Geniale Science Fiction, in der sich Joaquin Phoenix in sein Computer-Betriebssystem verliebt. Oscar fürs beste Drehbuch!

Kinostart: 27.03.2014

Joaquin Phoenix

Joaquin Phoenix
als Theodore

Scarlett Johansson

Scarlett Johansson
als Samantha

Amy Adams

Amy Adams
als Amy

Rooney Mara
als Catherine

Olivia Wilde
als Blind Date

Portia Doubleday
als Isabella

Sam Jaeger
als Dr. Johnson

Matt Letscher
als Charles

Chris Pratt
als Paul

Die Handlung von Her

Theodore arbeitet erfolgreich in einer Agentur, die sich auf liebevolle, handgeschriebene Briefe spezialisiert hat. Der Anachronismus ist in Zeiten der totalen Vernetzung und Spracherkennung eine viel genutzte Dienstleistung. In seinem Privatleben sieht es jedoch anders aus. Theodore fühlt sich einsam seit seine Frau sich getrennt hat. Auch Telefonsex lindert den Schmerz nicht. Da kauft er sich ein neues, lernfähiges und personalisiertes System für seinen Homecomputer. Es nennt sich Samantha und wird bald seine engste Vertraute und Geliebte.

Theodore arbeitet in einer Agentur, die sich auf von Hand geschriebene Briefe spezialisiert hat. Er spendet Menschen Trost, ist aber selbst doch allein. Theodore fühlt sich einsam, seit seine Frau sich getrennt hat. Das ändert sich, als er ein neues, lernfähiges und personalisiertes Betriebssystem für seinen Homecomputer installiert. Es gibt sich den Namen Samantha und wird bald seine engste Vertraute und schließlich auch Geliebte. Doch damit tun sich nach und nach immer noch größere Probleme auf.

Ein einsamer Mann verliebt sich in das personalisierte Profil seines Computers. Als zärtliche Liebesgeschichte zwischen Mensch und Betriebssystem getarnte Utopie aus der nahen Zukunft von Spike Jonze.

Kritik zu Her

Einfühlsame Lovestory um einen zutiefst einsamen Mann im L.A. der nahen Zukunft, der sich in das personalisierte Profil seines Handys verliebt.

Ein Mann verliebt sich in sein Computerbetriebssystem. Das klingt zunächst einmal typisch, nach einer dieser wilden, unerhörten Geschichten, mit denen Spike Jonze zu Beginn seiner Karriere als Filmemacher auf sich aufmerksam machte: Aber "Her" ist keine überkandidelte Spinnerei wie "Being John Malkovich" oder "Adaptation". Hinter der Prämisse verbirgt sich tatsächlich ein zärtlicher und zarter Film über eine einsame Seele auf verzweifelter Suche nach Halt, nach Verbindung in einer Welt, in der sich die Menschen in die innere Emigration zurückgezogen haben. Es ist ein Science-Fiction-Film aus der ganz nahen Zukunft, der so realistisch umgesetzt ist und dessen Anliegen so wahrhaftig und persönlich sind, dass seine Welt sofort vertraut erscheint. Schnell vergisst man, dass es sich um Science-Fiction handelt, in der Los Angeles zwar als solches erkennbar, aber doch auch zu einer identitätslosen Megalopolis wie viele auf der Welt geworden ist - tatsächlich hat Jonze nahtlos Aufnahmen aus L.A. mit Ansichten asiatischer Großstädte verschmolzen, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

Theodore Twombly heißt sein sanfter Held des Films, gespielt von Joaquin Phoenix mit größtmöglicher Zurückhaltung. Der Name reicht aus, dass man ihn in die Arme nehmen will: Theodore ist frisch geschieden. Beruflich schreibt er, weil er als besonders einfühlsame Seele ein Talent dafür hat, immer den richtigen Ton zu treffen, Liebesbriefe für Paare, die er persönlich nicht kennt. Seine einzige Freundin ist eine Game-Programmiererin, die in seinem Haus lebt. Vor allem aber ist Theodore einsam - die primäre Kommunikation findet mit seinem Smartphone statt, dem er seine Befehle im Flüsterton übermittelt. Was sich radikal ändert, als er ein neues, revolutionäres Betriebssystem installiert, dass sich alsbald den Namen Samantha gibt und Theodores Lebensorganisation übernimmt. Mit einem Mal ist da jemand, der ihn versteht und kennt. Und Theodore kann nicht anders, als sich in die vermeintlich perfekte Frau zu verlieben - auch wenn sie nur virtuell existiert.

Letztlich steht und fällt der Film damit, dass der Zuschauer den Glaubenssprung mit Theodore macht und wirklich an diese unmögliche Liebesgeschichte glaubt. Jonzes unaufdringliches und auf den Punkt genaues Filmemachen macht es einem leicht, aber vor allem ist es in der Originalfassung die Leistung von Scarlett Johansson als Stimme von Samantha, die die Situation glaubwürdig macht. So sehr die Prämisse auch Gimmick - wenngleich ein nachvollziehbares im Zeitalter des virtuellen Austauschs - zu sein scheint, so genuin ist es, was Jonze über das Wesen der Liebe erzählt: Gerade weil sich das Gefühl nicht auf einen Körper richtet, gelingen ihm vermeintlich naive Betrachtungen, die aber am Kern dessen rütteln, was uns als Menschen ausmacht: "Her" ist also eine moderne "Love Story", aber auch eine Meditation über Identität und Existenz, über Kopf und Bauch, die berührt, beschäftigt und lange nachwirkt, wie der Schmerz einer gescheiterten Beziehung. ts.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 27.03.2014

USA 2013

Länge: 2 h 6 min

Genre: Drama

Originaltitel: Her

Regie: Spike Jonze

Drehbuch: Spike Jonze

Produktion: Megan Ellison, Vincent Landay, Spike Jonze

Kostüme: Casey Storm

Kamera: Hoyte van ma

Schnitt: Eric Zumbrunnen, Jeff Buchanan

Ausstattung: K. K. Barrett

Website: http://film.info/her