Kinderfilm über einen Jungen, der eine alte, einschläfernde Beethoven-Melodie entdeckt.

Kinostart: 18.02.2010

Jonas Hämmerle
als Nicki

Michael Roll

Michael Roll
als Nickis Vater

Oliver Korittke

Oliver Korittke
als Gauner Max

Arndt Schwering-Sohnrey
als Gauner Kwapisch

Charlotte Crome
als Nickis Mutter

Magali Greif
als Marta

Wiebke Kayser
als Martas Mutter

Handlung

Der schüchterne Nicki (Jonas Hämmerle) liebt klassische Musik. Als der Zehnjährige eine verschollene Partitur Ludwig van Beethovens entdeckt, kommt Schwung in sein Leben. Denn beim Klang der mysteriösen Morphus-Komposition verfällt man in tiefen Schlaf. Kein Wunder, dass ein Gauner-Duo (Oliver Korittke, Arndt Schwering-Sohnrey) hinter dem Musikstück her ist. Sie können Nicki im Skiurlaub mit seinem Vater (Michael Roll) stellen. Nur gut, dass Marta (Magali Greif) zu ihm hält.

Musikalisches Kindermärchen um eine verzauberte Komposition, die jungen Menschen die Vorzüge der Klassik näher bringt. Jonas Hämmerle, der demnächst in "Wickie und die starken Männer" zu sehen ist, überzeugt mit seiner Leistung. Die Regie führt die genreerporbte Karola Hattop ("Wer küsst schon einen Leguan?").

Der zehnjährige Nicki gelangt in den Besitz einer verschollen geglaubten Komposition von Ludwig van Beethoven. Auf diese mysteriöse Morphus-Komposition, bei deren Klängen man sofort in einen tiefen Schlaf verfällt, ist auch ein Gaunerduo scharf. Deshalb folgen die zwei Typen Nicki und seinem Vater auch in den gemeinsamen Winterurlaub. Als der Junge in dem abgeschiedenen Berghotel das Beethoven-Stück auf seiner Trompete spielt, schlafen tatsächlich alle Menschen um ihn herum ein - bis auf ihn selbst und den Oberganoven Max.

Kritik

Pädagogisch wertvoller Kinderfilm, in dem Wickie-Darsteller Jonas Hämmerle dank einer verschollen geglaubten Beethoven-Melodie ein ganzes Hotel in Tiefschlaf versetzt.

Bevor Jonas Hämmerle im September kommenden Jahres als Titelheld in Michael Bully Herbigs "Wickie und die starken Männer" über Nacht berühmt werden wird, kann man ihn erst einmal in einem netten kleinen Kinderfilm bewundern. Unter der Regie der Genre-erprobten Filmemacherin Karola Hattop ("Wer küsst schon einen Leguan?") spielt er den zehnjährigen Nicki, der nichts ahnend und durch eine Verkettung seltsamer Ereignisse in den Besitz eines verschollen geglaubten Musik-Stücks von Ludwig van Beethoven gelangt. Auf diese mysteriöse Morphus-Komposition, bei deren Klängen man sofort in einen tiefen Schlaf verfällt, ist auch ein Gauner-Duo aus leicht nachvollziehbaren Gründen scharf. Deshalb folgen die zwei Typen Nicki und seinem Vater auch in den gemeinsamen Winterurlaub. Als der Junge in dem abgeschiedenen Berghotel dann das Beethoven-Stück auf seiner Trompete spielt, schlafen tatsächlich alle Menschen um ihn herum ein - bis auf ihn selbst und den Ober-Ganoven Max. Zwischen den beiden entbrennt schließlich ein ungleiches Kräftemessen zwischen gut und böse, klein und groß, gemein und gerecht, bei dem der sonst so schüchterne Nicki plötzlich über sich hinauszuwachsen scheint.

"Das Morphus-Geheimnis" ist ein schönes Beispiel, wie man Kindern auf spielerische Art und Weise den Umgang mit klassischer Musik beibringen kann. Darüber hinaus geht es um mangelndes Selbstbewusstsein und was man dagegen tun kann, um Lampenfieber und wie man es überwindet und um eine Generation von Eltern, die sich mehr für den Beruf als ihren Nachwuchs interessiert. Allerdings wird die spannungsarme und nicht immer nachvollziehbare Geschichte relativ uninspiriert erzählt, die Kriminellen erinnern an Kopien der "Kevin - Allein zu Haus"-Diebe und aus der originellen Idee mit dem im Dornröschenschlaf befindlichen Hotel wird letztlich zu wenig gemacht. Da auch die Darsteller ihre Rollen entweder übertrieben gekünstelt - wie der sonst so zuverlässige Oliver Korittke als Max - oder hölzern und wenig glaubwürdig - wie Hämmerle als Nicki oder Michael Roll (Sohn von Kameramann Gernot Roll) als dessen Vater - anlegen, bleibt am Ende zumindest ein für etwas ältere Semester, die lieber Kinderkanal als SuperRTL gucken, geeignetes modernes Märchen mit viel Musik übrig. lasso.

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Info

Kinostart: 18.02.2010

Deutschland 2008

Länge: 1 h 32 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Das Morphus-Geheimnis

Regie: Karola Hattop

Drehbuch: Andrzej Maleszka

Musik: Eike Hosenfeld, Moritz Denis

Produktion: Thomas Teubner, Jürgen Haase

Kostüme: Ingrid Weiss

Kamera: Sebastian Hattop, Sebastian Richter

Schnitt: Karola Mittelstädt

Ausstattung: Nicole Heidel

Website: www.progress-film.de/de/filmarchiv/film.php?id=740&back=true