Knallharter Action-Thriller mit Jennifer Lawrence, Jeremy Irons und Joel Edgerton um eine russische Agentin, die nicht nur ihren Verstand, sondern vor allem ihren Körper einsetzt, um an geheime Informationen zu kommen.

Kinostart: 01.03.2018

Handlung

Keine verführt und manipuliert wie sie: Jennifer Lawrence ist die tödlichste Agentin, die Moskau je hervorgebracht hat. Dominika Egorova (Jennifer Lawrence) lebt nur für eins: ihre Karriere als Tänzerin.

Als eine Verletzung die Primaballerina zwingt, die Ballettschuhe an den Nagel zu hängen, steht sie vor einer unsicheren Zukunft. Um die Miete und die Arztrechnungen für ihre kranke Mutter bezahlen zu können, lässt sie sich für den russischen Geheimdienst anwerben.

Die knallharte Sparrow School trainiert ihre Rekruten dazu, Körper und Verstand als Waffe einzusetzen. Dominika, als Tänzerin gewohnt, an die Grenzen ihrer physischen und psychischen Belastbarkeit zu gehen, durchläuft ein unglaublich hartes Programm – und wird zur schärfsten Geheimwaffe ihrer Ausbilderin (Charlotte Rampling) und ihres Chefs (Jeremy Irons).

In ihrem ersten Auftrag wird Dominika auf CIA-Agent Nathaniel Nash (Joel Edgerton) angesetzt, der sie davon überzeugen will, dass sie nur ihm vertrauen kann. Im Spiel der Täuschungen, Lügen und Intrigen ist nicht immer klar, wer für wen arbeitet. Und auf welcher Seite Dominikas Onkel (Matthias Schoenartz) steht ...

Die neuerliche Zusammenarbeit von Francis Lawrence und Jennifer Lawrence (nicht verwandt) nach drei Teilen der „Die Tribute von Panem“- Saga basiert auf dem Buch von Jason Matthews. Ein Thriller, der aus der Kälte kommt und mit einer schnellen, harten Story, sensationellem Cast und den schönsten Schauplätzen überzeugt.

Kritik

Thriller um eine russsische Auftragskillerin nach dem Bestseller von Jason Matthews.

Eine vom Aussterben bedrohte Spezies ist er geworden, der

Spionagethriller für Erwachsene. Jennifer Lawrence und ihr

"Die Tribute von Panem"-Regisseur Francis Lawrence ändern das jetzt mit der Verfilmung des ersten Bestsellerromans

einer Trilogie des ehemaligen Geheimagenten Jason Matthews, die sich zu etwa gleichen Teilen bei "Der Spion, der aus der Kälte kam" und "Atomic Blonde" bedient. Dabei ist "Red Sparrow" mehr als nur eine gut geölte Genremaschine, eine genussvoll perverse Variante von "Nikita", sondern eher zufällig auch noch der tagesaktuellste Film, den man sich nur vorstellen kann (und was die

Filmemacher zum Zeitpunkt des Drehs unmöglich gewusst haben können): Aber der neu hochkochende Kalte Krieg zwischen den USA und Russland ist ebenso ein Thema wie auch die metoo-Debatte: Die eiskalte Heldin des Films, Dominika, ist auf Gedeih und Verderb dem männlichen

Machtapparat ausgeliefert und muss als "Roter Spatz", also als eigens für heikle Missionen ausgebildete Agentin, jederzeit bereit sein, sich wie eine Prostituierte auszuliefern. Bis sie den Spieß umdreht, wobei die längste Zeit unklar bleibt, wem ihre Loyalitäten gehören und was ihre eigene Agenda ist. Das präzis ausgeklügelte Katz-und-Maus-Spiel zwischen Dominika und dem CIA-Agenten Nathaniel Nash, gespielt von Joel Edgerton, der sich einem Kontakt in Russland verpflichtet fühlt und der aufzufliegen droht, wenn der Amerikaner ihm nicht hilft, verpackt Regisseur Lawrence in das strahlend attraktivste Äußere, als würde er nicht einen dreckigen, sexuell aufgeladenen und vor allem extrem

gewalttätigen Krimiplot abspielen, sondern große Oper inszenieren. Nicht von ungefähr beginnt der Film mit einem Ballett, das Lawrence im Stil von "Der Pate" mit einer

geheimen Übergabe in einem Moskauer Park gegenschneidet. Hier ist Dominika noch eine gefeierte Ballerina, die einen folgenschweren Unfall erleidet, der ihre

Karriere mit einem Schlag beendet. Von Mittellosigkeit bedroht, was auch bedeuten würde, dass ihre kranke Mutter nicht mehr ärztlich betreut werden kann, lässt sie sich

auf den Vorschlag ihres bestens vernetzten Onkels ein, sich in der "Hurenschule" von Matron, gespielt von Charlotte Rampling, die ohne jeden Zweifel die beste Darstellerin für diese Rolle ist, ausbilden zu lassen. Jennifer Lawrence spielt ihre volle Starpower aus als gefallener Engel, beweist aber auch Mut mit vielen Szenen, die sie in weitgehend oder ganz unbekleidetem Stadium zeigen. Natürlich geht es ihr und

ihrem Regisseur um Kink, um die Fetischisierung von Körpern und Gewalt an Körpern: Folter oder Sex nehmen hier eine

gleichbedeutende Position ein. Vor allem aber ist es dann der wilde Plot, der einen fesselt. Und hoffen lässt, dass die beiden anderen Bücher der Trilogie von Matthews auch verfilmt werden. ts.

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Info

  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 01.03.2018

USA 2018

Länge: 2 h 21 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Red Sparrow

Regie: Francis Lawrence

Drehbuch: Justin Haythe

Musik: James Newton Howard

Produktion: Steven Zaillian, Peter Chernin, Jenno Topping, David Ready

Kostüme: Trish Summerville

Kamera: Jo Willems

Schnitt: Alan Edward Bell

Ausstattung: Maria Djurkovic

Website: http://www.fox.de/red-sparrow

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