Politthriller nach der wahren Geschichte des US-Journalisten Gary Webb, der die Verbindungen zwischen CIA und Drogenmafia offenlegte und später tot aufgefunden wurde.

Kinostart: 10.09.2015

Jeremy Renner

Jeremy Renner
als Gary Webb

Mary Elizabeth Winstead

Mary Elizabeth Winstead
als Anna Simons

Robert Patrick

Robert Patrick
als Ronny Quail

Michael Sheen
als Fred Weil

Ray Liotta
als John Cullen

Michael K. Williams
als Ricky Ross

Rosemarie DeWitt
als Sue Webb

Paz Vega
als Coral Baca

Andy Garcia
als Norwin Meneses

Barry Pepper
als Russell Dodson

Handlung

Durch Zufall stößt der Journalist Gary Webb in den 1990er Jahren auf Verstrickungen von CIA mit mittelamerikanischen Drogenkartellen. Durch Kokainverkauf in den Straßen von South Central L.A. wurden die Contras in Nicaragua finanziert. Seine brisanten Enthüllungen in den San José Mercury News lösen ein politisches Erdbeben aus. CIA schlägt mit Verleumdungen zurück und auch Kollegen renommierter Medien diffamieren den Autor, der nicht nur um Ansehen, Job und Familie kämpfen muss, sondern auch um sein Leben.

Kritik

Auf wahren Begebenheiten basierender Polit-Thriller über die Verquickung von CIA und mittelamerikanischen Drogenkartellen.

Wer sich mit Geheimdiensten anlegt, setzt seine Existenz aufs Spiel, nicht erst seit Edward Snowden als Whistleblower bei der NSA den größten Abhörskandal der Geschichte aufdeckte und nun in Putin-Russland auf bessere Zeiten wartet. Der investigative Journalist Gary Webb, Gewinner des Pulitzer-Preises für eine Reportage über das Loma-Prieta-Erdbeben in der San Franciso Bay 1989, der 1996 die Verquickung von CIA und mittelamerikanischen Drogenkartellen öffentlich machte, wurde acht Jahre später mit zwei Kopfschüssen tot aufgefunden, Tod durch Suizid lautete die offizielle Erklärung, immer noch sehr kritisch hinterfragt in den USA. Die Infos darüber im Abspann sind leider sehr knapp gehalten. Webbs Artikel-Serie "Dark Alliance" in der San José Mercury News sorgte für ein politisches Erdbeben, über die Jahre hinweg recherchierte er akribisch darüber, wie die US-Geheimdienste Tonnen von Kokain und Crack ins Land ließen und dadurch die Contras und deren Guerillakrieg gegen die linken Sandinisten in Nicaragua finanzierten und als Kollateralschaden den steigenden Drogenkonsum in Ghettos wie South Central L.A. in Kauf nahmen.

Michael Cuesta (Emmy für "Homeland") zeichnet in diesem rigorosen Biopic den schwierigen Weg des Journalisten, der die Beziehung zwischen CIA, Drogendealern und den Contras in den1980er Jahren aufdeckte, erst Lob erhielt und dann nicht nur von der CIA diskriminiert wurde, sondern auch von den neidischen Kollegen der großen Zeitungen, nicht zuletzt weil seine oft dubiosen Zeugen sich plötzlich nicht an die off-the-record-Gespräche erinnern wollten. Jeremy Renner, auch Koproduzent des Fünf-Mio.-Dollar-Projekts, gibt wohl seine seit langem beste Performance als leicht naiver und der Wahrheit verpflichteter Reporter, der zwischen die Fronten gerät und einen hohen Preis zahlt, nicht nur dass er um Ehre und Familie kämpfen muss, er konnte nach den Enthüllungsartikeln auch nie mehr in seinem Beruf arbeiten. Die Nebenrollen mit Oliver Platt und Mary Elizabeth Winstead als Kollegen oder Lucas Hedges als Teenager-Sohn sind bestens besetzt. Atemlose Spannung, emotionale Intensität und atmosphärische Dichte bieten ausgezeichnete Unterhaltung und es ist nicht zu hoch gegriffen, Renner mit Warren Beatty als Journalist in Alan J. Pakulas "Die Verschwörung" ("The Parallax View") zu vergleichen. mk.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 10.09.2015

USA 2014

Länge: 1 h 52 min

Genre: Thriller

Originaltitel: Kill the Messenger

Regie: Michael Cuesta

Drehbuch: Peter Landesman

Musik: Nathan Johnson

Produktion: Scott Stuber, Peter Landesman, Pamela Abdy, Naomi Despres, Jeremy Renner

Kostüme: Kimberly Adams-Galligan, Doug Hall

Kamera: Sean Bobbitt

Schnitt: Brian A. Kates

Ausstattung: John Paino

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