord ist auch die flüchtige Datenträgerin River, die sich bei einem Zwischenstopp als konditionierte Kampfmaschine entpuppt, deren Attackemodus durch Codes aktiviert und deaktiviert werden kann. Rivers Hinweis auf einen Planeten, dessen untergegangene Zivilisation auch die Geburt der kannibalistischen Aggressoren des Sonnensystems (Reavers) erklären könnte, gibt das Ziel für die "Serenity" vor. Bis das wahre Gesicht der Allianz enthüllt wird, die sich als Ordnungshüter darstellt, gibt es Schlägereien in intergalaktischen Etablissements, Verfolgungsjagden und Belagerungskämpfe mit den Reavers (Varianten der Reaper aus "Blade 2"), die im Bild auf Kurzauftritte reduziert sind, sowie einen unerbittlichen Showdown zwischen dem Captain und dem Killer. In der Darstellung dieser vielschichtigen Figur liefert Chiwetel Ejiofor neben Newcomerin Summer Glau (als River) die Glanzvorstellung des Films, der einem polierten Look ansonsten schon budgetbedingt aus dem Weg geht, ohne dabei auch den Unterhaltungswert wesentlich zu beschränken. kob.

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Info

Plakat des Films: Serenity - Flucht in neue Welten
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 24.11.2005

USA 2005

Länge: 1 h 59 min

Genre: Sci-Fi

Originaltitel: Serenity

Regie: Joss Whedon

Drehbuch: Joss Whedon

Musik: David Newman

Produktion: Barry Mendel

Kostüme: Ruth E. Carter

Kamera: Jack N. Green

Schnitt: Lisa Lassek

Ausstattung: Barry Chusid

Website: http://www.serenity-film.de

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