Leidenschaftstragödie um eine zwischen erfahrenem Libertin und eifersüchtigen Lover hin und her gerissene junge Frau.

Kinostart: 10.01.2008

Ludivine Sagnier

Ludivine Sagnier
als Gabrielle Deneige

Benoît Magimel

Benoît Magimel
als Paul Gaudens

François Berléand

François Berléand
als Cherles Saint-Denis

Caroline Sihol
als Genevi

Etienne Chicot
als Denis Deneige

Mathilda May
als Capucine Jamet

Marie Bunel
als Marie Deneige

Valéria Cavalli
als Dona Saint-Denis

Thomas Chabrol
als Ma

Jean-Marie Winling
als G

Didier Bénureau
als Philippe Le Riou

Die Handlung von Die zweigeteilte Frau

Die hinreißend schöne Wetterfee Gabrielle (Ludivine Sagnier) erliegt dem Werben des Star-Autors und notorischen Frauenverführers Charles Saint-Denis (Francois Berléand). Gabrielle ahnt nicht, dass ihre sexuell freizügige Liebschaft für Charles nur erotische Abenteuer sind, für die er seine Ehe mit Dona (Valéria Cavalli) nicht aufs Spiel setzen würde. Zugleich buhlt der reiche Erbe Paul Gaudens (Benoît Magimel) um Gabrielles Gunst und löst ein gefährliches Eifersuchtsdrama aus.

Altmeister Claude Chabrol stellt eine Frau zwischen zwei Männer, was in seinem erotisch aufgeladenen, hervorragend gespielten Drama in einem Verbrechen aus Leidenschaft gipfelt. Gewohnt scharfsichtig und sarkastisch führt er in eine Welt aus Täuschung und Schein.

Die 25-jährige Wetterfee Gabrielle verfällt dem berühmten Schriftsteller Charles. Doch der denkt nicht im Traum daran, seine Ehe aufzugeben. Indes versucht der reiche Erbe Paul, die Mademoiselle für sich zu gewinnen. Als Charles Gabrielle über die erträgliche Grenze hinaus demütigt, entscheidet sie sich für eine Reise mit Paul und heiratet ihn, um finanziell abgesichert sein.

Die 25-jährige Gabrielle begleitet den berühmten Schriftsteller Charles in dessen Wohnung. Sie wirft sich in einen Strudel düsterer Obsessionen, und erfüllt die Wünsche des glücklich Verheirateten. Parallel dazu versucht auch der labile Paul die Mademoiselle für sich zu gewinnen. Als Charles sie über die Maßen demütigt, entscheidet sich Gabrielle für eine Reise mit dem Rivalen und später zur Heirat. Dennoch wächst beim ungeliebten Ehemann der Hass auf den anderen, der ihm jederzeit den Besitz streitig machen kann.

Kritik zu Die zweigeteilte Frau

Leidenschaftstragödie im dekadenten Milieu der Großbourgeoisie um eine zwischen erfahrenem Libertin und eifersüchtigen Lover hin und her gerissenen jungen Frau.

Wenn bei Claude Chabrol zwei Konkurrenten um eine Schönheit buhlen, blühen die Blumen des Bösen. Der Mensch ist bei ihm nicht gut, und schon mal gar nicht, wenn es um Liebe und Triebe geht. Begriffe, die zwischen den Geschlechtern missgedeutet und verwechselt werden. Die 25jährige Gabrielle steht am Beginn eines leidvollen Abenteuers, als sie erstmals den berühmten Schriftsteller Charles in dessen romantische Pariser Wohnung begleitet. Dabei scheint ihr das Klingelschild mit dem Namen "Paradies" dasselbige zu versprechen. Sie wirft sich in einen Strudel düsterer Obsessionen, erfüllt die Wünsche des glücklich Verheirateten, dem es einfach Spaß macht zu sehen, wie die blonde TV-Wetterfee ihm immer mehr verfällt. Nicht im Traum denkt er daran, seine Ehe aufzugeben. Parallel dazu versucht auch der labile Paul, reicher Erbe unter mütterlicher Fuchtel, die Mademoiselle für sich zu gewinnen. Erst als das grauhaarige Objekt der Begierde sie über die erträgliche Grenze hinaus demütigt, entscheidet sie sich für eine Reise mit dem in sie verknallten Rivalen und später zur Heirat, zur Abfederung in einer Versorgungsehe, die Liebe und Sicherheit, Schutz und Wohlstand verspricht. Trotz weiblicher Beute wächst beim ungeliebten Ehemann der Hass auf den anderen, der ihm jederzeit den Besitz streitig machen kann. Natürlich endet diese "ménage à trois" böse, in einem Verbrechen aus Leidenschaft. Ein exquisites Triangel aus Erotik, Lügen und dunklen Geheimnissen bilden Ludivine Sagnier, Benoît Magimel und François Berléand. Der süffisante Gesellschaftsanalyst Chabrol lässt es sich mal wieder nicht nehmen, die Großbourgeoisie als Südenpfuhl zu zeigen, in dem unschuldige und die perfiden Rituale nicht beherrschende Außenseiter gnadenlos untergehen. Die Welt des trügerischen Scheins, symbolisiert vom Fernsehen, verweist schon auf die Entwicklung der Figuren, die ihr Sein nicht in den Griff kriegen, die Wirklichkeit nur verzerrt wahrnehmen. So ist Gabrielle "zweigeteilt", nicht nur zwischen zwei Egomanen, sondern auch zwischen zwei sozialen Klassen - ein Lieblingsthema des 77jährigen Bonvivants, dem hier manchmal allerdings die Altherrenfantasien durchgehen. Was die verführerische Beauty am nicht gerade knackigen Lüstling oder am jungen aufgeregten Schnösel findet, gehört zu den Rätseln der weiblichen Psyche dieses Films. Am Schluss steht die bittere Erkenntnis: Die Realität ist ohne jede Romantik. mk.

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Info

Plakat des Films: Die zweigeteilte Frau
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 10.01.2008

Deutschland/Frankreich 2007

Länge: 1 h 55 min

Genre: Drama

Originaltitel: La fille coupée en deux

Regie: Claude Chabrol

Drehbuch: Claude Chabrol, Cecile Maistre

Musik: Matthieu Chabrol

Produktion: Patrick Godeau

Kostüme: Mic Cheminal

Kamera: Eduardo Serra

Schnitt: Monique Fardoulis

Ausstattung: Françoise Benoît-Fresco