TV-Action-Thriller um den drohenden Aufschlag eines vollbesetzten Flugzeugs in Berlin.

Kinostart: nicht bekannt

Max von Pufendorf

Max von Pufendorf
als Co-Pilot Niclas Sedlaczek

Peter Haber

Peter Haber
als Kapit

Hannes Jaenicke

Hannes Jaenicke
als Ralf Moldau

Bernadette Heerwagen
als Nina Betz

Michael A. Grimm
als Hubert "Hub" Roob

Franziska Schlattner
als MAC

Mirko Lang
als Boris Schmidt

Julia Hartmann
als Mira Wilson

Devid Striesow
als Lars Jensen

Wanda Badwal
als Steffi

Horst Sachtleben
als Heinz Peucker

Petra Kelling
als Elisabeth Peucker

Alexander Held
als Zimmer

Ulrike C. Tscharre
als Anna Borger

Antje Widdra
als Iris

Christian Lerch
als Matthias

Tobias Oertel
als Klaus

Marie-Lou Sellem

Michael Brandner

Gundi Ellert

Leon Wulsch
als Andr

Jan Hartmann
als David

Till Trenkel
als Marcus

Kritik

"Thrill Time" nennt ProSieben seine neue Montagsreihe mit Produktionen, die "an den Nerven zerren" sollen. Den Auftakt macht ein Katastrophenfilm, der in der Tat seinesgleichen sucht: Die Geschichte um ein manövrierunfähiges Passagierflugzeug ist echtes Hochspannungsfernsehen.

Zunächst allerdings gehorcht "Crashpoint" der für das Genre obligaten Maxime, in möglichst kurzer Zeit möglichst viele der handelnden Personen einzuführen. Flugs lassen sich Duckmäuser, Großmäuler und Kotzbrocken identifizieren. Ein Steward outet sich als Homosexueller, was für den weiteren Handlungsverlauf allerdings völlig unerheblich ist. Das wenig gehaltvolle Geplänkel ist ein fast schon unwürdiges Vorspiel für einen Film, der sich komplett wandelt, als er endlich Flughöhe erreicht: Nun entpuppt sich "Crashpoint" ohne Übertreibung als eines der spannendsten TV-Movies dieses Jahres.

Das Grundmuster der Geschichte ist überschaubar, aber gerade darin liegt der Nervenkitzel: Unmittelbar nach dem Start in Nizza kollidiert ein Passagierflieger mit einem Sportflugzeug. Kapitän und Kopilot (Peter Haber, Max von Pufendorf) haben keinerlei Einfluss mehr auf die Maschine. Sie wird so lange geradeaus weiterfliegen, bis der Sprit ausgeht; und das wird, wie die Berechnungen ergeben, exakt über Berlin sein. Während der stellvertretende Geschäftsführer (Devid Striesow) der Fluggesellschaft den Piloten zum kontrollierten Absturz überreden will, hat der zuständige Fluglotse (Hannes Jaenicke) eine möglicherweise rettende Idee. Im fieberhaften Wettlauf mit dem sicheren Tod versucht ein Elektroingenieur (Michael Grimm) mit Hilfe eines kleinen Jungen, die verklemmte Steuerung des Flugzeugs wieder flottzubekommen. Der deutsche Innenminister (Michael Brandtner) hat derweil zwei Kampfflugzeuge losgeschickt: Die Maschine ist zum Abschuss freigegeben.

Geschickt verknüpft das Drehbuch (Marc Hillefeld) den roten Faden mit den üblichen kleinen und großen Dramen, in deren Verlauf einige Passagiere über sich hinaus wachsen und andere zu tragischen Helden werden. Leider wirken einige Nebendarsteller geradezu laienhaft. Ihr übertriebenes Spiel steht in heftigem Kontrast zu den akzentuierten Auftritten von Bernadette Heerwagen oder Alexander Held. Um so fesselnder ist Thomas Jauch die Inszenierung des eher technischen Teils der Handlung gelungen: Der in viele einzelne Sequenzen aufgeteilte Kampf um das Flugzeug und somit ums Überleben ist nicht zuletzt dank eines flotten, aber nie hektischen Schnitts (Dagmar Lichius) sowie der Thriller-Musik von Stephan Massimo ungemein dynamisch. Daher ist "Crashpoint" trotz der beschriebenen Schwächen großartiges Action-Fernsehen, zumal es Jauch gelingt, die Spannung bis zum hochdramatischen Finale immer wieder zu steigern. tpg.

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Info

Plakat des Films: Crashpoint - 90 Minuten bis zum Absturz

Kinostart: nicht bekannt

Deutschland 2009

Genre: Thriller

Originaltitel: Crashpoint - 90 Minuten bis zum Absturz

Regie: Thomas Jauch

Drehbuch: Marc Hillefeld

Musik: Stephan Massimo

Produktion: Carmen Stozek, Kirsten Hager

Kostüme: Natascha Curtius-Noss

Kamera: Peter Joachim Krause

Schnitt: Dagmar Lichius

Ausstattung: Harald Turzer, Joris Hamann