Robert Redfords verbal geschliffenes Drama über Amerikas Krieg gegen den Terror und die Rollen, die Soldaten, Politiker und Intellektuelle dabei spielen.

Kinostart: 08.11.2007

Robert Redford

Robert Redford
als Prof. Stephen Malley

Meryl Streep

Meryl Streep
als Janine Roth

Tom Cruise

Tom Cruise
als Senator Jasper Irving

Michael Peña
als Ernest Rodriguez

Andrew Garfield
als Todd Hayes

Derek Luke
als Arian Finch

Peter Berg
als Lt. Col. Falco

Kevin Dunn
als ANX-Redakteur

John Brently Reynolds
als Skinny

Babar Peerzada
als afghanischer K

Die Handlung von Von Löwen und Lämmern

Kaum hat ihr idealistischer Professor Dr. Malley (Robert Redford) sie aufgefordert, etwas Bedeutendes im Leben anzustreben, melden sich die beiden West Coast Studenten Arian (Derek Luke) und Ernest (Michael Peña) freiwillig als Soldaten zum Einsatz in Afghanistan. Während die beiden bald am Hindukusch ums nackte Überleben kämpfen, will der potenzielle Präsidentschaftskandidat Jasper Irving (Tom Cruise) der ehrgeizigen TV-Journalistin Janine Roth (Meryl Streep) eine brisante Story zuschanzen, die das Schicksal der Jungs besiegeln könnte.

Oscarpreisträger Robert Redford verquickt drei Handlungsfäden zu einem kraftvollen Drama um einen komplizierten Krieg, Politik und eine gespaltene Nation. Der topbesetzte Film ist das erste Projekt der neu formierten United Artists, die gerade "Valkyrie" drehen.

Zwei US-Studenten wollen nicht mehr tatenlos bleiben, ziehen in den Krieg gegen die Taliban. Während sie ums Überleben kämpfen, fallen in der Heimat nur Worte, die aber ihr Schicksal mit beeinflussen. Ihr Ex-Professor motiviert einen Studenten, mehr aus sich zu machen, wie er es schon mit ihnen tat. Ein Jungsenator versucht, seine neue Kriegsstrategie einer Journalistin als riskant, aber effektiv zu verkaufen.

Zwei US-Studenten wollen nicht mehr tatenlos bleiben und melden sich zum Frontdienst in Afghanistan, wo sie schneller als erwartet direkt gegen die Taliban kämpfen müssen. Während sie ums Überleben ringen, fallen in der Heimat nur Worte, die aber ihr Schicksal mitbeeinflussen. Ihr engagierter Ex-Professor motiviert einen Studenten, mehr aus sich zu machen - wie er es schon mit ihnen tat. Ein ambitionierter Jungsenator versucht, seine neue Kriegsstrategie einer Journalistin als riskant, aber effektiv zu verkaufen.

Kritik zu Von Löwen und Lämmern

Robert Redfords siebte Regiearbeit ist ein Plädoyer gegen amerikanische Militärpolitik und ein Aufruf zum individuellen Widerstand.

Als Schauspieler drehte er Filme wie "Bill McKay - Der Kandidat" oder "Die Unbestechlichen" und als Produzent unterstützte er Dokus wie "Zwischenfall in Oglala", aber als Regisseur blieb Robert Redford politisch passiv oder versteckte sein Engagement in rückwärts gerichteten Moralstudien ("Quiz Show"). In der Gegenwart und an den verschiedenen Fronten des amerikanischen Anti-Terror-Kriegs verankert, ist dagegen "Von Löwen und Lämmern" - Redfords zornigste und missionarischste Regiearbeit, die sich ganz der Politik verschreibt und dabei manchmal das Drama vernachlässigt. In Matthew Michael Carnahans Drehbuch ist alles munitioniert, was Redford und andere US-Liberale geladen macht: die Konzept- und Führungslosigkeit der Regierung, die Nachrichtenkosmetik der Medien, die Heldengesänge von Washingtons Bürostrategen, die mit gespitzten Stiften Todesurteile für Soldaten schreiben, Amerikas unangebrachte Rolle als Weltpolizist, die Gossip-Gehirnwäsche des Fernsehens, der sich die Jugend freiwillig unterzieht und ganz allgemein die um sich greifende Passivität, die Amerika, Mutterland der Demokratie, zur Heimat apathischer Zombies zu machen droht. Leidenschaftlich im Wort und smart im Sperrfeuer der Argumente ist Redfords Weckruf. Reduziert ist dagegen das aktive Handeln, als hätte Redford die Wertigkeiten in der Politik, die das Schönreden feiert, aber die Umsetzung durch Taten vernachlässigt, in seinem Film spiegeln wollen. Während bei einem nächtlichen Einsatz in der menschenfeindlichen Bergwelt Afghanistans die beiden Kriegsfreiwilligen Ernest und Arian schwer verwundet werden, von ihrer Einheit isoliert und den Taliban eingekreist, ums Überleben kämpfen, diskutiert man in der Heimat Themen, die auch ihr Schicksal mitbestimmten. Ihr ehemaliger Professor (Redford) versucht einen Studenten, in dem er großes Potenzial wittert, aus seiner Lethargie zu reißen, und reflektiert gleichzeitig die Nebenwirkungen seines Motivationsengagements, das ungewollt Ernest und Arian in den Krieg trieb. Gleichzeitig zu den Ereignissen an der Front und an der Uni versucht ein Senator (Tom Cruise), eine wichtige TV-Journalistin (Meryl Streep) als Sprachrohr für eine neue Strategie im Krieg am Hindukusch zu gewinnen, deren Auswirkungen die beiden GI's am eigenen Leib erfahren. Die besten Absichten und drei große Stars als Köder hat dieser Thesenfilm, der aufrütteln und sein Publikum unter denen finden will, die von der Politik enttäuscht oder überhaupt nicht erreicht wurden. Und davon, ob frustrierte Löwen oder schweigende Lämmer, soll es bekanntlich viele geben. kop.

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Info

Plakat des Films: Von Löwen und Lämmern
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 08.11.2007

USA 2007

Länge: 1 h 32 min

Genre: Drama

Originaltitel: Lions for Lambs

Regie: Robert Redford

Drehbuch: Matthew Michael Carnahan

Musik: Mark Isham

Produktion: Robert Redford, Matthew Michael Carnahan, Andrew Hauptman, Tracy Falco

Kostüme: Mary Zophres

Kamera: Jean Rousselot

Schnitt: Joe Hutshing

Ausstattung: Jan Roelfs

Website: http://www.vonloewenundlaemmern.de