Grandioser Auftritt des respektlosesten aller Marvel-Helden: Ryan Reynolds schwingt sich zu Höchstleistung in Sachen coole Sprüche und satte Action auf.

Kinostart: 11.02.2016

Stefan Kapicic

Karan Soni

Karan Soni

Ryan Reynolds

Ryan Reynolds
als Wade Wilson/Deadpool

Morena Baccarin
als Vanessa Carlysle / Copycat

T.J. Miller
als Weasel

Gina Carano
als Angel Dust

Ed Skrein
als Ajax

Brianna Hildebrand
als Ellie Phimister / Negasonic Teenage Warhead

Handlung

Kurz nachdem der ehemalige Special Forces-Soldat und Söldner Wade Wilson erfährt, dass er Krebs im Endstadium hat, schlägt ihm der skrupellose Laborleiter Ajax die Teilnahme an einem Experiment vor, das ihn unsterblich machen könnte. Wade willigt ein, bezahlt aber einen hohen Preis dafür, denn als er aus seinem Laborschlaf erwacht, ist sein Gesicht vollkommen entstellt. Dennoch gibt er nicht auf: In seinem schwarz-roten Kampfanzug wird er zur unverwüstlichen Fight-Maschine Deadpool und beginnt umgehend mit seinem gnadenlosen Rachefeldzug.

Kritik

Der nach "Wolverine" zweite Kinoableger aus dem "X-Men"-Franchise ist ein lustvoll unverschämter Volltreffer.

Pool, Dead stellt sich der messerscharf parlierende und tranchierende Antiheld in rot-schwarzem Ganzkörperlatex staubtrocken vor und eröffnet einen Reigen aus gewalttätiger Speedaction und rotzfrechen Kommentaren, der auf der Leinwand den Friedhof füllt und davor großen Spaß garantiert. In Superzeitlupe taucht man ansatzlos hinein in ein kinetisches Todesballett auf einer Freewaybrücke, schickt Deadpool mehrere Gegner gleichzeitig spaßorientiert in die Hölle, während er in direkter Zuschaueransprache, eines seiner Markenzeichen, zurück in seine Biografie führt und damit sein rücksichts- und reueloses Gemetzel erklärt.

Die 1991 in die Comicwelt und von ihrem Darsteller Ryan Reynolds bereits in "X-Men Origins: Wolverine" im Kino eingeführte Figur genießt Kultstatus für lässiges Multitasking, für eine moralisch ungehemmte Attitüde, für ein durch die Popkultur surfendes Schandmaul und ein Selbstbewusstsein, das keine Grenzen kennt. Wie Wolverine, über den er gerne spottet, ist der Protagonist ein durch seine Selbstheilungsfähigkeiten nahezu unsterblicher Mutant. Durch eine falsche Entscheidung rettete er todkrank sein Leben, verlor aber alles Wichtige darin, vor allem seine große Liebe (Morena Baccarin). Rache treibt Deadpool an, der sich als super, aber nie als Held bezeichnet, und den Mann jagt, der ihn quälte und zum Monstrum, am ganzen Körper entstellt, machte.

Jahrelang kämpften Ryan Reynolds und der bisher nur durch einen Oscar-nominierten animierten Kurzfilm sowie einige visuell eindrucksvolle Creditsequenzen aufgefallene Newcomer Tim Miller für eine Adaption, die dem schonungslos witzig-ironischen Ton und der cartoonesken Härte der Vorlage auch gerecht wird. Ihre Bilanz kann sich sehen und hören lassen. Mit sporadischen Rückblicken und einigen neuen Mutanten aus dem "X-Men"-Universum rast dieser Franchiseableger durch ein handlungsschlankes, aber actionreiches Szenario, kontrastiert Gewalt mit Schmusesongs, generiert atemlos visuelle und verbale Gags, deren Spektrum von "127 Hours" über Liam Neesons "Taken"-Reihe bin hin zu John Cleeses kultigem Hotelcholeriker Basil Fawlty reicht. Da fällt das Fazit leicht: The Talking Dead ist cool. kob.

Extras

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Info

  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 11.02.2016

USA 2016

Länge: 1 h 49 min

Genre: Action

Originaltitel: Deadpool

Regie: Tim Miller

Drehbuch: Rhett Reese, Paul Wernick, Rob Liefeld, Fabian Nicieza

Produktion: Simon Kinberg, Rhett Reese, Lauren Shuler Donner, Paul Wernick

Kamera: Ken Seng

Schnitt: Julian Clarke

Ausstattung: Sean Haworth

Website: http://www.deadpool-derfilm.de

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