Robert Zemeckis' und Tom Hanks' animierter Weihnachtsfilm um einen kleinen Jungen auf einer Reise zum Nordpol.

Kinostart: 15.12.2015

Tom Hanks

Tom Hanks
als Der kleine Held/ Vater des Jungen u.a.

Michael Jeter

Michael Jeter
als Smokey/ Steamer

Peter Scolari
als Der Einsame

Nona Gaye
als Das M

Eddie Deezen
als Der Besserwisser

Charles Fleischer
als General der Elfen

Chris Coppola
als Zahnloser Junge

Julene Renee
als Rothaariges M

Handlung

Es gibt wohl kaum ein amerikanisches Kind, das nicht an das Märchen vom Santa Claus und seinem Rentierschlitten glaubt. Nur ein kleiner Junge liegt abends wach in seinem Bett und will es genau wissen. Er lauscht in die verschneite Nacht hinaus, ob irgendwo ein Glöckchen klingt. Doch statt des Glöckchens naht ein mächtiges Brausen, und mit quietschenden Rädern kommt die schwere Lokomotive direkt vor seinem Zimmerfenster zum Stehen. Es ist der Polarexpress, und sein freundlicher Schaffner bittet zum Zusteigen. Ziel der Reise: Der Nordpol, Heimat des Weihnachtsmannes.

Frei nach der populären Geschichte von Chris Van Allsburg schuf das Erfolgsteam Robert Zemeckis/Tom Hanks dieses komplett im Computer generierte, jedoch von echten Schauspielern vorgefertigte Familienmärchen zur Weihnachtszeit.

Gibt es überhaupt einen Weihnachtsmann? Während ein kleiner, zweifelnder Junge am Heiligen Abend in seinem Bett auf den Klang der Rentierschlitten hofft, hört er zu seiner Überraschung plötzlich die Geräusche eines Zugs vor seinem Fenster. Der Schaffner lädt den Jungen ein, ihn zusammen mit vielen anderen Kindern in ihren Schlafanzügen auf einer Reise zum Nordpol zu begleiten - und hält für alle Zweifler ein außergewöhnliches Weihnachtsgeschenk bereit.

Am Weihnachtsabend legt sich die Dunkelheit über eine kleine verschneite Stadt. In einem der Häuser macht sich ein Junge gerade bettfertig, während er ernsthaft über die Existenz des Weihnachtsmanns zu grübeln beginnt. Da hält plötzlich ein qualmender Zug vor seinem Haus, und der Schaffner drängt den Jungen zum Einsteigen. Zu dessen Erstaunen sind alle Abteile mit Kindern in Schlafanzügen besetzt. Und mit einem Mal befindet sich der Junge inmitten einer fantastischen Reise zum Nordpol, bei der er nicht nur Santa Claus kennen lernt.

Kritik

Alle einsteigen! Nicht weniger haben sich Regisseur Robert Zemeckis und sein Star Tom Hanks in ihrer dritten Zusammenarbeit nach "Forrest Gump" und "Cast Away - Verschollen" vorgenommen, als einen zeitlosen Weihnachtsklassiker zu schaffen. Mit einer revolutionären CGI-Technologie (Motion Capturing) atemberaubend animiert erzählen die beiden verlässlichen Blockbuster-Garanten in ihrer Adaption von Chris Van Allsburgs Bilderbuch von einer magischen Fahrt zum Nordpol.

Die Hauptfigur ist ein Junge ohne Namen, der in den Credits als "Hero Boy" bezeichnet wird. Er ist in einem Alter, in dem er an der Existenz des Weihnachtsmanns zu zweifeln beginnt. Zu seinem großen Erstaunen hält in der Weihnachtsnacht ein mysteriöser Zug direkt vor seinem Haus und der sympathische Schaffner lädt ihn zum Einsteigen ein. Der Wagon ist bereits voll mit anderen Kindern in ihren Schlafanzügen, die gespannt der Reise zum Nordpol entgegensehen, wo man Santa Claus und seine Elfen besuchen will. Bis sie alle schließlich wieder zu Hause abgesetzt werden, erleben die Kids eine Reihe von Abenteuern, die Achterbahnfahrten, einen spannenden Wettlauf des auf einem gefroren See entgleisten Zuges gegen das einbrechende Eis, eine erschreckende Begegnung mit lebendigen Puppen, eine Riesenfeier auf dem Nordpolstadtplatz und Bekanntschaft mit dem Weihnachtsmann höchstpersönlich umfassen. Und während Hero Boy wieder an den Weihnachtsmann glaubt und seine kindliche Unschuld bewahrt, erkennen Hero Girl ihr Führungstalent und der Naseweis, dass er noch viel zu lernen hat.

Die Story adaptierte Zemeckis in Zusammenarbeit mit William Broyles Jr. ("Cast Away - Verschollen") nach einer 32-seitigen illustrierten Weihnachtsgeschichte des populären Kinderbuchautoren Von Allsburg ("Jumanji"). Folglich verfügten sie über einigen Spielraum, die etwas dünne Vorlage mit aufregend-actionreichem Material für die Generation der Gegenwart aufzupolstern. Obwohl der glänzende Zauber der Ölbild-Vorlage perfekt getroffen wurde, kommt bei all dem von Alan Silvestris omnipräsenten Orchesterscore untermalten Trubel der eigentliche Zauber der Weihnachtszeit zu kurz. Was auch daran liegen mag, dass die Kinder, die allesamt von erwachsenen Schauspielern dargestellt wurden, hier vornehmlich unterwürfig sein müssen: Wirklichen Spaß an ihrem Abenteuer scheinen sie - anders als die Kinder in der unmittelbaren Konkurrenz "Die Unglaublichen" - jedenfalls nie zu haben. So sind es vor allem die Naturaufnahmen, insbesondere eine majestätische Sequenz mit der durch die Winterwildnis fliegenden Fahrkarte und malerisch schöne Nordlichter, die beeindrucken und in denen der "Polarexpress" wirklich volle Fahrt aufnimmt. Beeindruckend ist gewiss auch die Leistung von Tom Hanks, den man in insgesamt fünf Rollen erleben darf: als Hero Boy, Schaffner, von Woody Guthrie inspirierter blinder Passagier, der ein magisches Geheimnis hat, Vater und schließlich sogar Weihnachtsmann.

Ein allamerikanischer Beitrag zum Weihnachtsfest wird geboten, in dem Jungen in den Stars and Stripes schlafen und zum Schluss Aerosmith inmitten der Elben den Xmas-Rock'n'Roll anstimmen. Verpackung und Umsetzung stimmen, einzig nach einer wärmenden Seele sucht man vergebens im kunterbunten Treiben, das nur dem vertraut, was man sieht, und sich dem Motto des Films kaum zu seinem etwas kalten Herzen nimmt: "Manchmal sind die Dinge, die wir nicht sehen, am echtesten." ara.

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Info

  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 15.12.2015

USA 2004

Länge: 1 h 40 min

Genre: Animation

Originaltitel: Der Polarexpress

Regie: Robert Zemeckis

Drehbuch: Robert Zemeckis, William Broyles

Musik: Alan Silvestri, Glen Ballard

Produktion: William Teitler, Steve Starkey, Robert Zemeckis, Gary Goetzman

Kostüme: Joanna Johnston

Kamera: Don Burgess, Robert Presley

Schnitt: Jeremiah O'Driscoll, R. Orlando Duenas

Ausstattung: Doug Chiang, Rick Carter

Website: http://www.polarexpress-derfilm.de

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