Ein ehemaliger Kinderstar mietet sich mit Mitte Dreißig eine Pflegefamilie, um die Kindheit nachzuholen, die er verpasst hat.

Kinostart: nicht bekannt

David Spade

David Spade
als Dickie Roberts

Mary McCormack
als Grace Finney

Craig Bierko
als George Finney

Jon Lovitz
als Sidney Wernick

Doris Roberts
als Peggy Roberts

Alyssa Milano
als Cyndi

Rob Reiner
als Rob Reiner

Scott Terra
als Sam Finney

Handlung

Wie so viele ehemalige Kinderstars wurde auch Dickie Roberts (David Spade) irgendwann kurz nach dem Stimmbruch von der Traumfabrik ausrangiert. Nun könnte ein neues Engagement das erhoffte Comeback bringen. Doch Dickie, der nie ein richtiges Familienleben kannte, fehlt laut Regisseur Rob Reiner die nötige emotionale Tiefe für die Rolle. Um sich diese anzutrainieren und seine verlorene Kindheit nachzuholen, zieht der 35-Jährige vorübergehend in das Haus einer nur scheinbar stinknormalen Durchschnittsfamilie.

Gastauftritte von Brendan Fraser und ehemaligen Kinderstars wie Corey Feldman, Leif Garrett, Donny Bonaduce und Barry Williams zieren den neuen Soloauftritt von David Spade ("Joe Dreck"). Sam Weisman ("George - Der aus dem Dschungel kam") inszenierte, Adam Sandler produzierte.

Einst war Dickie Roberts ein ziemlich berühmter Kinderstar im Fernsehen. Jetzt, mit Mitte Dreißig, bemüht er sich verzweifelt um ein Comeback und um die Titelrolle für einen neuen Film. Zu Recherchezwecke für die Rolle zieht er eine Weile in das Haus einer ganz normalen Durchschnittsfamilie, in der es allerdings nicht so normal zugeht, wie es Dickie erwartet hat.

Früher war Dickie Roberts ein Kinderstar. Bekannt, beliebt, berühmt sogar - eine Fixgröße beim Fernsehen. Heute ist das anders, ganz anders. Dickie, inzwischen Mitte 30, kennt niemand mehr. Und schon gar niemand will ihn als Schauspieler verpflichten. Das muss anders werden. Dickie plant ein Comeback. Ganz groß. Zu Recherchezwecken für seine avisierte Rolle quartiert sich Dickie bei einer ganz normalen Familie ein. Blöd nur, dass es da gar nicht so "normal" zugeht wie erwartet.

Kritik

Komiker David Spade ("Tommy Boy") hat spätestens seit dem Überraschungs(video)erfolg seines letzten Vehikels "Joe Dirt" den Sidekick-Schuh endgültig abgestreift und ist nunmehr erneut mit einem Solo zu sehen. Wieder war er in Zusammenarbeit mit Fred Wolf ("Black Sheep") beteiligt, das Drehbuch auf sich selbst maßzuschneidern, um hier in die Rolle eines abgehalfterten ehemaligen Kinderstars zu schlüpfen, der alles daran setzt, eine zweite Chance in Hollywood zu erhalten.

Gemäß jeder Happy Madison Produktion (die Firma seines früheren Kollegen bei der Comedykultserie "Saturday Night Live", Adam Sandler) wird mit poprockiger Begleitmusik auf der erprobten Schiene von Slapstick, Satire und Sentimentalität gefahren. Die Mischung wurde routiniert von Regisseur Sam Weisman ("George der aus dem Dschungel kam") inszeniert, der aus seinem Star zwar keine oscarreife Darstellung herausholen kann, doch dessen Tendenz zu beißendem Zynismus entschärft und somit stärker als sympathische Figur aufbaut. Begonnen (und beendet) wird die Coming-of-Age-Variante als eine reißerische "E! True Hollywood Story!"-Dokumentation, was den Filmemachern erlaubt ein Maximum an Exposition im Schnellverfahren abzuhaken. Titelfigur Dickie Roberts ist in den siebziger Jahren bereits als Fünfjähriger ein gefeierter Sitcomstar. Doch nach dem kometenhaften Aufstieg kommt alsbald der plötzliche Fall. 30 Jahre später ist Dickie jetzt in Gestalt von Spade ein lächerlicher Gestriger, der sich selbst für ein peinliches Celebrity-Boxing-Match (mit Emmanuel Lewis aus "Webster" - einer von vielen tatsächlichen ehemaligen Kinderstars, die den Film bevölkern) nicht zu schade ist. Dennoch gibt er die Hoffnung auf ein Comeback nicht auf. Mit einigem Einfallsreichtum (und der Hilfe von Brendan Fraser) erreicht er einen Termin bei Rob Reiner (der sich selbst spielt). Reiner sagt ihm, dass ihm für die Rolle die notwendige emotionale Tiefe fehlen würde, da Dickie nie eine richtige Kindheit gehabt hätte. Daraufhin beschließt Dickie, eine Famiie mit zwei Kindern, einer attraktiven Mutter (Mary McCormick) und einem Windhund von Vater (Craig Bierko) zu "mieten" und so zu lernen, was es heißt ein Kind zu sein. Dies umfasst das Erlernen von so simplen Dingen wie Fahrradfahren, kindgerechter Sprache und selbst eine Spazierfahrt im Kinderwagen. Doch auch Dickie hat einigen Einfluss auf seine "Adoptivfamilie" . Für seinen "Bruder" macht er dessen Hänsler in der Schule fertig und seiner "Schwester" bringt er eine Tanznummer bei. Wohin das Happy End führt, ist unschwer zu erraten.

Und doch ist das Ergebnis ein vielleicht harmloser aber auch mild-humoriger Feelgood-Famlienmovie, der ohne Bad-Taste-Gags auskommt. Unterhaltsam sind die Gastauftritte von ehemaligen Kinder- und Jungstars wie Corey Feldman, Leif Garrett, Donny Bonaduce und Barry Williams - auch wenn die Mehrzahl davon dem deutschen Publikum fremd sein dürfte. ara.

Wertung Questions?

FilmRanking: 20848 -4520

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Dickie Roberts: Kinderstar
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: nicht bekannt

USA 2003

Länge: 1 h 38 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Dickie Roberts: Former Child Star

Regie: Sam Weisman

Drehbuch: Fred Wolf, David Spade

Produktion: Adam Sandler, Fred Wolf, Jack Giarraputo

Kostüme: Lisa Jensen

Kamera: Thomas E. Ackerman

Schnitt: Roger Bondelli

Ausstattung: Dina Lipton, Marc Dabe

Website: http://www.dickieroberts.de

Newsletter

Hol' dir jetzt den KINO&CO Newsletter!
Der schnelle Überblick über unsere Blockbuster und Top-Gewinnaktionen der Woche.