Komödie von Fatih Akin über zwei ungleiche Brüder, die sich zusammenraufen müssen, um ihr Szenerestaurant Soul Kitchen zu retten.

Kinostart: 24.12.2009

Adam Bousdoukos

Adam Bousdoukos
als Zinos Kazantsakis

Szenenbild aus Soul Kitchen mit Moritz BleibtreuMoritz Bleibtreu

Moritz Bleibtreu
als Illias Kazantsakis

Birol Ünel
als Shayn Weiss

Anna Bederke
als Kellnerin Lucia Faust

Pheline Roggan
als Nadine Kr

Lucas Gregorowicz
als Kellner Lutz / Mitglied Bad Boy Boogiez

Dorka Gryllus
als Anna Mondstein

Wotan Wilke Möhring
als Thomas Neumann

Demir Gökgöl
als Bootsbauer Sokrates

Monica Bleibtreu
als Nadines Gro

Marc Hosemann
als Ziege

Cem Akin
als Milli

Catrin Striebeck
als Frau Schuster vom Finanzamt

Hendrik Bültzingslöwen
als Assistent von Frau Schuster

Jan Fedder
als Herr Meyer vom Gesundheitsamt

Julia Wachsmann
als Tanja, Neumanns Verlobte

Simon Görts
als Tschako

Maverick Quek
als Han

Markus Imboden
als Nadines Vater

Gudrun Egner
als Nadines Mutter

Arne Benzing
als Bad Boy Boogiez

Piotr Gregorowicz
als Bad Boy Boogiez

Hans Ludwiczak
als Bad Boy Boogiez

Jan Weichsel
als Bad Boy Boogiez

Peter Lohmeyer
als Restaurantbesitzer

Gustav Peter Wöhler
als N

Zarah Jane McKenzie
als Kellnerin

Peter Jordan
als Notar

Wolfgang Schumacher
als Arzt

Ugur Yücel
als Knochenbrecher-Kemal

Philipp Baltus
als Elektro-DJ

Lars Rudolph
als Richter im Amtsgericht

Fritz Renzo Heinze
als Pfarrer

Francesco Fiannaca
als JVA Beamter

Bülent Celebi
als Rocker-Gast "Ali Davidson"

Bernd Gajkowski
als Gast

Herma Koehn
als Gast

Joana Adu-Gyamfi
als Apothekerin

Maria Ketikidou
als Kommissarin

Till Huster
als Polizist

Torsten Lemke
als Patient von Anna

Udo Kier
als Herr Jung, Investor

Senol Ugurlu
als H

Emek Kavukçuoglu
als Junger Makler

Handlung

Nach einigen Anlaufschwierigkeiten setzt sich das neue Gourmetkonzept des Hamburger Szenerestaurants Soul Kitchen langsam durch. Aufatmen bei Restaurantbesitzer Zilios, der trotzdem an gebrochenem Herzen leidet und nach China fliegt, um seine Verflossene Nadine zurück zu gewinnen. Das Restaurant überlässt er einstweilen seinem Bruder Ilias, ein ewiger Tunichtgut, der die Soul Kitchen alsbald an einen zweifelhaften Immobilienmakler verzockt. Zilios kehrt demoralisiert zurück, weil Nadine bereits einen Neuen hat, und steht nun vor einem Scherbenhaufen.

Nach Anlaufschwierigkeiten setzt sich das Gourmetkonzept des Hamburger Szenerestaurants Soul Kitchen durch. Aufatmen bei Restaurantbesitzer Zilios, der an gebrochenem Herzen leidet und nach China fliegt, um seine Verflossene Nadine zurück zu gewinnen. Das Restaurant überlässt er einstweilen seinem Bruder Ilias, ein ewiger Tunichtgut, der die Soul Kitchen alsbald an einen zweifelhaften Immobilienmakler verzockt. Zilios kehrt demoralisiert zurück, weil Nadine bereits einen Neuen hat, und steht nun vor einem Scherbenhaufen.

Kritik

Fatih Akins Erfolgsstory geht weiter, seine Herz erwärmende Komödie im Hamburger Multikulti-Viertel und absoluter Lido-Liebling erhielt den Spezialpreis der Jury in Venedig.

Es gehört schon etwas dazu, ein internationales Projekt sausen zu lassen, um sein eigenes durchzuziehen, seinen Film nicht in Cannes zu zeigen, weil er noch nicht optimal war. Fatih Akin riskierte einiges und wurde in Venedig mit dem Spezialpreis der Jury für "Soul Kitchen" belohnt, einer zärtlichen Liebeserklärung an seine Heimatstadt und das Arbeiterviertel Wilhelmsburg, wo der langhaarige Deutschgrieche Zinos Kazantsakis in seinem Restaurant neben von Unkraut überwachsenen Schienen die Stammgäste mit Pommes und Majo, paniertem Schnitzel und Fischstäbchen versorgt.

Bald geht alles drunter und drüber, der neue, ambitionierte Koch, der schon mal Aphrodisiaka ins Dessert mischt, verscheucht die alte Kundschaft. Eine betuchte Klientel erobert die Kult-Kneipe. Die Freundin in Shanghai zickt. Finanzamtkontrolleure und Immobilienhaie nerven. Und sein Bruder will als Knast-Freigänger einen Arbeitsvertrag, ohne einen Finger krümmen zu müssen. Gipfel des Grauens ist ein Bandscheibenvorfall, der den Geschundenen plagt. Nur der türkische Physiotherapeut Knochenbrecher kann im letzteren Fall noch helfen.

Vorbild für das Film-Gasthaus war übrigens Hauptdarsteller Adam Bousdoukos' eigene Taverne in Ottensen. Nicht immer kämpfen die Protagonisten mit feinstem Dialogflorett, es darf auch schon mal deftig werden in diesem "schmutzigen Heimatfilm" ohne elitäre Hanseaten. Amüsierte sich Münchens Schickeria einst im "Rossini", lässt es sich die Hamburger Szene im "Soul Kitchen" gut gehen, ein Mikrokosmos von Multi-Kulti, gescheiterten Existenzen, Überlebenskämpfern des Alltags und Romantikern, die ihrer Sehnsucht nachhängen. Da wird gerockt, "La Paloma" geschmettert und Sirtaki getanzt.

Bewusst wählte Akin als Drehorte von Gentrifizierung bedrohte Stadtviertel, Biotope mit unfertigem Charme, die man unter Artenschutz stellen müsste, weil es sie bald nicht mehr gibt. Er zeigt auch die schönen und touristischen Seiten der Hanse-Metropole mit Speicherstadt, Elbe und Alster im besten Licht von Kameramann Rainer Klausmann. Mit dabei die Filmfamilien-Mitglieder "Kneipenwirt" Adam Bousdoukos ("Kurz und schmerzlos"), "Knast-Bruder" Moritz Bleibtreu ("Im Juli", "Solino"), "Sternekoch" Birol Ünel ("Gegen die Wand") und Monica Bleibtreu in ihrer letzten Rolle als Familienpatriarchin. Der Soundtrack, zu dem die Schauspieler sich ihren Lieblings-Soul-Sound aussuchen konnten, verstärkt die intime Atmosphäre und reißt mit. Und wenn Hans Albers vom "Letzten Hemd" singt, das keine Taschen hat und auffordert, den kleinen Rest des Lebens "zu vernaschen", der Schnee beim Dinner for Two am Heiligabend rieselt, dann ist Fatih Akin mit seinem leicht bekömmlichen und überaus komischen Feelgood-Movie ohne überflüssigen Edelschnickschnack ganz, ganz nah an Genuss und (Heimat-)Gefühl. Futter für die Seele. mk.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 24.12.2009

Deutschland 2009

Länge: 1 h 40 min

Genre: Drama

Originaltitel: Soul Kitchen

Regie: Fatih Akin

Drehbuch: Adam Bousdoukos, Fatih Akin

Produktion: Fatih Akin, Klaus Maeck, Ann-Kristin Homann

Kostüme: Katrin Aschendorf

Kamera: Rainer Klausmann

Schnitt: Andrew Bird

Ausstattung: Tamo Kunz

Website: http://www.soul-kitchen-film.de

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