Emotional intensives, bissiges Drama nach einem Bühnenstück über eine elitäre Studentenverbindung in Oxford, die ihre vermeintliche Überlegenheit in einem Dinner ohne Grenzen zelebriert.

Kinostart: 09.10.2014

Sam Claflin

Sam Claflin
als Alistair Ryle

Max Irons

Max Irons
als Miles Richards

Douglas Booth
als Harry Villiers

Sam Reid
als Hugo Fraser-Tyrwhitt

Ben Schnetzer
als Dimitri

Jack Farthing
als George

Matthew Beard
als Guy

Freddie Fox
als James

Josh O'Connor
als Ed

Olly Alexander
als Toby

Jessica Brown Findlay
als Rachel

Holliday Grainger
als Lauren

Natalie Dormer
als Charlie

Handlung

Als Oxford-Neuzugang Miles sich in die charmante Kommilitonin Lauren verliebt und sogar in den "Riot Club", eine exklusive zehnköpfige Geheimverbindung, aufgenommen wird, scheint sein Glück vollkommen. Doch beim rituellen Clubdinner, das dieses Jahr in einem kleinen Landgasthof abgehalten wird, zeigen die Studenten, die dank Reichtum oder aristokratischem Status zur Elite des Landes zählen, ihr menschenverachtendes Gesicht. Bei steigendem Alkoholpegel fallen alle Barrieren, eskaliert der Abend in Zerstörung und Gewalt.

Als Oxford-Neuzugang Miles sich in die charmante Kommilitonin Lauren verliebt und sogar in den Riot Club, eine exklusive zehnköpfige Geheimverbindung, aufgenommen wird, scheint sein Glück vollkommen. Doch beim rituellen Clubdinner, das dieses Jahr in einem kleinen Landgasthof abgehalten wird, zeigen die Studenten, die dank Reichtum oder aristokratischem Status zur Elite des Landes zählen, ihr menschenverachtendes Gesicht. Bei steigendem Alkoholpegel fallen alle Barrieren, eskaliert der Abend in Zerstörung und Gewalt.

Ein Oxford-Neuankömmling gerät eine menschenverachtende Studentenverbindung. Packendes Gegenstück zu "Club der toten Dichter", in dem Lone Scherfig eine Gruppe aufstrebender Jungstars zu Höchstleistungen führt.

Kritik

In Lone Scherfigs Theaterverfilmung entlarven sich Englands zukünftige Leader als gebildete Idioten.

Dass Wissen wie auch analytisch-rhetorische Kompetenz nur Teilfaktoren von Intelligenz sind, weist "The Riot Club" mit bitterer Schärfe nach. Qualitäten wie soziale und emotionale Intelligenz fehlen der jungen, in akademischen Exklusivverbindungen geschmiedeten britischen Elite. Das hat Folgen für die Evolution der Gesellschaft, nicht aber für den verzogenen Nachwuchs von Reichtum und Aristokratie - demonstriert in einem Lächeln, das dieses packende Drama pointiert beschließt.

Zu Beginn dieser Adaption eines Theaterstücks von Laura Wade glaubt man sich im Brit-Pendant zu US-Collegefilmen, in denen Vergnügen exzessiv ausgelebt wird. Zwei Neuzugänge in Oxford, der sympathisch-bescheidene Miles (Max Irons) und der arrogant-frustrierte Alistair (Sam Claflin), geraten in den Sog der titelgebenden Geheimverbindung, die für den Club und dessen alljährliches Dinner ohne Grenzen zwei neue Rekruten sucht. Im atmosphärischen Mix aus "Wiedersehen in Brideshead" und "The Skulls - Alle Macht der Welt" erlebt man im heiter-entspannten Ton den Aufnahmeritus wie auch die Romanze von Miles mit Kommilitonin Lauren - eine normale junge Frau, die den Oberschichtzögling erdet. Dieser Öffnung von Wades Vorlage folgt die theaterhafte Verdichtung von Raum und Zeit an einem einzigen Schauplatz. Ein kleiner Landgasthof, der sein Überleben in einer betuchteren Klientel sieht, richtet das rituelle Dinner des "Riot Club" aus. Sobald das Saufgelage beginnt, verschärft sich der Ton, werden Anstandsfassaden fallen gelassen, bis der Abend nach verbalen und körperlichen Erniedrigungen in einem gewalttätigen Finale eskaliert.

Trotz einer etwas simplen Polarisierung zwischen Normalvolk und Statuskönigen führt die Dänin Lone Scherfig ("An Education") die Begriffe von Gentleman und Elite überzeugend ad absurdum, zeigt aber auch die unverminderte Potenz eines sich selbst schützenden Systems. Der mit vielen interessanten und kompetenten britischen Newcomern besetzte Film kennt letztlich nur in den drei nennenswerten Frauenfiguren (Studentin, Wirtstochter, Escortgirl) und einem ohnmächtigen Gastwirt Charaktere, die sich mit Stärke und Moral die Sympathie des Zuschauers verdienen. Der Club selbst ist ein menschlicher Dschungel, den man nur mit der Machete in der Hand betreten möchte. kob.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 09.10.2014

Großbritannien 2014

Länge: 1 h 47 min

Genre: Drama

Originaltitel: The Riot Club

Regie: Lone Scherfig

Drehbuch: Laura Wade

Buchvorlage: Laura Wade

Musik: Kasper Winding

Produktion: Graham Broadbent, Peter Czernin

Kostüme: Steven Noble

Kamera: Sebastian Blenkov

Schnitt: Jake Roberts

Ausstattung: Alice Normington

Website: http://www.theriotclub.co.uk