Heatwave – Spiel mit dem Feuer (2022)
Original-Titel: HeatwaveSo cheesy und camp wie in den 2000er, aber 20 Jahre zu spät: In „Heatwave“ verliert sich Kat Graham in einem Netz aus Lügen und Geheimnissen.
Die Handlung von Heatwave – Spiel mit dem Feuer
Claire (Kat Graham) ist eine junge, karrierebewusste Frau, die scheinbar alles hat – eine neue Stelle in einer renommierten Immobilienagentur, die Leitung eines aufregenden Projekts und eine neue Romanze. Doch ihr Leben gerät aus den Fugen, als sie inmitten einer der größten Hitzewellen aller Zeiten herausfindet, dass sie sich ausgerechnet in die Frau ihres Chefs verliebt hat. Geheimnisse werden aufgedeckt und dunkle Motive, die mit ihrer Vergangenheit zu tun haben, kommen ans Licht, während sie in diesem knisternden Thriller darum kämpft, sich zu verteidigen – und den Tod ihres Bosses aufzuklären...
Kritik zu Heatwave – Spiel mit dem Feuer
Kein Wunder eigentlich, dass „Heatwave“ aktuell so stark auf Netflix trendet. Der Film erschien schon 2022, bekam damals aber kaum Beachtung und dominiert gerade trotzdem die Netflix-Filmcharts. Warum? Weil uns „Heatwave“ an die guten alten 2000er erinnert. Schon 2022 zum Release fühlte sich der erotisch aufgeladene Thriller von Hallmark-Regisseur Ernie Barbarash semi veraltet an, aus heutiger Sicht nennt man das dann eben Nostalgie. Der Thriller strotzt nur so vor Cheese und handzahmen FSK-12-Sexszenen, die mit schmalzigen R&B-Nummern untermalt sind.
Und obwohl die Story vorhersehbarer und plumper kaum sein könnte, macht „Heatwave“ einfach irgendwie Spaß. Das liegt dann vor allem an den Darstellern, Kat Graham und Sebastian Roché treten dem Skript zum Trotz maximal professionell auf. Und der Name ist Programm: „Heatwave“ macht die titelgebende Hitzewelle zum Protagonisten und hilft enorm, das ansonsten doch sehr inhaltsarme Thriller-Konstrukt zu tragen.
Generell macht Kat Graham scheinbar alles richtig. Ziemlich schnell hat die Schauspielerin nach „Vampire Diaries“ erkannt, dass ihr die ganz große Karriere wahrscheinlich verwehrt bleibt. Also hat sie sich für den Weg des Trashs entschieden: Neben zahlreichen, eher mittelmäßigen bis soliden Netflix-Exklusivproduktionen, darunter „How It Ends“ und „Love in the Villa“, verdient sich Graham ihre Brötchen am liebsten mit TV-Filmchen und B-Movies.
So hat man immer wieder das Gefühl, ein Film könnte doch irgendwie Potenzial haben, wenn man Kat Grahams Namen liest. Auch wenn letztlich das Gegenteil der Fall ist. Ein wenig ist Kat Graham also die weibliche Version von Liam Neeson, Bruce Willis und Co.