Scorseses erster Kinderfilm – in 3-D – erzählt die Geschichte des Waisenjungen Hugo, der allein in einer Pariser Metrostation lebt und versucht das Geheimnis seines verstorbenen Vaters zu lösen.

Kinostart: 09.02.2012

Szenenbild aus Hugo Cabret mit Ben  KingsleyBen  Kingsley

Ben Kingsley
als Georges M

Szenenbild aus Hugo Cabret mit Sacha Baron CohenSacha Baron Cohen

Sacha Baron Cohen
als Stationsvorsteher

Szenenbild aus Hugo Cabret mit Asa ButterfieldAsa Butterfield

Asa Butterfield
als Hugo Cabret

Chloe Grace Moretz
als Isabelle

Ray Winstone
als Onkel Claude

Emily Mortimer
als Lisette

Helen McCrory
als Mama Jeanne

Christopher Lee
als Monsieur Labisse

Michael Stuhlbarg
als Ren

Frances de la Tour
als Madame Emilie

Richard Griffiths
als Monsieur Frick

Jude Law
als Hugos Vater

Die Handlung von Hugo Cabret

Anfang der Dreißigerjahre hilft Hugo seinem trunksüchtigen Onkel als Gehilfe dabei, sämtliche Uhren des Pariser Bahnhofs zu warten. Er lebt quasi auf sich allein gestellt in dem labyrinthartigen Gebäude und hält sich mit kleineren Diebereien über Wasser. Dort lernt er auch den schwermütigen Ladenbesitzer Georges Méliès und dessen Patenkind Isabelle kennen. Deren Halskette mit einem herzförmigen Schlüssel kann den antiken Roboter seines verstorbenen Vaters zum Laufen bringen. Und auch Méliès scheint ein Geheimnis mit sich herumzutragen.

Anfang der Dreißigerjahre hilft Hugo seinem Onkel als Gehilfe dabei, sämtliche Uhren des Pariser Bahnhofs zu warten. Er lebt quasi auf sich allein gestellt in dem labyrinthartigen Gebäude und hält sich mit kleineren Diebereien über Wasser. Dort lernt er auch den schwermütigen Ladenbesitzer Méliès und dessen Patenkind Isabelle kennen. Deren Halskette mit einem herzförmigen Schlüssel kann den antiken Roboter seines verstorbenen Vaters zum Laufen bringen. Und auch Méliès scheint ein Geheimnis mit sich herumzutragen.

Der Waise Hugo versucht in den Mauern des Pariser Bahnhofs das Geheimnis einer Maschine zu lüften, die ihm sein Vater vermacht hat. Herausragende Verfilmung eines Jugendbuchs durch Martin Scorsese, die eine einzige Verbeugung vor den Wonnen des Kinos ist.

Kritik zu Hugo Cabret

Ausnahmeregisseur Martin Scorsese macht seinen ersten Abstecher in sowohl Familienunterhaltung als auch 3D-Format und gestaltet dies visuell virtuose Verbeugung vor der frühen Filmgeschichte.

Als Vorlage für die Drehbuchadaption diente John Logan ("Aviator" und "Sweeney Todd") Brian Selznicks Bestseller-Bilderroman "The Invention of Hugo Cabret". Der Protagonist ist ein zwölfjähriger Waisenjunge namens Hugo (Asa Butterfield aus "Der Junge im gestreiften Pyjama"), der Anfang der Dreißigerjahre innerhalb des labyrinthartigen Pariser Bahnhof Montparnasse Gare lebt. Dort landet er, als er nach dem Tod seines Vaters für seinen trunksüchtigen Onkel als Gehilfe für die Wartung sämtlicher Bahnhofsuhren arbeiten muss. Alsbald ist Hugo traditioneller Charles-Dickens-Manier gemäß vollkommen auf sich allein gestellt und hält sich mit kleinen Diebereien über Wasser. Auf diese Weise macht der einsame Junge Bekanntschaft mit dem schwermütigen Ladenbesitzer Georges Méliès (Ben Kingsley geht ganz in der Rolle des tragischen Filmpioniers auf), dessen tatsächliche Identität eines der Geheimnisse ist, die es für Hugo zu entdecken gilt. Desweiteren strebt der technisch hochbegabte Junge den antiken Roboter seines verstorbenen Vaters wieder zum Funktionieren zu bringen. Nur ein herzförmiger Schlüssel kann das Rätsel entschlüsseln - und genau so einen trägt ausgerechnet Melies' Patenkind Isabelle ("Kickass"-Göre Chloe Grace Moritz) an ihrer Halskette. Die beiden Kinder freunden sich schnell an und gehen Melies aufregender Lebensgeschichte gemeinsam auf den Grund. Gleichzeitig ist Hugo gezwungen sich vor dem Bahnhofsinspektor (Sacha Cohen Baron in einem slapstickhaften Part) zu verstecken, um nicht ins Waisenhaus gesteckt zu werden.

Scorsese läuft mit dieser bezaubernden Familienfantasie zu neuer Höchstform auf, was bereits eingangs mit einer atemberaubend langen Kamerafahrt über die Dächer von Paris hinein in die Bahnstation belegt wird. Dies ist lediglich der Auftakt für ein nahezu konstant aufrecht erhaltenes visuelles Feuerwerk, das meisterhaft 3D und CG-Effekte integriert. Tiefsatte Farben sowie ein ausgefeiltes Licht- und Schattenspiel kreieren ein märchenhaftes Ambiente, in dem auch Dante Ferrettis originelles Produktionsdesign besonders gut zur Geltung kommt. Die passend emotionale musikalische Untermalung wird von Howard Shore beigesteuert, der bereits die "Herr der Ringe"-Trilogie mit zeitlosen Klängen versah. Zeitlos ist auch Scorseses Verehrung für die Pioniere des Films. Neben seiner detaillierten Hommage an den hyperkreativen Méliès, die eine Rekreation dessen berühmten Trickfilms "Die Reise zum Mond" und eine Rekonstruktion seines Kinotheaters umfasst, verneigt sich der Oscargewinner direkt oder indirekt vor einer Reihe der Schrittmacher der Filmgeschichte. So zeigt Scorsese einen Ausschnitt aus dem Zug-Film der Lumiere Brüder und die berühmte Uhr-Szene aus "Ausgerechnet Wolkenkratzer" mit Harold Lloyd, die er später nachstellt. Uhren und Getriebe sind ein dominantes Motiv in dieser fantasiereichen Fabel voller Verlust, Sehnsucht und Hoffnung, die darauf hindeuten, dass es für den Protagonisten letztlich darum geht, seinen Platz im Lebensgetriebe zu finden. ara.

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Info

  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 09.02.2012

USA 2011

Länge: 2 h 6 min

Genre: Fantasy

Originaltitel: Hugo

Regie: Martin Scorsese

Drehbuch: John Logan

Musik: Howard Shore

Produktion: Johnny Depp, Martin Scorsese, Graham King, Tim Headington

Kostüme: Sandy Powell

Kamera: Robert Richardson

Effekte: Robert Legato, Joss Williams, Ben Grossman, Alex Henning

Schnitt: Thelma Schoonmaker

Ausstattung: Dante Ferretti, Francesca Lo Schiavo

Website: http://www.hugocabret.de/

Auszeichnungen

1 Oscar: 1 Golden Globe: