Packendes Kriegsdrama nach einer wahren Geschichte über einen jungen US-Soldaten, der kurz nach seiner Rückkehr aus dem Irak spurlos verschwindet.

Kinostart: 06.03.2008

Tommy Lee Jones

Tommy Lee Jones
als Hank Deerfield

Charlize Theron

Charlize Theron
als Det. Emily Sanders

Susan Sarandon

Susan Sarandon
als Joan Deerfield

Jason Patric
als Lieutenant Kirklander

Jonathan Tucker
als Mike Deerfield

James Franco
als Sergeant Carnelli

Frances Fisher
als Evie

Josh Brolin
als Chief Buchwald

Mehcad Brooks
als Specialist Ennis Long

Jake McLaughlin
als Specialist Gordon Bonner

Wes Chatham
als Corporal Penning

Victor Wolf
als Private Robert Ortiez

Die Handlung von Im Tal von Elah

Als der Militärpolizist im Ruhestand Hank Deerfield (Tommy Lee Jones) erfährt, dass sein frisch aus dem Irak zurückgekehrter Sohn Mike (Jonathan Tucker) spurlos verschwunden ist, bricht er allein ohne seine Frau Joan (Susan Sarandon) nach New Mexiko auf, um ihn zu suchen. Mitglieder des Platoons und der Vorgesetzte Kirklander (Jason Patric) wissen wenig. Erst mit Detective Emily Sanders (Charlize Theron) kommt er einem schrecklichen Verdacht auf die Spur.

Eine wahre Geschichte liegt dem brisanten Kriegsdrama von Oscargewinner Paul Haggis ("L.A. Crash") zugrunde. Der Krimi über verrohte Soldaten rechnet mit dem Irakkrieg ab und wartet mit einer Reihe herausragender Darstellerleistungen auf.

Mike Deerfield ist ein vorbildlicher US-Soldat, der sich bei seinem Einsatz im Irak mit mustergültigem Verhalten ausgezeichnet hat. Dennoch verschwindet er kurz nach seiner Rückkehr in die USA spurlos. Sein Vater Hank, ein pensionierter Berufssoldat, und seine Frau Joan wenden sich an die junge Polizistin Emily Sanders, die bei der Suche nach Mike helfen soll. Schnell haben sie einen fürchterlichen Verdacht: Könnte Mike nach einer durchzechten Nacht von Freunden aus seinem eigenen Platoon ermordet worden sein?

Mike Deerfield ist ein dekorierter US-Soldat, der nach der Rückkehr von seinem Irak-Einsatz in die USA spurlos verschwindet. Sein Vater Hank, ein pensionierter Berufssoldat, macht sich auf die Suche nach dem Sohn und kann nach anfänglichem Misstrauen auf die junge Polizistin Emily Sanders bauen. Gemeinsam stoßen sie auf eine Wand des Schweigens, was schnell einen fürchterlichen Verdacht nährt: Könnte Mike nach einer durchzechten Nacht von Freunden aus seinem eigenen Platoon ermordet worden sein?

Kritik zu Im Tal von Elah

Unter der Regie von Oscar-Preisträger Paul Haggis wird die Suche eines Vaters nach seinem aus dem Irak zurückgekehrten und in der Heimat grausam ermordeten Sohnes zur Abrechnung mit einem sinnlosen Krieg, der ganz normale Menschen verrohen lässt.

Mike Deerfield ist einer von vielen, die für Freiheit und Demokratie kämpfen wollten, erst in Bosnien, dann im Irak. Und für die es irgendwann nur noch darum geht, die eigene Haut zu retten in einem fremden Land. Wenige Tage nach seiner Rückkehr in eine Kaserne nahe Mexiko ist er nach einem feucht-fröhlichen Abend einfach weg. Die Militärpolizei entdeckt nur noch wenige Überreste von ihm, ein paar angekohlte Knochen, einen verbrannten Kopf, rund 40 Messerstiche rekonstruiert der Arzt. Wahrscheinlich Drogengeschäfte mit Mexikanern. Damit gibt sich Mikes Vater, ein verknöcherter Vietnam-Veteran, nicht zufrieden. Während seine Frau (Susan Sarandon) zu Hause unruhig wartet, macht er auf eigene Faust Recherchen und entdeckt, wie der militärische Einsatz aus seinem geliebten Boy einen Sadisten ohne jegliches Mitgefühl machte, der den Geboten eines schmutzigen Krieges keinen persönlichen Widerstand entgegensetzen konnte. Wie ein Puzzle setzt sich die Lösung des Falls zusammen. Da sind Videoaufnahmen von der Front, Schnipsel eines brutalen Alltags, in dem überforderte GIs die Apokalypse erleben, von ständiger Gefahr zermürbt und innerer Angst aufgefressen werden. Auf einer wahren Geschichte basierend, erzählt Haggis verhalten und dennoch mit archaischer Wucht von der Entmenschlichung des Individuums, das mit der Wirklichkeit kollidiert, dessen Hemmschwelle zur Gewalt auf Null sinkt und von in der Seele eingegrabenen Traumata. Der konservative Law-and-Order-Anhänger, der Zeit seines Lebens das Sternenbanner verehrte und bereit war, dafür zu sterben, verliert durch den Tod seines Jungen die letzten Illusionen. Gemeinsam mit einer zivilen Polizistin (Charlize Theron) stößt er auf ein Lügengespinst und ein Netz unbequemer Wahrheiten, erkennt den Verlust jeglicher Werte und Normen. Das klassische Gut- und Bösemuster relativiert sich unter dem Druck, in einer Ausnahmesituation funktionieren zu müssen.

Mit dieser bewegenden Tragödie, die keine vorgefertigten Antworten liefert, sondern unangenehme Fragen stellt, reiht sich Haggis ganz ohne Action und an der Heimatfront ein in die Tradition von Antikriegsfilmen wie Die durch die Hölle gehen. Noch nie wurden die Stars and Stripes trauriger gehisst als durch einen in sich erstarrten Tommy Lee Jones. Die Flagge hängt upside down, Zeichen einer aus den Angeln geratene Welt und nicht nur Symbol für die Zerstörung eines Einzelnen, sondern für den moralischen Niedergang eines ganzen Landes. mk.

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Info

Plakat des Films: Im Tal von Elah
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 06.03.2008

USA 2007

Länge: 2 h 2 min

Genre: Drama

Originaltitel: In the Valley of Elah

Regie: Paul Haggis

Drehbuch: Paul Haggis

Musik: Mark Isham

Produktion: Patrick Wachsberger, Paul Haggis, Steven Samuels, Darlene Caamano, Laurence Becsey

Kostüme: Lisa Jensen

Kamera: Roger Deakins

Schnitt: Jo Francis

Ausstattung: Laurence Bennett