20 Jahre nach dem ersten Film kehrt Mark Renton nach Edinburgh zurück und trifft wieder auf seine Freunde von einst.

Kinostart: 16.02.2017

Die Handlung von T2: Trainspotting

Zwanzig Jahre, nachdem er seine Freunde abgezockt und sich nach Amsterdam abgesetzt hat, kehrt Renton zurück ins heimische Leith: Er steht vor dem Trümmerhaufen seines Lebens, ist allein, kurz vor der Entlassung, und gesundheitlich angeschlagen. Widerwillig schließt sich sein einstmals bester Freund Sick Boy mit ihm zusammen, weil er Hilfe bei der Eröffnung eines Stripschuppens braucht - und insgeheim Rache üben will. Wozu Begbie jederzeit bereit wäre: Er ist aus dem Knast ausgebrochen, um mit Renton abzurechnen.

Mark Renton kehrt nach Leith zurück und wagt den Neuanfang, muss sich aber vor seinem ehemaligen Kumpel Begbie fürchten, der auf Rache aus ist. Späte Fortsetzung von Danny Boyles Kulterfolg von 1996 mit Originalbesetzung.

Kritik zu T2: Trainspotting

Späte Fortsetzung von "Trainspotting", in der die Figur von Ewan McGregor 20 Jashre später nach Edinburgh zurückkehrt.

Als Trainspotting vor 20 Jahren ins Kino kam, war der Film wie ein Urknall, stellte mit dem Inselkino an, was "Pulp Fiction" zwei Jahre davor mit dem US-Kino gemacht hatte. Rundumerneuerung. Frischzellenkur. Mit einem Schlag war britisches Kino nicht mehr muffiges Kostümdrama oder trister Kitchen-Sink-Realismus, sondern purer Pop: So furios wie Danny Boyle hatte auf der Insel noch nie jemand knallige Bilder und perfekt ausgewählte Musik kombiniert, um eine Geschichte aus dem Hier und Jetzt zu erzählen: über eine Gruppe von Junkies aus Edinburgh, die einen großen Coup landen wollen.

Diesen Urknall des Neuen und Unerwarteten erlebt man bei "T2 Trainspotting" nicht mehr, der späten Fortsetzung, die lose auf dem 2002 erschienenen Roman "Porno" von Irvine Welsh basiert, in dem er noch einmal Mark Renton und seine Kumpels in den Mittelpunkt rückte. Was nicht heißt, dass Danny Boyle sich visuell zurückhalten oder die seinen Filmen typische Energie zügeln würde. Aber ging es damals um eine Clique Todgeweihter, die sich unsterblich fühlten und deshalb immer Gas gaben, so erzählt er in diesem ebenso komischen wie auch bittertraurigen Film von gestandenen Männern, die keine Gegenwart haben, weil sie die Vergangenheit nicht loslässt. Es ist kein nostalgischer Film, sondern ein Film über Nostalgie.

Mark Renton kehrt 20 Jahre nach seinem Betrug an seinen Freunden, die er in Amsterdam verbracht hat, zurück nach Edinburgh. Weil ihm einerseits nach seiner Scheidung und der bevorstehenden Entlassung nichts anderes übrig bleibt, aber auch weil er sich den Dämonen von einst stellen will. So trifft er auf seinen ehemals besten Freund, den verräterischen Sick Boy, den hasserfüllten Begbie und den immer noch den Drogen verfallenen Spud. In die Jahre gekommene, gezeichnete Männer, die sich selbst nicht entkommen können, so sehr sie sich auch mühen - und so aberwitzige Szenen "T2" auch bereithält, der den Fans alles gibt, was sie sich von einem "Trainspotting"-Film erwarten, inklusive eines neuen "Choose life"-Monolog von Ewan McGregor, aber doch deutlich tiefer schneidet, als es das Original getan hat: Die "Lust for Life" ist noch da. Und doch ist das Leben verdammt schwierig geworden. bf.

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Info

  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 16.02.2017

Großbritannien 2017

Länge: 1 h 57 min

Genre: Drama

Originaltitel: T2 Trainspotting

Regie: Danny Boyle

Produktion: Andrew Macdonald, Danny Boyle, Christian Colson, Bernard Bellew

Kamera: Anthony Dod Mantle

Schnitt: Jon Harris

Website: http://www.t2trainspotting.de