Tragikomische Geschichte eines Paares, das versucht, mit dem Älterwerden zurande zu kommen.

Kinostart: 06.09.2012

Aidan McArdle
als James

Kate Ashfield
als Giulia

Arta Dobroshi
als Maya

Luke Treadaway
als Benjamin

Leslie Phillips
als Leo

Hugo Speer
als Peter

Joanna Lumley
als Charlotte

Simon Callow
als Richard

Sushil Chudasama
als Sushil

Nicholas Farrell
als Francis

Ryan Quartley
als Henry

Joanna Bobin
als Karen

Iona Warne
als Carolyn

Die Handlung von Late Bloomers

Das lang verheiratete Ehepaar Adam und Mary braucht sich eigentlich keine Sorgen mehr machen. Bis der Architekt in seinem Büro eine Auszeichnung für sein Lebenswerk erhält und die im Ruhestand lebende Lehrerin nach einem Gedächtnisaussetzer Angst vor Alzheimer bekommt. Beides wirkt wie ein Schock: Plötzlich werden sich beide bewusst, längst die 60 passiert zu haben. Während Adam sein Alter fortan leugnet, versucht sich Mary darin einzurichten - was ihre Ehe sprengt. Ihre drei erwachsenen Kinder versuchen die Beziehung zu kitten.

Das lang verheiratete Ehepaar Adam und Mary braucht sich keine Sorgen mehr machen. Bis der Architekt in seinem Büro eine Auszeichnung für sein Lebenswerk erhält und die im Ruhestand lebende Lehrerin nach einem Gedächtnisaussetzer Angst vor Alzheimer bekommt. Beides wirkt wie ein Schock: Plötzlich werden sich beide bewusst, längst die 60 passiert zu haben. Während Adam sein Alter fortan leugnet, versucht sich Mary darin einzurichten - was ihre Ehe sprengt. Ihre drei erwachsenen Kinder versuchen die Beziehung zu kitten.

Ein reifes Ehepaar versucht, mit einer späten Krise durch das Älterwerden zurechtzukommen. Tragikomische Geschichte mit Isabella Rossellini und William Hurt von Constantin Costa-Gavras' Tochter Julie.

Kritik zu Late Bloomers

Isabella Rossellini und William Hurt in einer nachdenklichen Dramödie über die inneren Konflikte, die das Altern auslöst.

Julie Gavras ("Blame it on Fidel"), die Tochter von Politthriller-Legende Constantin Costa-Gavras, übt sich in der Disziplin der Best-Ager-Komödie, die sich doch eher wie eine Charakterstudie ausnimmt. Ihr größter Bonus sind zwei verdiente, würdevoll gereifte Schauspiel-Veteranen, die als lang verheiratetes Paar einen Altersschock erfahren, an dem sie gehörig zu knabbern haben. Denn Alter macht keineswegs weise.

Es sind erstaunlich viele Szenen, in denen beide, jeder für sich allein, innehalten und ins Grübeln geraten, sich irritiert umschauen: Morgens aufgewacht, in den Spiegel geschaut und gemerkt, dass man alt ist. Die Welt hat sich schon ein wenig weiter gedreht und den Kontakt zur nächsten Generation - auch die eigenen drei Kinder - ist verloren gegangen, wenn auch nicht auf so rührende Art wie in "Allen geht's gut". Was auch daran liegt, dass das Oberschichtenpaar Adam (Hurt) und Mary (Rossellini) nur weniges offen bespricht und das meiste mit sich selbst ausmacht.

So sind der Architekt, als er für sein Lebenswerk ausgezeichnet wird, und die im Ruhestand lebende Lehrerin plötzlich mit der sozialen Reaktion auf ihr Alter, beide haben die 60 passiert, konfrontiert. Ihre Antwort, trotz beginnendem Altersstarrsinn, differiert stark: Während Mary, getrieben von der Angst vor Alzheimer, sich altersgerecht einzurichten beginnt und Gymnastikkurse besucht, leugnet Adam die Realität und will sich mit einem Bauprojekt durch das Nachwuchsteam verjüngen. Daraus entstehen jeweils Seitensprünge und schon steht eine Scheidung im Raum - zum Entsetzen der erwachsenen Kinder, die besorgt die elterliche Ehe zu kitten versuchen.

Der Charme dieser Best-Ager-Dramödie mit tragikomischen tatiesken Momenten, die sporadisch in einem untertourigen Rom-Com-Plot aufflackern, drückt sich vor allem in der sympathischen Musik aus, die den Umgang mit den Zumutungen des Alltags und die langsam wachsende Selbsterkenntnis begleitet. Daraus ergeben sich Konflikte, die im Ehestreit kulminieren, der so ganz ohne Lautzuwerden abläuft. Dieses Unauffällige, Zurückhaltende ist der inszenatorische Clou eines gegen klischeehafte Figuren nicht ganz gefeiten Beitrags zur einsetzen Lebensveränderung. Auf die Zielgruppe ist die augenzwinkernd und gelassen vorgetragene Ü60-Perspektive präzise zugeschnitten. tk.

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Info

Kinostart: 06.09.2012

Belgien/Frankreich/Großbritannien 2010

Länge: 1 h 32 min

Genre: Drama

Originaltitel: Late Bloomers

Regie: Julie Gavras

Drehbuch: Olivier Dazat, Julie Gavras

Musik: Sodi Marciszewer

Produktion: Sylvie Pialat, Bertrand Faivre

Kostüme: Marianne Agertoft

Kamera: Nathalie Durand

Schnitt: Pierre Haberer

Ausstattung: Eve Stewart

Website: www.movienetfilm.de