Kraftvolles Drama über einen verzweifelten Vater, der den Mann sucht, der die Schuld am Tod seines Sohnes trägt.

Kinostart: nicht bekannt

Joaquin Phoenix

Joaquin Phoenix
als Ethan Learner

Jennifer Connelly

Jennifer Connelly
als Grace Learner

Elle Fanning

Elle Fanning
als Emma Learner

Mark Ruffalo
als Dwight Arno

Mira Sorvino
als Ruth Wheldon

Sean Curley
als Josh Learner

Antoni Corone
als Sergeant Burke

John Slattery
als Steve

Gary Kohn
als Norris Wheldon

Eddie Alderson
als Lucas Arno

Linda Dano
als Gro

Die Handlung von Ein einziger Augenblick

Der frisch geschiedene Dwight (Mark Ruffalo) erfasst mit erhöhter Geschwindigkeit nachts einen Jungen und begeht in Panik Fahrerflucht - denn er will nicht seinen geliebten Sohn an Ex-Frau Ruth (Mira Sorvino) verlieren. Collegeprofessor Ethan (Joaquin Phoenix) sieht hilflos zu, wie sein Kind stirbt. Er, seine Frau (Jennifer Connelly) und Tochter Emma (Elle Fanning) trauern. Da die Polizei keine echte Spur findet, verlangt es Ethan immer verzweifelter nach Vergeltung.

Eindringlich befasst sich Terry George ("Hotel Ruanda") erneut mit den verheerenden Folgen menschlicher Taten: Was Schuld, Trauer, Rache und Vergebung bei den psychologisch genau gezeichneten Figuren der stark aufspielenden Stars auslösen, beschreibt er mit emotionaler Wucht.

Dwight Arno, frisch geschieden, fährt nachts nach einem Baseballspiel mit seinem zehnjährigen Sohn Sam nach Hause. Zu spät realisiert er einen ebenfalls zehnjährigen Jungen, Josh, der am Wegrand steht: Er überfährt ihn und flieht in seiner Panik. Collegeprofessor Ethan Learner muss mitansehen, wie sein Sohn angefahren wird und stirbt. Während Dwight von sich selbst angewidert mit sich kämpft, ob er sich der Polizei stellen soll, macht sich Ethan auf die Suche nach dem Mörder seines Sohnes.

Dwight Arno, frisch geschieden, fährt nachts nach einem Baseballspiel mit seinem Sohn Sam nach Hause. Zu spät bemerkt er einen ebenfalls zehnjährigen Jungen, Josh, der am Wegrand steht: Er überfährt ihn und flieht in seiner Panik. Professor Ethan Learner muss mitansehen, wie sein Sohn angefahren wird und stirbt. Während Dwight mit sich kämpft, ob er sich der Polizei stellen soll, macht sich Ethan auf die Suche nach dem Mörder seines Sohnes und sucht ausgerechnet in Arnos Anwaltsbüro nach Unterstützung.

Kritik zu Ein einziger Augenblick

Als besonnene Antwort auf jüngste Selbstjustizfilme erforscht das starbesetzte Fahrerfluchtdrama von Terry George ("Hotel Ruanda") die seelischen Abgründe um Schuld, Verlust, Trauer und Vergeltung.

Nach seinem erschütternden Völkermorddrama, das dreifach für den Oscar nominiert war, beweist der Nordire Terry George erneut seine Klasse als packender Chronist emotionaler Ausnahmezustände und gravierender Folgen menschlicher Taten. Dafür kann er auf die Qualitäten einer Riege Oscar-prämierter Hollywoodstars zählen, die ihr Bestes geben, um die Qualen zweier Familien zutage zu fördern, die ein tödlicher Unfall an der Reservation Road - so der Originaltitel - mit anschließender Fahrerflucht auslöst.

Collegeprofessor Ethan (Joaquim Phoenix), Vater zweier Kinder, erlebt nach einem Konzertabend seines Sohnes Josh, wie ein Unbekannter im dunklen SUV den Zehnjährigen frontal erfasst und tötet. Der Wagen gehört Dwight (Mark Ruffalo), der nach einem Spiel der Boston Red Sox mit seinem Sohn Lucas verspätet zu Ex-Frau Ruth (Mira Sorvino) unterwegs ist, um Ärger beim Besuchsrecht zu vermeiden. Aus Angst, den geliebten Sohn endgültig zu verlieren, stellt er sich nicht und wird von tonnenschwerer Gewissenslast förmlich erdrückt. Als Ethan nach dem Schock feststellen muss, dass die Polizei kaum Anhaltspunkte hat und den Fall bald aufgeben wird, wird er selbst aktiv und entwickelt in seiner Wut obsessive Rachepläne, die seine Ehe mit Grace (Jennifer Conelly) zerstört. In seiner Verzweiflung wendet er sich ausgerechnet an Anwalt Dwight, der den Ermittlern Druck machen soll. Diese und weitere unheilbringende Verflechtungen zwischen den beiden Familien - in der Kleinstadt nahezu unvermeidlich - bedingen eine geradezu unerträglich spannende Situation, die wie eine griechische Tragödie ausufert.

Im Mittelpunkt des Interesses steht die Psychologie von Täter und Opfer: Statt zu verurteilen, untersucht George die negativen Folgen eines einzigen Augenblicks, der zwei Leben ruiniert. Er treibt seinem Film allen potenziellen Hollywood-Glamour aus, verortet die Geschichte im schmucklosen Vorstadtmilieu und verwandelt seine Stars in Normalbürger. Das schafft Glaubwürdigkeit und Fallhöhe, woraus das Drama seine Kraft schöpft. Gerät das Drehbuch an manchen Stellen zu konventionell, gleicht das die sensible Regie mühelos aus. Zwar wäre mancher Gefühlsausbruch weniger mehr gewesen, doch das bedrückende Krisenstück reiht sich mühelos in die Tradition von "L.A. Crash" und "Mystic River" ein. tk.

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Info

Plakat des Films: Ein einziger Augenblick
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: nicht bekannt

USA 2007

Länge: 1 h 42 min

Genre: Drama

Originaltitel: Reservation Road

Regie: Terry George

Drehbuch: Terry George, John Burnham Schwartz

Musik: Mark Isham

Produktion: Nick Wechsler, A. Kitman Ho

Kostüme: Catherine George

Kamera: John W. Lindley

Schnitt: Naomi Geraghty

Ausstattung: Ford Wheeler