Big-Budget-Erstverfilmung des Kinderbuchklassikers über ein zauberhaftes Land hinter einem Wandschrank.

Kinostart: 08.12.2005

Georgie Henley
als Lucy Pevensie

William Moseley

William Moseley
als Peter Pevensie

Skandar Keynes
als Edmund Pevensie

Anna Popplewell
als Susan Pevensie

Tilda Swinton
als Jadis, Die Wei

Jim Broadbent
als Professor Kirke

James McAvoy
als Mr. Tumnus

James Cosmo
als Weihnachtsmann

Shane Rangi
als General Otman

Patrick Kake
als Oreius

Elizabeth Hawthorne
als Mrs. Macready

Kiran Shah
als Ginarrbrik

Handlung

England im Zweiten Weltkrieg: Damit ihnen in London nichts passiert, werden die Geschwister Peter (William Moseley), Susan (Anna Popplewell), Edmund (Skandar Keynes) und Lucy (Georgie Henley) auf's Land zu einem Professor geschickt. In dessen märchenhaftem Anwesen entdecken die Kinder bald einen unauffälligen Kleiderschrank, dessen Tür geradewegs ins fantastische Märchenreich Narnia führt. Dort ist nach einem Fluch der Weißen Hexe (Tilda Swinton) der ewige Winter und ein Bürgerkrieg ausgebrochen. Die Kinder versuchen, den Bann zu brechen.

Angelegt als siebenteilige Serie, inszenierte Andrew Adamson ("Shrek") mit Hilfe von Peter Jacksons CGI-Spezialisten C.S. Lewis' magischen Geschichtenzyklus. Passend zur Weihnachtszeit!

Während des 2.Weltkriegs werden die vier Pevensie-Kids zum Schutz vor deutschen Bomben aufs Land geschickt. Im Haus ihres Gastgebers entdecken sie hinter einem Wandschrank das magische Land Narnia. Dort sprechen die Tiere, leben mythische Kreaturen, herrscht durch einen Fluch der Weißen Hexe aber ewiger Winter. Um Narnia zu befreien, müssen die Kids den rechtmäßigen König, den Löwen Aslan, und bei sich unentdeckte Kräfte finden.

Die gegensätzlichen Pevensie-Kinder, zwei Jungen und zwei Mädchen, kommen während der deutschen Luftangriffe auf London im Landhaus des schrägen Professor Kirke unter. Beim Versteckspielen schlüpft die kleine Lucy in einen Kleiderschrank, der sich als Tor zum Zauberreich Narnia entpuppt. Dort herrscht ewiger Winter, das Land wird mit eiserner Hand von der Weißen Hexe regiert. Nun ist es an dem Kids-Quartett, den rechtmäßigen König, den magischen Löwen Aslan, zu finden und mit ihm die unterdrückte Parallelwelt zu befreien.

Kritik

In Richard Attenboroughs Romanze "Shadowlands" war er - wie auch sein Besitzer - noch verschlossen. Jetzt öffnet der magische Schrank, die Pforte ins Herz der Kinder, seine Türen für eine Welt der Wunder, die vor allem die Potter-Pilger für eine der populärsten Reihen der Buchgeschichte begeistern soll. Das wird Aslan, C.S. Lewis' König der Löwen, gelingen, wenngleich ihn seine Gefolgschaft, im Unterschied zum Zauberlehrling, wohl erst entdecken muss.

In Großbritannien ist Lewis' siebenteiliges Fantasyabenteuer ein unverzichtbarer Begleiter der Kindheit. Diesen Status besitzt es hierzulande nicht, trotzdem ist die Erwartungshaltung hoch für diese Prestige-Produktion, die im epischen Entwurf, den Kreaturen und ihrer Finalschlacht "Ring"-Assoziationen weckt, aber mit einem jüngeren Zielpublikum im Visier dessen überwältigende Wirkung nicht erreichen kann. In seinem eigenen Kosmos jedoch ist das Live-Action-Debüt von "Shrek"-Dompteur Andrew Adamson ein mit großen Schauwerten aufwartendes Märchen, das im 2.Weltkrieg spielt, aber zeitlos für christliche Tugenden und die Familie wirbt. Bereits zu Beginn untermauert der Film seinen visuellen Anspruch, als eine deutsche Bomberstaffel, aus einer Vielzahl von Perspektiven beobachtet, London unter Feuer nimmt. Nach diesem Prolog, der später in einer Narnia-Sequenz zitiert und variiert wird, werden die Pevensie-Kids, Lucy, Edmund sowie die älteren Susan und Peter, von ihrer Mutter ins Landhaus eines gutmütigen Professors geschickt. Gut 40 Minuten dauert es, bis die Charaktere und das zentrale Problem mit dem familiären Außenseiter Edmund skizziert sind. Dann treten alle Kids in den Schrank des Professors, folgen dem Beispiel der kleinen Lucy, die die Welt dahinter bereits erkundet hat. Das von sprechenden Tieren und mythischen Kreaturen aus der griechischen und nordischen Sagenwelt bevölkerte Refugium kindlicher Fantasie ist von ewiger Eiszeit umklammert, seit die Weiße Hexe (Heimspiel für die androgyne Frostfee Tilda Swinton) Narnia mit einem Fluch belegt hat. Diesen werden gemäß einer Prophezeiung vier Kinder brechen. Bis es dazu kommt, muss Lucys Freund, ein Faun, wie auch ihr Bruder aus der Gefangenschaft der Hexe befreit werden. Der einfache, kindgerechte Plot führt geradlinig auf die Konfrontation der Heere des Guten und des Bösen, auf die Inthronisierung der menschlichen Führer zu, ohne deutlich zu machen, warum Narnia gerade sie unbedingt braucht. Die Kids reifen, übernehmen Verantwortung, aber wenn der junge Peter als Feldherr in die Schlacht zieht, erfüllt sich zwar eine kindliche Sehnsucht, aber nicht zwangsläufig auch Glaubwürdigkeit. Die finale Kollision der Heere ist die erwartet spektakuläre Creature-Parade, eine Effektshow mit einigen verblüffenden Szenen, in der der Tod entweder im Off oder unblutig durch den Versteinerungszauber der Hexe kommt. Die Entscheidung bringt schließlich die Autoritätsfigur des Films, ein legendärer Löwe, der mit Güte und Weisheit über Narnia herrscht. Aslan ist wie der gesamte Tierpark des Films eine erstaunliche digitale Kreation. Trotzdem ist eine perfekte Verschmelzung mit den menschlichen Figuren aufgrund des Fells problematisch, weshalb der Film Berührungspunkte im Bild auffallend meidet. Für ein kindliches Auge ist das freilich bedeutungslos, hier haben die Ansprüche andere Schwerpunkte, hier geht es um die Magie, das Abenteuer, die Spannung und auch die Komik, die dieser erste Teil von Disneys Fantasy-Franchise bietet. Am besten vereint "Der König von Narnia" diese Elemente in allen Sequenzen mit den heimlichen Helden, zwei digital animierten Bibern, die die Kids auf der Flucht vor reißenden Wölfen in Aslans Lager begleiten. Dieses Paar verdient die Empfehlung, die ein US-Serienoldie schon vor fast 50 Jahren gab: "Leave it to Beaver". kob.

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Info

Plakat des Films: Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 08.12.2005

Großbritannien/USA 2005

Länge: 2 h 18 min

Genre: Fantasy

Originaltitel: The Chronicles of Narnia: The Lion, the Witch and the Wardrobe

Regie: Andrew Adamson

Drehbuch: Christopher Markus, Stephen McFeely, Ann Peacock, Andrew Adamson

Produktion: Mark Johnson, Andrew Adamson

Kostüme: Isis Mussenden

Kamera: Donald McAlpine

Schnitt: Jim May, Sim Evan-Jones

Ausstattung: Roger Ford, Ian Gracie

Website: http://www.narnia.de

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