TV-Thriller mit Heino Ferch als Polizist unter Korruptionsverdacht.

Kinostart: nicht bekannt

Heino Ferch

Heino Ferch
als Klaus Rottmann

Heikko Deutschmann

Heikko Deutschmann
als Wolfgang Zacher

Elke Winkens

Elke Winkens
als Corinna Rottmann

Elyas M'Barek
als Deniz

Sönke Möhring
als Sven

Jef Bayonne
als Claude

Iris Böhm
als Caroline Brandt

Max Hopp
als R

Meret Becker
als Nina

David Schlichter
als David

Thomas Bading

Natascha Bub
als Kathi

Kritik zu Rottmann schlägt zurück

Konventionell erzählter Polizei-Thriller von Autor und Regisseur Mark Schlichter, der vor allem durch seinen spannenden Plot und das stimmig besetzte Darsteller-Ensemble besticht.

Klaus Rottmann, Leiter eines Sondereinsatzkommandos der Polizei, wird aufgrund einer Intrige unschuldig zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Nach der Entlassung macht er sich auf, um die Wahrheit ans Tageslicht zu bringen und den Verräter aus den eigenen Reihen zu stellen.

Ebenso konventionell, wie die Rachegeschichte von "Rottmann schlägt zurück" angelegt ist, wählt auch Regisseur und Autor Mark Schlichter die Schauplätze seines Polizeithrillers aus. Das düstere Gefängnis, die verlassenen Lagerhalle für konspirative Treffen oder das opulent ausgestattete Büro des smarten, aber zwielichtigen türkischen Geschäftsmanns sind bekannte Genre-Versatzstücke, die hier zum Einsatz kommen.

Dennoch vermeidet es Schlichters Film konsequent, zu tief in den Klischee-Topf zu greifen. Auch Hauptdarsteller Heino Ferch erinnert als Rottmann an das oft bemühte Bild des "deutschen Bruce Willis", weiß aber in dieser Rolle durchaus zu gefallen. Zumal es ihm gerade in den emotionalen Szenen, in denen die problematische Beziehung zu seinem heranwachsenden Sohn und seiner Ehefrau thematisiert wird, gelingt, der Figur ein Profil ein zu verleihen, das weit über den simplen "Rächer" hinausgeht.

Überhaupt sind es die treffsicher ausgewählten Darsteller die "Rottmann schlägt zurück" aus dem Mittelmaß der Fernsehfilm-Unterhaltung hervorstechen lassen. Neben Ferch und Elyas M'Barek als seinem einzigen Vertrauten unter den alten Kollegen sind es gerade auch Nebenfiguren wie Meret Becker als mütterliche Rottmann-Freundin und Barfrau Nina und Erdal Yildiz als nur vordergründig freundlicher Drogenclan-Chef Arslan, die die Handlung des Thrillers tragen.

Zudem gelingt es Schlichter, über die gesamten 90 Minuten hinweg Spannung aufzubauen und zudem ohne übertrieben Gewalt- und Actionszenen auszukommen. "Rottmann schlägt zurück" ist temporeich erzählt, setzt aber auch an den richtigen Stellen ruhigere Akzente, um die Charaktere der Figuren herauszuarbeiten.

Da verzeiht der Zuschauer auch das etwas "angeklebt" wirkende Happy End, das aber immerhin mit einer personellen Überraschung aufwarten kann - und ganz nebenbei auch inhaltlich die Option auf eine Fortsetzung von Rottmanns Geschichte bietet. jl.

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Info

Plakat des Films: Rottmann schlägt zurück

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2010

Genre: Thriller

Originaltitel: Rottmann schlägt zurück

Regie: Mark Schlichter

Drehbuch: Mark Schlichter

Musik: Klaus Wagner

Produktion: Karl-Eberhard Schäfer, Norbert Walter

Kostüme: Gioia Raspé

Kamera: Philipp Sichler

Schnitt: Julia Oehring

Ausstattung: Lars Lange