Mysteriöses Drama über einen achtjährigen Jungen, der offenbar über übernatürliche Kräfte verfügt.

Kinostart: 18.02.2016

Jaeden Lieberher
als Alton

Sam Shepard
als Calvin Meyer

Adam Driver
als Sevier

Bill Camp
als Doak

Scott Haze
als Levi

Dana Gourrier
als Sharon Davison

Paul Sparks
als Agent Miller

Handlung

Meile nach Meile legen Roy und der achtjährige Alton auf amerikanischen Highways und Landstraßen zurück. Immer sind sie in Bewegung. Der fürsorgliche Vater unternimmt alles, um den Sohn seinem Schicksal zuzuführen, das den Lauf der Welt entscheidend verändern könnte. Man beginnt zu verstehen, warum der Junge mit den außergewöhnlichen Fähigkeiten eine Schutzbrille tragen muss, sich religiöse Extremisten für ihn interessieren und sich neben der örtlichen Polizei auch hohe Regierungsbeamte an seine Fersen heften.

Kritik

Packender, besonderer Genre-Film von US-Independent-Ikone Jeff Nichols über einen Jungen mit besonderen Fähigkeiten.

Der hochangesehene Independentregisseur Jeff Nichols brachte für "Midnight Special" seinen Lieblingsschauspieler Michael Shannon, Kirsten Dunst und Joel Edgerton mit auf den roten Teppich vor dem Berlinale Palast. Sein SciFi-Chase-Movie - wie er seinen vierten Spielfilm selbst nennt - verbeugt sich gekonnt vor Klassikern wie "Unheimliche Begegnung der dritten Art" oder "E.T." und fügt ihnen eine emotionale Familiengeschichte hinzu. Meisterhaft, wie er den Zuschauer sofort in den Film hineinzieht, ihn rätseln und mit höchster Spannung die weitere Entwicklung erwarten lässt. Ein Junge ist entführt worden, heißt es in den Nachrichten. Zwei Männer flüchten mit einem etwas merkwürdigen Buben - er trägt nachts eine blaue Schutzbrille - im Auto. Sie sind zu allem bereit, selbst einen Polizisten, der sie unterwegs aufhalten will, zu erschießen. Wer die drei sind und die Hintergründe erfährt der Zuschauer nur langsam und in Bruchstücken. Dafür lässt der Drehbuchautor und Regisseur weitere Figuren auftreten, einen Sektenführer (Sam Shepard), der den Jungen für einen Prophet hält, einen Mann von der C.I.A. (von Nichols selbst gespielt), der ihn als Waffe fürchtet, und einen sympathischen Nerd von der NSA (Adam Driver).

Nichols evoziert eine Atmosphäre vom nahen Untergang (wie bereits in "Take Shelter"), die noch "unheimlicher" ist als in Spielbergs Alien-Drama. Die in den Fokus gerückte Vater-Sohn-Beziehung verleiht dem Film viel mehr emotionale Kraft, unterstützt von den starken Performances seiner Darsteller, allen voran gewohnt intensiv Shannon als Vater mit Beschützerinstinkt. Aber auch Edgerton als sein treuer Freund, Dunst als seine Frau und Jaeden Lieberher als Junge mit außergewöhnlichen Fähigkeiten machen ihre Sache sehr gut. Auch in den Action- und Effekteszenen zeigt sich Nichols auf der Höhe. Die Fähigkeiten des Jungen werden höchst eindrucksvoll visualisiert, wenn Satellitenbruchstücke einschlagen oder die Erde bebt und einbricht. Eingestreuter trockener Humor und vereinzelte satirische Seitenhiebe lockern den bis dato aufwändigsten Film des US-Amerikaners auf, der durchaus "Special", ein besonderer Film ist, der am Anfang viele Deutungs- und Entwicklungsmöglichkeiten anbietet, sich in der Auflösung aber an bekannte Science-Fiction-Muster hält. Packendes, intensives Kino. hai.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 18.02.2016

USA 2015

Länge: 1 h 52 min

Genre: Sci-Fi

Originaltitel: Midnight Special

Regie: Jeff Nichols

Drehbuch: Jeff Nichols

Musik: David Wingo

Produktion: Sarah Green, Brian Kavanaugh-Jones

Kostüme: Erin Benach

Kamera: Adam Stone

Schnitt: Julie Monroe

Ausstattung: Chad Keith

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