Skurrile Mixtur aus Musical, Melo und Satire in Schwarz-Weiß-Optik um einen Musikwettbewerb.

Kinostart: 07.12.2006

Isabella Rossellini

Isabella Rossellini
als Lady Helen Port-Huntley

Maria de Medeiros

Maria de Medeiros
als Narcissa

Mark McKinney
als Chester

Ross McMillan
als Roderick

Darcy Fehr
als Teddy

Claude Dorge
als Duncan

David Fox
als Fyodor

Die Handlung von The Saddest Music in the World

Während der großen Depression wird Winnipeg 1933 im vierten aufeinanderfolgenden Jahr zur "Welthauptstadt des Kummers" gewählt. Dazu passend ruft die doppelt beinamputierte Lady Port-Huntley (Isabella Rossellini) den mit 25.000 Dollar dotierten Wettbewerb um die traurigste Musik der Welt aus. Ihr früherer Geliebter Chester (Mark McKinney), nun ein Broadway-Produzent am Rande des Abgrunds, nimmt daran Teil. Ebenso sein patriotischer Vater Fyodor (David Fox), die Geliebte Narcissa (Maria de Medeiros) und Bruder Roderick (Ross McMillan). Rasch häufen sich die Konflikte.

Arthaus-Ikone Atom Egoyan produzierte das bizarr-komische Experiment von Guy Maddin ("Geschichten aus dem Gimli Hospital"), der Kino im Stil der Filmfrühzeit pflegt und sich an der Ästhetik des Stummfilms orientiert.

Gegen Ende der Depressions- und Prohibitionszeit 1933 ist Broadway-Musikproduzent Chester Kent mit seiner Geliebten Narcissa in Winnipeg gestrandet, wo Lady Helen Port-Huntly ein Turnier um die "traurigste Musik der Welt" veranstaltet. An der WM der musikalischen Art nehmen u.a. Chesters Vater und sein Bruder Roderick, der als Gavrilo für Serbien antritt, teil. Während das turbulente Turnier seinen Lauf nimmt und die jeweiligen Sieger ein Bierbad nehmen müssen, erfährt man in Rückblenden diverse tragikomische Vorfälle aus dem Leben der Wettkämpfer.

Gegen Ende der Depressions- und Prohibitionszeit 1933 ist Broadway-Musikproduzent Chester Kent mit seiner Geliebten Narcissa in Winnipeg gestrandet, wo Lady Helen Port-Huntley ein Turnier um die "traurigste Musik der Welt" veranstaltet. Daran nehmen u.a. Chesters Vater und sein Bruder Roderick, der als Gavrilo für Serbien antritt, teil. Während das turbulente Turnier seinen Lauf nimmt, erfährt man in Rückblenden diverse tragikomische Vorfälle aus dem Leben der Wettkämpfer.

Kritik zu The Saddest Music in the World

Wer sich Bein-Prothesen aus Glas mit Bierfüllung vorstellen kann, bei in Tränen eingelegten Herzen nicht wegsieht, Bandwürmer als Wahrsager und als Eskimos maskierte Inderinnen reizvoll findet, der liegt bei der kanadischen Musiker-Weltmeisterschaft goldrichtig. Gegen Ende der Depressions- und Prohibitionszeit 1933 ist Broadway-Musikproduzent Chester Kent (Mark McKinney, eine Kreuzung aus Howard Hughes und Clark Gable) mit seiner Geliebten Narcissa (Maria de Medeiros) in Winnipeg gestrandet, wo Lady Helen Port-Huntly (Isabella Rossellini) ein Turnier um die "traurigste Musik der Welt" veranstaltet. An der WM der musikalischen Art nehmen u.a. Chesters Vater (David Fox) und sein Bruder Roderick, der als Gavrilo für Serbien antritt (Ross McMillan), teil.

Während das turbulente Turnier seinen Lauf nimmt und die jeweiligen Sieger ein Bierbad nehmen müssen, erfährt man in Rückblenden, dass Dad einst dafür verantwortlich war, dass Lady P. ihre Beine verlor (er sägte betrunken das falsche Bein ab) und Roderick Sohn und Frau verlor. Der zynische Chester kommentiert alles mit der Lässigkeit des Mannes, für den alles Showbusiness ist. Als Roderick herausfindet, dass Narcissa seine Frau ist, entwickelt sich während Chesters spritziger "California, Here I Come"-Nummer eine Tragödie.

Für Freunde schwarzen Humors mit Tragikrand ein Füllhorn. Die Musik-Matches von Siam gegen Mexiko, Kanada gegen Afrika, Amerika gegen Spanien oder Serbien gegen Schottland sind spaßig bis skurril. Der eigentliche Reiz ist ein cinephiler: Ähnlich wie in "Sky Captain and the World of Tomorrow" wird in Schwarzweiß (mit gelegentlich farbviragierten Szenen) im Stil alter RKO-Movies (Studio von Aviator Hughes) gefilmt, nur dass die Bilder bewusst verschwommen, ausgefranst und an den Rändern verzogen wie in Zerrspielgeln wirken, ein Kino der Tüftler wie bei Jean-Pierre "Mathilde" Jeunet. Grandios die Montage, die Doku-Aufnahmen einbezieht, Iris-Blenden nutzt, unvermeidlich mit "Citizen Kane"-Zitaten arbeitet, Musical-Nummern à la Busby Berkeley (die "Gold Diggers"-Reihe) und "Radio Days" aufleben lässt. Erfrischendes Retro-Kino mit hohem Grotesk-Faktor als Cineasten-Dusche. ger.

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Info

Plakat des Films: The Saddest Music in the World

Kinostart: 07.12.2006

Kanada 2003

Länge: 1 h 39 min

Genre: Musikfilm

Originaltitel: The Saddest Music in the World

Regie: Guy Maddin

Drehbuch: Guy Maddin, George Toles

Musik: Christopher Dedrick

Produktion: Niv Fichman, Daniel Iron, Jody Shapiro

Kostüme: Meg McMillan

Kamera: Luc Montpellier

Schnitt: David Wharnsby

Ausstattung: Matthew Davies