Roadmovie der schwarzen Extraklasse um zwei Brüder und Freundin, die auf dem Highway von einem Trucker gejagt werden.

Kinostart: nicht bekannt

Steve Zahn

Steve Zahn
als Fuller Thomas

Paul Walker

Paul Walker
als Lewis Thomas

LeeLee Sobieski

LeeLee Sobieski
als Venna

Stuart Stone
als Danny

Jessica Bowman
als Charlotte

Basil Wallace
als Autoverk

Jim Beaver
als Sheriff Ritter

Matthew Kimbrough
als Rusty Nail

Brian Leckner
als Officer Keeney

Mary Wickliffe
als Salt Lake C. Police, Schalterbeamtin

McKenzie Satterthwaite
als Salt Lake C. Police Schalterbeamte

Dell Yount
als Tankwart

Kenneth White
als Ronald Ellinghouse

Luis Cortes
als Nachtportier

Michael McCleery
als Officer Akins

Rachel Singer
als Tankstellenmanagerin

Handlung

College-Student Lewis startet zu einem Road-Trip von Berkeley nach New Jersey über Salt Lake City, wo er seinen Bruder Fuller aus dem Knast auslösen muss, und Colorado, wo er Freundin Venna abholt. Zum Spaß machen sie über das alte CB Radio von Fuller ein Rendezvous mit einem Truckfahrer aus. Doch "Rusty Nail", so nennt er sich, versteht keinen Spaß und verfolgt das Trio.

Seit Jahren gehen Lewis und sein älterer Bruder Fuller getrennte Wege. Nachdem Lewis den notorischen Unruhestifter aus dem Knast ausgelöst hat, entwickelt sich ihre gemeinsame Fahrt von Utah an die Ostküste, der sich Jugendfreundin Venna in Colorado anschließt, zum Höllentrip. Denn Fullers blöde Idee, sich über CB-Funk als verführerische Trösterin einsamer Trucker auszugeben, lässt aus Spaß tödlichen Ernst werden. Fortan jagt ein beleidigtes, gesichtsloses und brutales Phantom, das sich Rusty Nail nennt, das Trio quer durch die USA...

Nachdem Lewis seinen Bruder und notorischen Unruhestifter Fuller aus dem Knast ausgelöst hat, fahren sie gemeinsam mit Jugendfreundin Venna Richtung Ostküste. Die Fahrt entwickelt sich zum Horrortrip, als Fuller die grandiose Idee hat, sich über CB-Funk als verführerische Trösterin einsamer Trucker auszugeben. Subtiler, schwarzhumoriger Thriller von John Dahl in der Tradition von Spielbergs "Duell".

Kritik

Ein Roadmovie der schwarzen Extraklasse ist John Dahl gelungen, mit fabelhafter Horror-Spannung und einem scharf pointierten Humor, der einem immer wieder den Atem verschlägt. Zwei Brüder unterwegs auf dem Highway . Einen Jux wollen sie sich machen und werden dafür auf albtraumhafte Weise ausgetrickst, in tödliche Angst und Schrecken versetzt. Eine filmische Delikatesse für ein großes cineastisches Thriller-Publikum.

Und es fängt so harmlos und fast gemütlich an. College-Student Lewis (der sympathische Paul Walker aus "The Fast and the Furious") startet zu einem Road-Trip von Berkeley quer durchs Land über Colorado, wo er seine Freundin Venna (sexy, schön und aufgeweckt: Leelee Sobieski) abholt, bis nach New Jersey, wo beide zu Hause sind. Insgeheim hofft er, dass aus der platonischen Freundschaft endlich mehr wird. Dummerweise muss er noch einen Umweg fahren und in Salt Lake City seinen älteren, ewig in Schwierigkeiten steckenden Bruder Fuller (schlitzohrig: Steve Zahn) aus der Haft auslösen, die der sich mit Trunkenheit und Unruhestiftung eingebrockt hatte. John Dahl klärt mit dieser Exposition ganz beiläufig die mehr oder weniger erwartete Dreieckssituation, die sich scheinbar auch so einstellt, doch bis dahin ist schon so viel Unerwartetes passiert, dass man mitten in einem Thriller steckt und sich von immer beängstigenderen Unheimlichkeiten umzingelt fühlt. Wie die drei im Film. Das Unglück will es nämlich, dass Fuller aus einer Laune heraus ein altes CB Radio gekauft hat, wie es in den siebziger Jahren populär war und mit dem sich die Autofahrer untereinander anonym verständigen konnten - ein bisschen Unterhaltung auf den langen, einsamen Strecken. Das falsche Rendezvous, zu dem Fuller und Lewis einen unbekannten Trucker locken, endet in einer Katastrophe. Der Scherz geht daneben und weitet sich zu ungeahnten Schrecken aus, denn der Gefoppte schlägt zurück, beginnt seinerseits die beiden Brüder und auch die inzwischen dazu gekommene Venna und deren Freundin zu jagen. Immer bedrohlicher werden die Verfolgungsattacken des Truckers, der den schön gruseligen Namen "Rusty Nail" trägt und seinen Opfern immer nähre auf die Pelle rückt, oft wie aus dem Nichts plötzlich auf dem nächtlichen Highway heranbraust. Dahl verwendet geschickt nur die Stimme des Unheimlichen, zu sehen bekommt man ihn nie, was die Omnipräsenz des Schreckens nur noch stärker macht und dem riesigen, scheinbar führerlos dahin brausenden Truck surreale Mad-Max-Effekte verleiht. Und weil man das Monster nicht sehen und anfassen kann, bewegt sich der Film wunderbar auf einer ebene der Groteske, wo mit dem Entsetzen Scherz und umgekehrt getrieben wird. Einen so perfekten Hightway-Thrill hat man seit David Lynchs "Lost Highway" schon lange nicht mehr gesehen. fh.

Wertung Questions?

FilmRanking: 58740 -22386

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Joyride - Spritztour
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: nicht bekannt

USA 2001

Länge: 1 h 37 min

Genre: Drama

Originaltitel: Joy Ride

Regie: John Dahl

Drehbuch: J.J. Abrams, Clay Tarver

Musik: Marco Beltrami

Produktion: J.J. Abrams, Chris Moore

Kostüme: Terry Dresbach

Kamera: Jeffrey Jur

Schnitt: Glen Scantlebury, Eric L. Beason, Scott Chestnut, Todd E. Miller

Ausstattung: Robert Pearson, Michael Rizzo

Website: http://www.joyride-derfilm.de

Newsletter

Hol' dir jetzt den KINO&CO Newsletter!
Der schnelle Überblick über unsere Blockbuster und Top-Gewinnaktionen der Woche.