Getragene Romanze über zwei Brieffreunde, die sich ineinander verlieben, dann aber feststellen, dass sie zwei Jahre voneinander getrennt leben.

Kinostart: 06.07.2006

Keanu Reeves

Keanu Reeves
als Alex Wyler

Sandra Bullock

Sandra Bullock
als Kate Forster

Christopher Plummer

Christopher Plummer
als Simon Wyler

Die Handlung von Das Haus am See

Irgendwann im Winter beschließt Dr. Kate Forester (Sandra Bullock), dass die Zeit für einen Tapetenwechsel gekommen ist. Sie verlässt ihr idyllisches Haus am See und zieht nach Chicago, wo eine Stelle am Krankenhaus auf sie wartet. Ihrem Nachfolger hinterlässt sie eine Notiz. Der, ein erfolgloser Architekt namens Alex Burnham (Keanu Reeves), antwortet auf die Nachricht und verliebt sich in seine Brieffreundin. Doch er muss feststellen, dass die beiden nicht nur eine geographische Entfernung trennt.

Das "Speed"-Duo wieder vereint in einer märchenhaften Romanze, frei nach dem koreanischen Film "Siworae" (internationaler Titel: "Il Mare") aus dem Jahr 2000.

Der frustrierte Architekt Alex Brunham zieht in ein wunderschönes Haus an einem See. Dort erhält er beeindruckende Briefe der vorherigen Bewohnerin, die einsame Doktorin Kate Forster. Schnell entwickelt sich eine intensive Brieffreundschaft - bis Alex feststellen muss, dass er und Kate tatsächlich zwei Jahre voneinander getrennt leben. Kann es für ihre Beziehung ein Happy-End geben.

Dr. Kate Forster verlässt ihr wunderschönes Landhaus am See, um in die geschäftige Chicagoer Innenstadt zu ziehen. Am alten Wohnsitz hinterlässt sie eine kleine Botschaft mit der Bitte, ihre Post an die neue Adresse nachzusenden. Doch ihr Nachmieter, Architekt Alex Wyler, merkt schon bald, dass diese Anschrift noch nicht existiert, denn er lebt im Jahre 2004 und Kate im Jahre 2006. Über den Briefkasten des Landhauses können die beiden aber Kontakt miteinander aufnehmen, und so entwickelt sich bald mehr als eine Brieffreundschaft.

Kritik zu Das Haus am See

In Alejandro Agrestis Remake der südkoreanischen Romanze "Siworae" verlieben sich die "Speed"-Stars Sandra Bullock und Keanu Reeves erneut ineinander - mit dem Problem, dass sie zwei Jahre getrennt voneinander leben.

Die Liebe ist ein seltsames Spiel. Das weiß der Schlager und auch Sandra Bullock kann ein Lied davon singen. Als Komapatient lag in "Während du schliefst" ihr Traummann im Hospital - bis dessen Bruder auftauchte und die Welt plötzlich wieder ganz anders aussah. Unter ähnlich verzwickten Vorzeichen steht ihre neue Liebesaffäre, die mit einem Umbruch, einem Aufbruch in ein neues Leben beginnt: dem Auszug aus dem romantischen, titelgebenden Haus am See. In dessen Briefkasten sie eine Nachricht für ihren Nachmieter hinterlässt, ihr doch etwaige Post nachzusenden. Doch die neue Chicagoer Anschrift der Ärztin Kate Forster gibt es (noch) nicht, wie ihr Nachmieter, der Architekt Alex Wyler, bei einem Besuch in Chicago feststellt. Was er postwendend zu Papier bringt. Der Beginn einer wunderbaren (Brief-)Freundschaft. Denn schnell wird klar, dass die sprichwörtlichen Königskinder zwar fast am selben Ort leben - er aber im Jahr 2004, sie im Jahr 2006. Nicht gerade ideale Voraussetzungen für eine funktionierende Liaison.

Gut Ding will Weile haben - und Liebe sprengt alle rationalen Grenzen. Soweit die Vorgaben des argentinischen Regisseurs Alejandro Agresti ("Das letzte Kino der Welt"), der hier ganz im Trend liegend den Asia-Hit "Siworae" (2000) - internationaler Titel: "Il mare" - von Hyun-seung Lee für Hollywood aufbereitet. Und das im besten Sinne - gegen den Strich. Ruhig, ohne Hektik, mit viel Einfühlungsvermögen für seine Personen. Langsam entwickelt sich die Geschichte nach David Auburns ("Der Beweis") sorgfältigem Script, das sich Zeit nimmt fürs Innen- und Vorleben seiner beiden Protagonisten: der unglücklichen Kate, die nach neuen Herausforderungen sucht, und dem frustrierten Alex, der immer noch unter seinem dominanten Vater, dem Star-Architekten Simon Wyler - Christopher Plummer gefällt als herrschsüchtiger Frank-Lloyd-Wright-Verschnitt - leidet. Dabei springt der Filmemacher geschickt in Zeit und Raum, bricht eine Lanze für den Brief, das sorgfältig überlegte Wort, fürs gedrosselte Tempo, fürs Magische und (Über-)Sinnliche.

Und dann ist da noch die dritte Hauptperson, das Haus am See, entworfen und gebaut von Simon Wyler. Durchsichtig, gläsern, einladend fußt es auf Stelzen im Wasser. Ein Gegenentwurf etwa zum kalten Zweckbau Krankenhaus, in dem Kate ihre neue Stelle antritt. "The Lake House", so der Originaltitel, stimmungsvoll fotografiert vom einschlägig vorbelasteten Alar Kivilo ("The Glass House") steht, sinnbildlich wie konkret, für glückliche, vergangene Tage - und hierher werden Alex und Kate, routiniert und mit der nötigen Sentimentalität von Bullock und Reeves gespielt, zurückkehren. Wenn sie ihre Dämonen besiegt haben. Einen Neuanfang wagen, auf eine bessere Zukunft hoffen. geh.

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Info

Plakat des Films: Das Haus am See

Kinostart: 06.07.2006

USA 2006

Länge: 1 h 38 min

Genre: Drama

Originaltitel: The Lake House

Regie: Alejandro Agresti

Drehbuch: David Auburn

Musik: Rachel Portman

Produktion: Roy Lee, Doug Davison

Kostüme: Deena Appel

Kamera: David Tattersall

Schnitt: Lynzee Klingman, Alejandro Brodersohn

Ausstattung: Nathan Crowley

Website: http://www.dashausamsee-derfilm.de/