Serienkiller-Thriller mit visuellen Tricks um einen Frauenmörder, der sich mit einem FBI-Agenten verbunden fühlt.

Kinostart: nicht bekannt

James Spader

James Spader
als Campbell

Marisa Tomei

Marisa Tomei
als Polly

Keanu Reeves

Keanu Reeves
als Griffin

Ernie Hudson
als Ibby

Chris Ellis
als Hollis

Joseph Sikora
als Skater

Robert Cicchini
als Mitch

Yvonne Niami
als Lisa

Jenny McShane
als Diana

Gina Alexander
als Sharon

Rebakah Louise Smith
als Ellie

Scott A. Martin
als F.B.I. Agent

Handlung

FBI-Agent Joel Campbell ist nur noch ein Wrack seit Serienmörder David Allen Griffin seine Geliebte ermordete. Campbell flüchtet von L.A. nach Chicago, doch Griffin folgt ihm, schickt ihm Fotos seiner vorgesehenen Opfer und gibt ihm Zeit bis zum nächsten Abend, sie ausfindig zu machen. Zwei mal versagt Campbell. Schließlich hat es der Killer auf Campbells Psychotherapeutin abgesehen.

FBI-Agent Joe Campbell hat sich bei der vergeblichen Jagd auf einen Serienmörder Gesundheit und Seelenheil ruiniert, weshalb er um seine Versetzung von L.A. nach Chicago bittet, wo er sich in die Therapie der schönen Psychiaterin Polly begibt. Seine alte Nemesis lässt ihrem Lieblingsfahnder derweil auch am Lake Michigan keine Ruh und bombardiert Campbell unverdrossen mit Nachrichten von bzw. Hinweisen auf neuerliche Untaten. Als schließlich Polly ins Visier des Psychos rückt, sieht sich Campbell zum verzweifelten Befreiungsschlag genötigt.

Kritik

In der Vielfalt liegt die Würze. Zumindest Keanu Reeves scheint das Motto verinnerlicht zu haben, denn nach dem Bombenerfolg von "Matrix" konnte man ihn in USA als abgehalfterten Footballspieler in "The Replacements" und jetzt als garstigen Psychopathen in dem Serienkiller-Thriller "The Watcher" erleben. Was ihm oft als hölzernes Untalent angekreidet wird, kommt ihm in diesem Part deutlich Zugute. Und so liefert er mit kaltem, abwesenden Blick eine überzeugende Performance als durchgedrehter Frauenmörder. Die Inszenierung geht auf das Konto des Musikvideoregisseurs (u.a. für Reeves' Band Dogstar) Joe Charbanic, der der altbekannten Story vom Cop und Killer mit visuellen Gimmicks neues Leben einzuhauchen versucht.

FBI-Agent Joel Campbell (James Spader) ist ein emotionales und körperliches Wrack, denn der Serienmörder David Allen Griffin hat neben zahlreichen anderen Frauen auch seine Geliebte auf dem Gewissen. Er flüchtet sich von Los Angeles nach Chicago und lässt sich vom Dienst suspendieren, nur um nach kurzer Zeit festzustellen, dass Griffin ihm gefolgt ist und sein mörderisches Treiben fortsetzt. Er fühlt sich mit dem Agenten verbunden und hat sich eine neue Methode ausgedacht, ihr Katz-und-Mausspiel aufregender zu gestalten: Er schickt Campbell Fotos seines jeweiligen vorgesehenen Opfers und gibt ihm Zeit bis zum nächsten Abend, sie ausfindig zu machen. Zwei mal versagt der entnervte Cop und zwei einsame Mädchen, deren Gewohnheiten Griffin eingehend beobachtet hat (daher der Titel), müssen einen grausamen Tod durch Erwürgen erleiden. Schließlich hat es der Killer auf Campbells Psychotherapeutin Polly (Oscar-Gewinnerin Marisa Tomei in einer eindimensionalen Rolle) abgesehen, und in einem leerstehenden Fabrikgebäude kommt es zum feurigen Finale.

Wie David Fincher in seinem Klassiker "Sieben" arbeitet Charbanic mit visuellen Verfremdungen, die sich hier jedoch weniger homogen ins Gesamtkonzept einfügen. Kameraveteran Michael Chapman ("Taxi Driver", "Wie ein wilder Stier") arbeitet mit Zeitraffer und Zeitlupe, wechselt Film- mit grobkörnigen Videoaufnahmen ab, benutzt Weichzeichner und Verzerrerlinsen. Und doch täuschen diese nett anzusehenden Effekte nicht über eine wenig originelle Story hinweg, in der nur sporadisch Spannung aufkommen will. Spader müht sich, seinem gebeutelten Agenten Tiefe abzugewinnen, doch kann er ihn nicht aus dem festen Griff der Klischees befreien. In den USA gelang es diesem Ausflug in die Gefilde von (besseren) Filmen wie "Copykill" oder "Das Schweigen der Lämmer" in Anbetracht mangelnder Konkurrenz, an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden die Spitzenposition der Charts zu belegen. ara.

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Info

Plakat des Films: The Watcher
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: nicht bekannt

USA 2000

Länge: 1 h 37 min

Genre: Thriller

Originaltitel: The Watcher

Regie: Joe Charbanic

Drehbuch: David Elliot, Clay Ayers

Musik: Marco Beltrami

Produktion: Nile Niami, Christopher Eberts, Elliott Lewitt, Jeff Rice

Kamera: Michael Chapman

Schnitt: Richard Nord

Ausstattung: Brian Eatwell, Maria Caso, Jeff Wallace

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