Mit bahnbrechenden Spezialeffekten ausgestatteter Katastrophen-Thriller um gewaltige Wirbelstürme.

Kinostart: 05.09.1996

Handlung

Ein Team von "Sturmjägern" unter der Leitung der abgebrühten Jo Harding hat sich der heiklen Mission verschrieben, Datensensoren in tosende Tornandotrichter aufsteigen zu lassen. Als Jos in Trennung lebender Ehemann Bill sich dem alten Team anschließt, läuft nicht nur die Natur Amok, auch die Gefühle der entfremdeten Ehepartner geraten in stürmische Aufwallung...

Ein monströser Wirbelsturm braut sich über Oklahoma zusammen. Die Meteorologin Jo Harding und ihr Team wollen Sensoren in dem Zyklon plazieren, um neue Erkenntnisse über dessen bisher unberechenbare Aktionen zu erhalten. Das gleiche Ziel verfolgt auch der opportunistische Dr. Jonas Miller, der sich fälschlicherweise als geistiger Vater der bahnbrechenden technischen Errungenschaft ausgibt. Vor der Kulisse eines Jahrhundert-Tornados kommt es zum Showdown der Crews.

Zwei Teams von "Sturmjägern" liefern sich ein Rennen um spektakuläre Daten über einen heraufziehenden Tornado. Katastrophenthriller mit bahnbrechenden Spezialeffekten des "Speed"-Regisseurs Jan De Bont.

Kritik

Achtung: Akute Kassensturmgefahr! In nur 12 Tagen konnte der Katastrophenthriller von "Speed"-Regisseur Jan De Bont sensationelle 101,5 Mio. Dollar einspielen. Damit befindet sich der aufwirbelnde F/X-Schocker, der erste einer ganzen Reihe von kommenden Desasterfilmen, in einer Liga mit Boxoffice-Champion "Jurassic Park". Mit diesem verbindet "Twister" nicht nur die Produktionsfirma Amblin Entertainment, sondern auch Drehbuchautor Michael Crichton (hier in Zusammenarbeit mit Gattin Anne-Marie Martin) und der Vorzug von bahnbrechenden Spezialeffekte vor einem großen Staraufgebot.

Laut der brodelnden Gerüchteküche war nicht nur die Prämisse eine stürmische, sondern auch die Beziehung des als "schwierig" bekannten De Bont mit seiner Besetzung und Crew. Dies läßt sich wohl in erster Linie mit dem exzellent realisierten Bemühen des Regisseurs um einen fotorealistischen Look erklären. Dabei machte ähnlich wie bei "Waterworld" unerwünschtes Wetter - in diesem Fall gleißender Sonnenschein in den endlosen Ebenen Oklahomas - einen kostspieligen Strich durch die Dreharbeiten: Das Budget soll letztlich um die 77 Mio. Dollar betragen haben. Doch George Lucas' Spezialeffekte-Company ILM, die die atemberaubenden Tornado-Sequenzen per Computer mit bisweilen 75facher Bildüberlagerung kreierten, konnte auch den gewünschten düsteren Sturmwolkenhimmel liefern. Auch sonst stehen die Zeichen auf Sturm: Die Darstellung ungebändigt tobender Naturgewalten wurde wie nie zuvor auf Zelluloid gebannt. Von beängstigenden Monsterwindhosen umhergewirbelte Häuser, Scheunen, Kühe, Benzinlaster und eine vom Winde verwehte "Shining"-Autokinovorführung versetzen den Zuschauer in verblüfftes Erstaunen. Die donnernd-tosenden Toneffekte tun ihr übriges, die extreme Wettereskalations-Show in unberührte Desaster-Dimensionen zu katapultieren. Der Tonpegel schwillt stellenweise zu ohrenbetäubender Brachialität an, und das frenetische Tempo der "Der Zauberer von Oz"-inspirierten Anfangssequenz (an dieser Stelle gebührt dem raffinierten Trailer großes Lob, der nicht den halben Film verschenkt) wird nicht nur aufrecht erhalten, sondern beständig bis zur Schmerzgrenze gesteigert. Bei einem dermaßen beeindrukkenden Technikaufwand tritt die Rahmenhandlung eher in den Hintergrund, was den hohen Unterhaltungswert jedoch kaum mindert. Ein Team von engagierten "Sturmjägern" unter der Leitung der abgebrühten Jo Harding (Helen Hunt aus der TV-Sitcom "Verrückt nach Dir" verstrahlt patenten Jederfrau-Charme) hat sich der heiklen Mission verschrieben, die unzähligen Datensensoren eines neu entwickelten Forschungsgeräts zwecks Verbesserung des Vorwarnungssystems just in den Tornandotrichter aufsteigen zu lassen. Der Erfinder ist Bill Harding (Bill Paxton aus "Apollo 13"), Jos in Scheidung lebender Ehemann. Als sich ihr gemeinsamer Erzrivale, der opportunistische Dr. Miller (Cary Elwes) für das Gerät feiern läßt, steigt Bill erneut ins Team ein und begibt sich mit seiner Verflossenen auf haarsträubende Terrortornado-Jagd.

Aufgrund der aufsehenerregenden High-Tech-Effekte läßt sich für die deutsche Kinolandschaft mit überwältigender Sicherheit ein meteorologischer Monsterhit vorhersagen, bei dem das Publikum vor Begeisterung ähnlich Amok laufen wird wie im Film die unberechenbare Natur! ara.

Wertung Questions?

FilmRanking: 4391 -747

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Twister
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 05.09.1996

USA 1996

Länge: 1 h 54 min

Genre: Action

Originaltitel: Twister

Regie: Jan de Bont

Drehbuch: Michael Crichton, Anne-Marie Martin

Musik: Mark Mancina

Produktion: Kathleen Kennedy, Ian Bryce, Michael Crichton

Kamera: Jack N. Green

Schnitt: Michael Kahn

Ticker

Kino&Co Newsletter

Hol' dir jetzt den KINO&CO Newsletter!
Der schnelle Überblick über unsere Blockbuster und Top-Gewinnaktionen der Woche.