Realitätsnahe und liebevolle Geschichte um die Lebenswelt eines Zwölfjährigen zwischen erster Liebe, Rivalität und Freundschaft.

Kinostart: 18.05.2016

Johann Hillmann
als Martin Kreitmeier

Lea Eisleb
als Silke

Konrad Baumann
als Oliver Huber

Inka Friedrich
als Susanne Kreitmeier

Stephan Kampwirth
als Uwe Kreitmeier

Andreas Hoppe
als Ludwig Huber

Inga Busch
als Kathrin

Claudia Geisler-Bading
als Vera Huber

Die Handlung von Blöde Mütze

Als wohlbehüteter Zwölfjähriger führt Martin (Johann Hillmann) eigentlich ein ganz passables Leben. Das ändert sich jedoch mit dem Umzug ins verschlafene Bellbach, wo der schmächtige Junge mit einigen Veränderung klar kommen muss. Bei der gleichaltrigen Silke (Lea Eisleb) fühlt er ein seltsames Kribbeln im Bauch: Er hat sich zum ersten Mal verliebt. Leider hat Silkes aggressiver Freund Oliver (Konrad Baumann) einiges dagegen. Martin beginnt zu kämpfen.

Konsequent auf Augenhöhe eines Zwölfjährigen erzählt, nimmt sich der Jugendfilm nach dem Roman von Thomas Schmid dessen Problemen realitätsnah und liebevoll an. Johannes Schmid gewann mit seiner Geschichte von erster Liebe, Rivalität und Freundschaft den Kinder-Medien-Preis.

Als Martin mit seiner Mutter umzieht und in seine neue Klasse kommt, fallen besonders zwei Mitschüler auf: Zum einen die hübsche, extrovertierte Silke und zum anderen der großmäulige Oliver. Dieser verpasst Martin auch auf Grund seiner Cap den nicht ganz lieb gemeinten Spitznamen "Blöde Mütze". Zunächst eingeschüchtert vom Auftreten der beiden, findet Martin nach und nach heraus, dass bei Silke und Oliver die Dinge zu Hause alles andere als rund laufen.

Als Martin in seine neue Klasse kommt, fallen besonders zwei Mitschüler auf: zum einen die hübsche, extrovertierte Silke, zum anderen der großmäulige Oliver. Dieser verpasst Martin auch auf Grund seiner Cap den nicht ganz lieb gemeinten Spitznamen "Blöde Mütze". Zunächst eingeschüchtert vom Auftreten der beiden, findet Martin nach und nach heraus, dass bei Silke und Oliver die Dinge zu Hause alles andere als rund laufen. Obendrein droht Oliver der Verweis von der Schule. Ohne genau zu wissen warum, will Martin ihm helfen.

Kritik zu Blöde Mütze

Preisgekröntes Coming-of-Age-Drama nach Thomas Schmids Debüt-Roman, das seine Protagonisten sehr ernst nimmt, dabei aber einen Tick zu schwermütig geraten ist.

Es gibt kaum etwas Schwierigeres, als das (Innen-)Leben von jungen Menschen an der Schwelle zum Erwachsenwerden ernsthaft, ehrlich und trotzdem unterhaltend in einem Spielfilm rüberzubringen. Genau dies ist Johannes Schmid gelungen, der den gleichnamigen Debüt-Roman seines Bruders Thomas für die Leinwand adaptiert hat. Im Prinzip erzählt "Blöde Mütze!" eine ganz alltägliche Geschichte: Martin (Johann Hillmann), ein etwas schmächtiger, zwölfjähriger Junge, zieht mit seinen Eltern in eine neue (Klein-)Stadt, muss neu anfangen, in der Schule, in der Nachbarschaft, Freunde finden. Da lernt er zwei Menschen kennen, die ihn auf unterschiedliche Art und Weise faszinieren: Die hübsche, extrovertierte Silke (Lea Eisleb), die ihre Wirkung auf Jungs durchaus einzuschätzen weiß. Und der großmäulige, rauflustige und ein Kopf größere Oliver (Konrad Baumann), der Martin von Anfang an auf dem Kieker hat und ihn wegen seines Baseball-Caps, das er ständig trägt, höhnisch "Blöde Mütze" nennt. Anfangs fühlt sich der schüchterne Neuling vom selbstbewussten Auftreten der beiden regelrecht gehemmt. Doch dann wirft er einen Blick hinter die Fassade, realisiert, dass etwa Silke arg darunter leidet, dass ihr Vater mit einer anderen Frau zusammen ist und nie Zeit für sie hat. Noch heftiger hat es Oliver getroffen. Auch die Ehe seiner Eltern steht vor dem Aus, sein arbeitsloser Dad ist dem Alkohol verfallen, ein Wrack, vor dem man jeglichen Respekt verloren hat. Da wird Oliver auch noch vom Lehrer beim Rauchen erwischt, es droht der Verweis von der Schule. Aber Martin hilft Oliver aus der Patsche, warum, weiß er allerdings auch nicht so genau.

Alleinerziehende Mütter, zerrüttete Familienverhältnisse, erste Erfahrungen mit Alkohol und sexuelles Erwachen - es gibt kaum etwas, was "Blöde Mütze!" nicht thematisiert. Auch wenn die Dialoge der jugendlichen Darsteller zuweilen etwas hölzern und gestelzt wirken, so besitzen die Figuren doch genügend Glaubwürdigkeit, dass man ihrem Alltag gerne folgt. Und der kann zwischen Schulbankdrücken und lästigen häuslichen Pflichten durchaus spannend sein, wenn sich das Trio beispielsweise heimlich im stillgelegten Flussfreibad "Riverpool" trifft und dort seine knisternde Dreieckskonstellation in vollen Zügen auslebt. Zusammengehalten wird das einfühlsame Coming-of-Age-Drama, das zuweilen fast etwas zu schwermütig zu werden droht, auch durch die herausragend besetzten, erwachsenen Nebenrollen - stellvertretend erwähnt sei "Tatort"-Kommissar Andreas Hoppe, der Olivers Vater mit deprimierender Hilflosigkeit verkörpert, und Inka Friedrich ("Sommer vorm Balkon"), als Martins gluckenhafte Mama. Hätte der Ausdruck "pädagogisch wertvoll" nicht so etwas Altbackenes, müsste man "Blöde Mütze!" so bezeichnen. Denn der Film nimmt seine Figuren sehr ernst, zeigt Probleme auf, vermeidet aber jegliches moralinsaure Gehabe - all das ist auch den diversen Festival-Jurys nicht verborgen geblieben, die das Werk bereits mehrfach - vom Goldenen Schwan (Moskau) über den Weißen Elefant (Kindermedienpreis) bis hin zum Goldenen Einhorn (Alpinale) - auszeichneten. lasso.

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Info

  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 18.05.2016

Deutschland 2007

Länge: 1 h 35 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Blöde Mütze!

Regie: Johannes Schmid

Drehbuch: Michael Demuth, Johannes Schmid

Musik: Michael Heilrath

Produktion: Philipp Budweg, Ingelore König

Kostüme: Stefanie Bruhn

Kamera: Michael Bertl

Schnitt: Thomas Kohler

Ausstattung: Angelica Boehm

Website: http://www.bloedemuetze.de