Bei seiner Rückkehr zum Horrorgenre schickt "Tanz der Teufel"-Regisseur Sam Raimi eine unbedarfte Bankangestellte schnurstracks in die Hölle.

Kinostart: 11.06.2009

Alison Lohman

Alison Lohman
als Christine

Justin Long

Justin Long
als Clay

Dileep Rao
als Rham Jas

Lorna Raver
als Mrs. Ganush

Adriana Barraza
als Shaun San Dena

Molly Cheek
als Trudy Dalton

David Paymer
als Mr. Jacks

Reggie Lee
als Stu Rubin

Chelcie Ross
als Leonard Dalton

Handlung

Christine (Alison Lohman) lebt glücklich mit ihrem Freund Clay (Justin Long) in Los Angeles und arbeitet in der Finanzbranche. Um vor ihrer hinterlistigen Kollegin die ersehnte Beförderung zu ergattern, müsste sie allerdings eine harte Entscheidung fällen. Also übervorteilt sie bei der Kreditvergabe eine Zigeunerin, die dadurch ihr Obdach verliert - und sich mit einem fiesen Fluch revanchiert. Nun bricht die Hölle los! Nur ein Seher (Dileep Rao) weiß Rat.

Stephen Kings

Die Bankangestellte Christine Brown ist eine gute Seele, was sich als nachteilig erweist, wenn es um die kritische Vergabe von Krediten geht. Zumindest wird sie von ihrem Chef Mr. Jacks gedrängt, härter mit den Kunden umzugehen. Weshalb Christine entgegen ihrer eigentlichen Überzeugung einer alten Zigeunerin trotz ihres Flehens und Bettelns ein Darlehen verweigert. Die Zigeunerin reagiert mit Hass und schwört Christine, in drei Tagen würde sie zur Hölle fahren. Kurz darauf ereignen sich merkwürdige Ereignisse.

Die Bankangestellte Christine Brown ist eine gute Seele, was sich als nachteilig erweist, wenn es um die kritische Vergabe von Krediten geht. Zumindest wird sie von ihrem Chef Mr. Jacks gedrängt, härter mit den Kunden umzugehen. Weshalb Christine entgegen ihrer eigentlichen Überzeugung einer alten Zigeunerin trotz ihres Flehens und Bettelns ein Darlehen verweigert. Die Zigeunerin reagiert mit Hass und schwört Christine, in drei Tagen würde sie zur Hölle fahren. Kurz darauf ereignen sich merkwürdige Ereignisse.

Kritik

Nach mehr als fünf Jahren an der Seite des "Spider-Man" lässt Sam Raimi wieder die Teufel tanzen und kehrt mit seinem ersten Horrorfilm seit mehr als 20 Jahren wieder zu seinen Anfängen zurück.

Wenn man heute einen Blick auf "Tanz der Teufel" wirft, kann man beim besten Willen nicht mehr verstehen, warum das Debüt von Sam Raimi vor einem Vierteljahrhundert den Zorn von Jugendschützern so sehr entfachte, dass der Film schließlich von der Staatsanwaltschaft kassiert und beschlagnahmt wurde und sich ein jahrelanger Rechtsstreit um das Schicksal des effektvollen Schreckensritts anschloss. Gewiss, "Tanz der Teufel" lebt auch von drastischen Momenten, aber es überwiegt doch ein beinahe humorvoller Ton mit einer Liebe zum Slapstick, der die kruden Splatterattacken und Schockmomente gut ausbalanciert. Zwischen Schmunzeln und Erschrecken oszilliert nun auch Raimis Rückkehr zu seinen Wurzeln, ein naher Verwandter von "Tanz der Teufel 2", ohne allerdings dessen manische Energie reproduzieren zu können. Das Brutalste an "Drag Me to Hell" ist sein Titel - graphisch dargestellte Gewalt findet entweder gar nicht statt, oder aber auf ähnlich grotesk augenzwinkernde Weise wie bei den Three Stooges oder den "Roadrunner"-Cartoons.

Auf gut deutsch: Ernst muss man nichts nehmen, wenn Raimi die arme Alison Lohman als einfache Bankangestellte Charlotte, die einer Zigeunerin trotz Bitten und Flehens eine Verlängerung einer Stundung verweigert, mit einem Fluch belegt und in die Hölle schickt. Das allerdings mit ausreichend Umwegen, um die Möglichkeiten des filmischen Buh-Machens in ein paar bisweilen beeindruckenden Sequenzen bis an seine Grenzen auszureizen, auch wenn einem schnell klar wird, dass Raimi wenig mehr einfällt, als immer denselben Schockeffekt zu variieren. Wer sich darauf einlassen kann, der wird durchaus durch ein Wechselbad der Gefühle geschickt, auch wenn die Erzählung am Simplizität kaum zu überbieten ist. Lohman, die kurzfristig Ellen Page ersetzte, erweist sich als sympathische Hauptdarstellerin und als willfähriges Opfer, die dem insgesamt etwas zu lichtdurchfluteten Film auch einen klassischen Moment schenkt: Wenn Raimi sie beim Ausbuddeln der Leiche ihrer verschiedenen Peinigerin von unten filmt, im strömenden Regen, als Amazone, die endlich ihr Schicksal in eigenen Händen hält. Das ist dann wahrhaft unwiderstehlich. ts.

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Info

Plakat des Films: Drag Me to Hell
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 11.06.2009

USA 2009

Länge: 1 h 39 min

Genre: Horror

Originaltitel: Drag Me to Hell

Regie: Sam Raimi

Drehbuch: Ivan Raimi, Sam Raimi

Musik: Christopher Young

Produktion: Robert G. Tapert, Grant Curtis

Kostüme: Isis Mussenden

Kamera: Peter Deming

Schnitt: Bob Murawski

Ausstattung: Steven Saklad

Website: http://www.dragmetohell.net

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