Hinreißende Animationskomödie von "Oben"-Macher Pete Docter, in dem fünf Gefühle einem elfjährigen Mädchen beim Manövrieren durchs Erwachsenwerden helfen.

Kinostart: 01.10.2015

Handlung

Die elfjährige Riley hat es nicht leicht. Als wäre es nicht schon anstrengend genug, sich unentwegt mit ihren Eltern herumzuschlagen, muss sich das Mädchen mit einem neuen Zuhause in einer neuen Stadt und einer neuen Schule arrangieren. Und dann sind da noch ganz neue Gefühle, die ihr fremd sind und sie verunsichern. Unterstützt wird sie dabei von fünf Emotionen, die in ihrem Verstand arbeiten: Freude, Angst, Zorn, Abscheu und Traurigkeit. Aber auch denen fällt es nicht leicht, immer an einem Strang zu ziehen.

Kritik

Hinreißende Animationskomödie von "Oben"-Macher Pete Docter, in dem fünf Gefühle einem elfjährigen Mädchen beim Manövrieren ins Erwachsenwerden helfen.

Pixar ist zurück, so innovativ und originell, wie es das Erfolgsstudio stets ist, wenn Pete Docter das Zepter in der Hand hält: "Alles steht Kopf" ist ein kleiner Triumph für das Genre des Familienfilms, richtet sich dank seines eher komplizierten Konzepts aber eher an ein älteres Publikum als an die ganz Kleinen. Wobei sich das von den meisten Meisterwerken des Studios sagen lässt, das mit Filmen wie "Ratatouille", "Wall-E" oder "Oben" stets Meilensteine gesetzt hat: Sie lassen Erwachsene das innere Kind wieder entdecken. Das trifft auch auf den 15. Pixar-Film zu, dem ersten seit dem eher unauffälligen "Die Monster Uni" vor zwei Jahren: Der Film erzählt die Geschichte eines elfjährigen Mädchens, das vom arbeitsbedingten Umzug der Familie von einer kleinen Gemeinde im Mittleren Westen nach San Francisco entwurzelt und in einem ohnehin schwierigen Alter aus dem Gleichgewicht geworfen wird.

Um ihre Reaktionen, ihre Gedanken und Gefühle zu verstehen, sehen Docter und sein Team von Animatoren buchstäblich dabei zu, was in ihrem Kopf vorgeht: In einer Art Kommandozentrale residieren die fünf Gefühle Freude, Angst, Wut, Ekel und Kummer und sorgen unter dem Kommando der stets gut gelaunten Freude für Ausgeglichenheit im Gefühlshaushalt. Im bisherigen Leben der kleinen Riley spielte Kummer bislang keine so große Rolle, aber als sich in diesem Lebensabschnitt an der Schwelle zum ersten Schritt ins Erwachsenwerden die stets so positiven Grundgefühle auch mit negativen Stimmungen anzufüllen beginnen, rückt das bislang so unterbeschäftigte Gefühl mehr und mehr in den Fokus. Um Riley vor einer Dummheit zu bewahren, begibt sich Freude mit Kummer auf eine Reise in den Mittelpunkt des Verstands mit Zwischenstopps u. a. im Langzeitgedächtnis und Traumzentrum.

Eine wunderbar kuriose und bizarre und bisweilen atemberaubend schöne Welt lässt Pixar da entstehen, die entlohnt für den etwas schwierigen Start in dem Film, wenn doch auf sehr ausschweifende Weise überhaupt erst einmal erklärt werden muss, nach welchen Reglen die ausgebreitete Filmwelt funktioniert. Da muss man etwas Geduld mitbringen. Man wird belohnt mit ein paar der schönsten Bilder, die das Studio von John Lasseter jemals erschaffen hat, und einigen ganz wunderbaren Szenen: Wie "Alles steht Kopf" bei einem nach und nach eskalierenden Abendessen der Familie auch zeigt, wie es im Verstand der beiden Eltern tickt, ist eines der komischen Highlights des Films - ganz unverkennbar erdacht von dem Mann, der auch "Oben" erschaffen hat: Sein Verstand muss der bunteste Ort auf Erden sein. ts.

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Info

Kinostart: 01.10.2015

USA 2015

Länge: 1 h 35 min

Genre: Animation

Originaltitel: Inside Out

Website: http://allesstehtkopf.tumblr.com

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