Der expert Schlager-SOMMER!

Regisseur Roland Reber und Produzentin Antje Nikola Mönning zeigen ihr neuestes Werk – eine Komödie der etwas anderen Art.

Kinostart: 22.02.2018

Die Handlung von Der Geschmack von Leben

Wonach schmeckt eigentlich das Leben? Eine Frage, die auch der Video-Bloggerin Nikki unter den Fingernägeln brennt. Auf der Suche nach Antworten reist sie deshalb quer durch Deutschland und stellt ganz gewöhnlichen Menschen eben diese Frage. Die Philosophien, Erlebnisse und Lebenswege hält sie dann auf ihrem Video-Blog fest.

Beispielsweise schmeckt das Leben für Martina nach Zimtsternen, Jana hingegen findet, dass es eher nach Schuld schmeckt. Sonja und Verena sind stattdessen der Meinung, dass es nach endlosen Partys oder eben nach Liebe schmeckt. Und welchen Geschmack hat das Leben für Nikki? Für sie schmeckt es nach dem Mannessaft und deshalb lässt sie sich unterwegs auch keine Gelegenheit entgehen, in den Genuss dessen zu kommen.

Der Geschmack von Leben - Ausführliche Kritik

Roland Reber gehört zu den wenigen Regisseuren Deutschlands, die noch unabhängig agieren können. Ohne Bindung an Rundfunkanstalten oder Fördermittel kann er zeigen und erzählen, was immer er möchte. Dementsprechend sind seine Werke definitiv anders als die meisten Filme. Auch „Der Geschmack von Leben“ ist ein solches Werk, das für viele Mainstream-Kinobesucher wahrscheinlich an die eigenen moralischen Grenzen geht.

Vor allem wenn die Interviewerin Nikki, gespielt von Antje Nikola Mönning, mittendrin für einen schnellen Spaß auf der Toilette verschwindet, fühlt man sich an die Romanverfilmungen „Feuchtgebiete“ und „Schoßgebete“ von Charlotte Roche erinnert. Dabei ist Rebers Film „Der Geschmack von Leben“ weitaus mehr als nur erotische Faselei. Bei jeder Gelegenheit teilt er Seitenhiebe aus. Egal ob Religion, nicht nachdenkende Menschen, Unterhaltungsmedien, die nach dem Schema F handeln, sinnlose Verbote oder das vorherrschende Männer- und Frauenbild, jeder bekommt sein Fett weg.

Ebenso, wie sich Rebers nicht den gängigen Themen widmet, hält er sich auch nicht an eine kohärente Erzähl- und Filmstruktur. So kommt es, dass „Der Geschmack von Leben“ ein bunter Mix aus Video-Blog, Porno, Pamphlet und Essay ist, der hier und da durch Musicals oder Musik-Videos unterbrochen wird. Damit bleibt sich Rebers aber wenigstens selbst treu und nichts anderes erwarten auch seine Fans.

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Info

  • FSK ab 18/Keine Jugendfreigabe

FSK: ab 18

Kinostart: 22.02.2018

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