Von Sam Raimi produzierte Comicadaption, in der Vampire die einmonatige Dunkelheit einer arktischen Kleinstadt blutig ausnützen.

Kinostart: 08.11.2007

Josh Hartnett

Josh Hartnett
als Eben Oleson

Melissa George

Melissa George
als Stella Oleson

Ben Foster

Ben Foster
als Der Fremde

Danny Huston
als Marlow

Mark Boone Junior
als Beau Brower

Mark Rendall
als Jake Oleson

Joel Tobeck
als Doug Hertz

Amber Sainsbury
als Denise

Handlung

Jeden Winter wird die einsam gelegene Stadt Barrow in Alaska 30 Tage lang in völlige Finsternis getaucht. Während der Polarnacht verreisen die meisten Einwohner in den Süden. Das hätten sie diesen Winter besser früher getan: Eine mysteriöse Gruppe Fremder taucht auf und entpuppt sich als Vampirbrut. Die Nachtwesen haben alle Vorteile auf ihrer Seite, die Einwohner auszusaugen. Nur Sheriff Eben (Josh Hartnett) und seine Noch-Ehefrau Stella (Melissa George) stellen sich ihnen entgegen und versuchen bis zum ersten Tageslicht zu überleben.

Josh Hartnett ("Pearl Harbor") führt eine Riege von Hollywood-Jungstars an im schaurigen Kampf gegen eine Horde Vampire. Unter den Fittichen von Horrorproduzent Sam Raimi ("Der Fluch") adaptiert David Slade ("Hard Candy") die graphic novel von Steve Niles.

30 Tage in jedem Winter versinkt eine Kleinstadt in Alaska in ununterbrochene Dunkelheit. Als eine Gruppe von Vampiren den Schutz der Nacht ausnützt und unter den Menschen einfällt, färbt sich der Schnee blutrot. Eine Handvoll Überlebender unter der Führung des Sheriffs versteckt sich vor dem Terror, der unerbittlich nach weiteren Opfern sucht und sie auch findet, als die Belagerten einen Ausbruch wagen.

30 Tage in jedem Winter versinkt eine Kleinstadt in Alaska in ununterbrochene Dunkelheit. Als eine Gruppe von Vampiren den Schutz der Nacht ausnützt und unter den Menschen einfällt, färbt sich der Schnee blutrot. Eine Handvoll Überlebender unter der Führung des Sheriffs versteckt sich vor dem Terror, der unerbittlich nach weiteren Opfern sucht und sie auch findet, als die Belagerten einen Ausbruch wagen. Es kommt zum entscheidenden Duell, das die Menschen nur mit Hilfe einer Wahnsinnstat gewinnen können.

Kritik

Atmosphärischer Schocker über eine Vampirgang, die eine Stadt im arktischen Dauerdunkel terrorisiert.

Weil Vampire im Horrorgenre nicht aussterben dürfen, müssen sie oder ihr Umfeld regelmäßig neu erfunden werden. Die "Blade"-Trilogie oder "Underworld" thematisieren Modifikationen der Spezies, diese Verfilmung einer Graphic Novel von Steve Niles akzentuiert dagegen einen originellen Schauplatz und Spannungsverstärker. 30 Tage lang fällt eine Kleinstadt in Alaska jeden Winter in Dunkelheit. Das schwächt die Gemüter ihrer Bewohner, stärkt aber die Bloodhoundgang von Vampir Marlow (Danny Huston), die nach dem Rückzug der Sonne unbedroht verschneite menschliche Refugien in Blut tauchen kann.

Der zweite Kinofilm von David Slade, der mit seinem intensiven, wenn auch im Finale nicht ausgereiften Debütschocker "Hard Candy" beeindruckte, beginnt wie eine Verbeugung vor John Carpenters eisigem "Das Ding aus einer anderen Welt" und endet mit einer romantischen Note auf den Spuren von "Blade 2".

Slades Blutsauger gehen strategisch vor, legen den Energie- und Kommunikationsstrom der Stadt lahm und reduzieren dann mit Speedattacken die Bevölkerung. Unter der Führung des Sheriffs (Josh Hartnett) versteckt sich eine kleine Gruppe Überlebender unbemerkt in einem Speicher, darunter seine entfremdete Frau, sein Bruder, ein demenzkranker Rentner und ein stadtbekannter Spinner, der überraschend seine Heldengene offenbart. Weil dieses Belagerungsszenario die im Grunde ohnmächtigen Protagonisten zur Inaktivität verdammt, muss das Drehbuch Gründe finden, um Kontakt zu den Antagonisten herzustellen, die ihre Suche nach lebenden Blutreserven bald aufgeben. So wechselt die Gruppe während eines Blizzards die Zuflucht, schließt Versorgungslücken im örtlichen Laden, muss sich ein Vampirkind mit drastischen Mitteln vom Hals halten und Marlows Gefährtin mit einer Hochwatt-Lampe disziplinieren. Der Schaden ist angesichts von Kreaturen mit blutig aufgerissenem Schlund, Killergebiss und toten Augen eigentlich nur kosmetisch, aber Grund genug für Marlow, für sein Schönheitsideal ein Exempel zu statuieren.

Leiser schwarzer Humor ist in solchen Sequenzen spürbar, obwohl Slade es mit der Bedrohung seines Films sonst ernst meint. Das Triumphgeschrei der Invasoren und ihre abgehackten Kommunikationslaute sind dem nicht immer zuträglich, aber Slade versteht sich auf die Erzeugung von Spannung und Atmosphäre, zieht die Splatterschraube im letzten Drittel des Films auch deutlich an. Gore-Fans bekommen hier ihr "Hard Candy", Genretouristen Gründe genug, um im Umfeld von Halloween wieder guten Horror zu erleben. kob.

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Info

Plakat des Films: 30 Days of Night

Kinostart: 08.11.2007

USA 2007

Länge: 1 h 53 min

Genre: Horror

Originaltitel: 30 Days of Night

Regie: David Slade

Drehbuch: Stuart Beattie, Brian Nelson, Steve Niles

Musik: Brian Reitzell

Produktion: Sam Raimi, Robert G. Tapert

Kostüme: Jane Holland

Kamera: Jo Willems

Schnitt: Art Jones

Ausstattung: Paul D. Austerberry

Website: http://www.sonypictures.com/movies/30daysofnight/index.html

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