Kinostart: 06.04.1995

Die Handlung von Gefährliche Wildnis

Nach einem Bootsunfall wird der vierzehnjährige Angus mutterseelenallein an die rauhe Küste im Nordwesten Amerikas gespült. Bei seinem langwierigen Überlebenskampf in den Wäldern und Unwirtlichkeiten der Natur steht ihm nur sein treuer und pfiffiger Hund zur Seite. Während die Eltern die Hoffnung fast aufgegeben haben, beginnt das Abenteuer erst richtig.

Der 13jährige Angus und dessen zugelaufener Labrador Yellow begleitet seinen Vater bei einem mehrtägigen Bootstrip. Dabei erleiden sie auf stürmischer See Schiffbruch. Während John von der Küstenwache aufgefischt wird, werden Angus und Hund an eine abgelegene Bucht gespült. Nach vergebenem Warten auf Rettung begibt er sich landeinwärts in die Wildnis. Dort gibt es zahlreiche lebensbedrohende Abenteuer zu bestehen, bevor Angus nach drei Wochen gerettet wird. Yellow bleibt zurück. Für immer?

Mit einer Mischung aus "Wolfsblut", "Lassie" und Disneys "Zurück nach Hause" sorgt "Gefährliche Wildnis" für Abenteuerspannung. Während die besorgten Eltern weitgehend farblos bleiben, beweist der junge Newcomer Jesse Bradford Talent.

Kritik zu Gefährliche Wildnis

Far From Home - The Adventures of Yellow Dog Seit Jahrzehnten ist der Hund als des Menschen bester Freund ein beliebtes Filmthema, das auch in dem Abenteuerdrama "Gefährliche Wildnis" aufgegriffen wird. Der im Original etwas irreführende Titel unterschlägt, daß das Abenteuer - in diesem Fall ein für die Verhältnisse eines Familienfilms knallharter Überlebenskampf - nicht einzig von einem Labrador namens Yellow durchzustehen ist, sondern ihm zur Seite - oder umgekehrt - steht der 13jährige Angus McCormick. Der deutsche Verleihtitel "Gefährliche Wildnis" kommt dem Kern deutlich näher. Die McCormicks sind im kanadischen Westküstenstaat British Columbia zu Hause. Unvermutet sitzt eines Tages ein herrenloser Hund vor der Tür, der nach anfänglicher Skepsis der Eltern zum neuen Haushaltsfaktotum avanciert. Als Angus seinen Vater John (Bruce Davidson) bei einer mehrtägigen Bootsfahrt begleitet, erleiden sie in stürmischer See Schiffbruch. Während John von der Küstenwache aufgefischt wird, wird Angus samt animalischem Anhang an eine abgelegene Bucht gespült. Der einfallsreiche Junge wartet neun Tage, in denen er sich vor allem von Fischen ernährt, auf seine Rettung, bevor er sich landeinwärts in die Wildnis begibt. Dort muß er sich mit Wölfen, einem Berglöwen und in erster Linie mit seinem wachsenden Hunger und seiner schwindenden Hoffnung auseinandersetzen. Die Bestien schlägt Yellow in die Flucht, harmloseres Wild wie eine Maus und einen Hasen erschlägt Angus für den kulinarischen Verzehr. Auf dem Survival-Speiseplan stehen zudem Würmer, Motten und Käfer, die Angus aber dank einer gnädigen Drehbuchwendung in Schokoladenbrei tauchen darf. Im Gegenschnitt wird die dreiwöchige emotionale Tortur seiner Familie gezeigt, wobei Mutter Katherine (Mimi Rogers) sich vehement weigert, ein Einstellen der Suchaktion hinzunehmen. Bei der spektakulären Helikopterrettung über einer Gebirgsschlucht, stürzt der treue Yellow in die Tiefe und sorgt somit seinerseits für Dramatik, bis er ein paar Wochen später erschöpft zurückkehrt. Regisseur und Drehbuchautor Philip Borsos legt sein Augenmerk mehr auf malerische Landschaftsaufnahmen, als sich auf einen schlüssigen Erzählstrang zu konzentrieren. Lobenswert ist die schauspielerische Leistung des talentierten Jesse Bradford - man fühlt während seiner harschen Odyssee mit ihm und für ihn. Insgesamt betrachtet ist "Gefährliche Wildnis" kaum mehr als Durchschnittsware. Ein durchschlagender kommerzieller Erfolg wird von dem für kleine Kinder schwer verdaulichen Inhalt zusätzlich erschwert. ara.

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Info

Plakat des Films: Gefährliche Wildnis
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 06.04.1995

USA 1995

Länge: 1 h 20 min

Genre: Drama

Originaltitel: Far from Home: The Adventures of Yellow Dog

Regie: Phillip Borsos

Musik: John Scott

Produktion: Peter O'Brian

Kamera: James Gardner

Schnitt: Sidney Wolinsky