Mit großen Namen gespickte Verfilmung von Neil Gaimans Roman über eine Sternschnuppe, die einen Mann und ein Königreich zum Leuchten bringt.

Kinostart: 18.10.2007

Claire Danes

Claire Danes
als Yvaine

Charlie Cox

Charlie Cox
als Tristan

Robert De Niro

Robert De Niro
als Captain Shakespeare

Sienna Miller
als Victoria

Ricky Gervais
als Ferdy the Frece

Jason Flemyng
als Primus

Rupert Everett
als Secundus

Michelle Pfeiffer
als Lamia

Mark Strong
als Septimus

Peter O'Toole
als K

Handlung

Der junge Engländer Tristan (Charlie Cox) hält um die Hand von Victoria (Sienna Miller) an. Er verspricht, ihr eine Sternschnuppe zu Füßen zu legen. Dazu bricht er in das durch eine Mauer getrennte magische Königreich Stormhold auf und findet den gefallenen Stern Yvaine (Claire Danes). Doch die Hexe Lamia (Michelle Pfeiffer) will ihr Herz und Thronfolger Septimus (Mark Strong) ihren Schmuck. Bei der abenteuerlichen Flucht vor den Verfolgern sind Gefährten rar gesät. Nur der tuntige Captain Shakespeare (Robert De Niro) ist auf ihrer Seite.

Fantasyabenteuer, das Neil Gaimans Erwachsenenmärchen mit vielen Stars für die große Leinwand aufbereitet. Statt Effektüberwältigung stehen feinsinnige Ironie, temporeicher Stil und eine innige Lovestory auf dem kurzweiligen Programm.

Als eine Sternschnuppe vom Himmel fällt und sich zu einer jungen Frau verwandelt, herrscht Aufbruchstimmung im Königreich Stormhold. Die Söhne des verstorbenen Regenten begehren den Schmuck des Mädchens für ihren Thronanspruch, eine alte Hexe das jungfräuliche Herz, um wieder jung zu werden. Für den jungen Tristan ist der gefallene Stern zunächst Geschenk für eine andere, schließlich aber die große Liebe.

Als eine Sternschnuppe vom Himmel fällt und sich in eine junge Frau verwandelt, herrscht Aufbruchstimmung im Königreich Stormhold. Die Söhne des verstorbenen Regenten begehren den vermeintlichen Schmuck für ihren Thronanspruch, während eine alte Hexe nach dem jungfräulichen Herz des Mädchens giert, um wieder jung zu werden. Für den jungen Tristan soll der gefallene Stern zunächst Geschenk für seine Angebetete Victoria sein. Schließlich stellt sich aber heraus, dass die vom Himmel Gefallene selbst die Frau seines Lebens ist.

Kritik

Top-Stars wie Michelle Pfeiffer und Robert De Niro schmücken die temporeiche Verfilmung von Neil Gaimans Bestseller über die märchenhaften Nebenwirkungen einer Sternschnuppe.

Nachdem Millionen von Fantasyfans im Kino begeistert durch Auenland und Narnia tourten, stehen die Vorzeichen gut für Englands moderne Antwort auf die Oxford-Oldies C.S. Lewis und J.R.R. Tolkien. Neil Gaiman, Jahrgang 1960 und mit der "Sandman"-Reihe einer der Gurus der britischen Comicszene, schrieb mit seinem Roman "Sternwanderer" ein Märchen für Erwachsene, eine dramatisch-komische Reproduktion der magischen kindlichen Erlebniswelt.

Mit Matthew Vaughn konnte für die Verfilmung ein Genreneuling gewonnen werden, der als Regisseur von "Layer Cake" und Stammproduzent von Guy Ritchie bisher vor allem mit Gangsterstoffen Erfahrung sammelte. Parallelen dazu gibt es allerdings auch hier, denn Mord ist auch das Hobby einiger Bewohner des magischen Königreichs Stormhold, das eine Mauer vom verschlafenen viktorianischen Dorf Wall trennt. Durch ein Loch in dieser Barriere tritt ein neugieriger junger Mann, der schnell die Reize der dahinter liegenden Welt kennen lernt. Neun Monate später bleibt von diesem Erstkontakt ein Junge zurück, der Jahre danach zum Protagonisten des Plots wird. Tristan (Charlie Cox) liebt Victoria, die schönste Wall-Flower. Als beide eine Sternschnuppe fallen sehen, verspricht er seiner Angebeteten, ihr diese zu Füßen zu legen. Eine magische Kerze bringt ihn schnell vor Ort, weit hinein nach Stormhold zu einer jungen Blondine (Claire Danes im Gwyneth-Paltrow-Look), die sich als abgestürzter Himmelskörper zu erkennen gibt. Natürlich mag man sich anfangs nicht, zumal der gefallene Stern nicht für eine andere leuchten will, aber am Ende wird das irdische Phänomen namens Liebe dieses Hindernis korrigieren. Als Stolperschwellen eingebaut hat Gaiman machthungrige Königssöhne, deren Thronanspruch durch die Halskette des Sternenmädchens besiegelt wird, und eine mächtige Hexe (Michelle Pfeiffer), die mit ihren runzligen Schwestern das Herz der Jungfrau braucht, um Jugend und unbegrenzte Zauberkraft zurückzuerhalten.

Mit donnernder Musik treibt "Der Sternwanderer" seinen Dreiparteienkonflikt voran, unterstützt von einer zoomenden, kreisenden, aufziehenden Kamera, die das Bewegungsmotiv unterstreicht. Zwar bleibt das verliebte Paar etwas blass, reicht das Budget nicht für ein Effektspektakel der Marke Hogwarts oder Narnia, doch die größten Sterne halten, was ihre Namen versprechen. De Niro, Fokus der selbstironischen Genrebrechungen, überrascht als verhinderte Ballerina und tuntiger Luftpirat, Pfeiffer gibt in ausgedehnten Zauber- und Spannungssequenzen lustvoll die Hexe, die andere bis aufs Blut quält. Nicht zuletzt dieser Unterhaltungsprofis wegen wird Fantasyfans mit magischer Kinoerfahrung auch "Der Sternwanderer" nicht schnuppe sein. kob.

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Info

Plakat des Films: Der Sternwanderer
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 18.10.2007

Großbritannien/USA 2007

Länge: 2 h 7 min

Genre: Fantasy

Originaltitel: Stardust

Regie: Matthew Vaughn

Drehbuch: Jane Goldman, Matthew Vaughn

Buchvorlage: Neil Gaiman

Musik: Ilan Eshkeri

Produktion: Lorenzo di Bonaventura, Matthew Vaughn, Michael Dreyer, Neil Gaiman

Kostüme: Sammy Sheldon

Kamera: Ben Davis

Schnitt: Jon Harris

Ausstattung: Gavin Bocquet

Website: http://www.der-sternwanderer.de

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