Der legendäre Major Kottan kehrt zurück und ermittelt mit seiner gewohnt Wienerischen Art in einem Mordfall.

Kinostart: 02.06.2011

Lukas Resetarits

Lukas Resetarits
als Adolf Kottan

Udo Samel

Udo Samel
als Heribert Pilch

Johannes Krisch
als Paul Schremser

Robert Stadlober
als Alfred Schrammel

Wolfgang Böck
als Kurt Hofbauer

Simon Schwarz
als Stefan Platzer

Hanno Pöschl
als Drballa

Bibiana Zeller
als Ilse Kottan

Mavie Hörbiger
als Marianne Herzer

Erni Mangold
als Mutter Ziwoda

Gerti Drassl
als Rita Murawetz

Nina Fog
als Paula Chantilly

Chris Lohner
als Fernsehsprecherin

Erich Schleyer
als Markus Herzer

Branko Samarovski
als Geiselnehmer

Cornelius Obonya
als Kurt Maderna

Karl Ferdinand Kratzl
als Johann Ziwoda

Julian Sharp
als Bernhard Zacherl

Ernst Konarek
als militanter Nichtraucher

Andreas Gönczöl
als Roman Varnovsky

Marcus Thill
als Spielteilnehmer

Sami Loris
als Nachrichtensprecher

Franz Suhrada
als Polizist Schreyvogel

Michaela Mock
als Karin Blaha

Bigi Fischer
als Hausmeisterin/Prostituierte

Elke Winkens
als Empfangsdame Lucy

Dorothea Parton
als Hilde Kvapil

Maddalena Hirschal
als Heidi Zacherl

Margit Gara
als Obdachlose

Johnny K. Palmer
als Fred

Elias Pressler
als Bankr

Handlung

Drei Morde in 24 Stunden. Das ist für Polizeipräsident Pilch inakzeptabel - da der Karriere nicht förderlich. Ins Innenministerium will er, ganz hinauf, und deshalb muss ein Fahndungserfolg her. Augenblicklich. Also (re-)aktiviert er den besten Mann der Exekutive: Major Adolf Kottan. Doch der ist gar nicht daran interessiert, wieder als "Kieberer" tätig zu werden, und spielt lieber in Kottan's Kapelle Gitarre. Da plumpst ihm eine Leiche aufs Kleinwagendach, und er nimmt in der In-Bar Fast Fut seine Ermittlungen auf.

Kritik

Inspektor gibt's kan? Irrtum! Major Kottan lebt, Peter Patzak hat ihn fürs Kino wiederbelebt - in Person von Lukas Resetarits, dem schrägsten Ermittler seit Clouseau.

Drei Morde in 24 Stunden. Das geht Polizeipräsident Pilch arg gegen den Strich. Zwar residiert er schon höchst nobel im Schloss Schönbrunn, aber ihn drängt es höher hinauf - ins Innenministerium. Dort will auch sein Konkurrent, Napoleon-Verehrer Generalmajor Hofbauer, der "Held von Wien", hin. Ein Ermittlungserfolg muss her. Sofort. Dafür wird der beste Mann der Truppe (re)aktiviert: Major Adolf Kottan alias Lukas Resetarits.

27 Jahre nach Ausstrahlung der letzten TV-Folge von "Kottan" gibt's ein Wiedersehen mit Österreichs liebstem Kieberer (für Piefkes: Polizist), der aber viel lieber die Gitarre zupft und erst in den Fall einsteigt, als ihn aus heiterem Himmel eine Leiche aufs Kleinwagendach knallt. Schnell findet "Dolfi", altbekannter Lieblingssatz: "Inspektor gibt's kan!", heraus, dass die Mordserie mit einer geschickt verpackten Variante des Pyramidenspiels im Zusammenhang steht und die Drahtzieher im Rotlichtmilieu agieren - mit einer In-Bar namens "Fast Fut" als Hauptquartier.

Doch das ist eigentlich nicht weiter wichtig. Auch in "Kottan ermittelt", Untertitel "Rien ne va plus" - neben jedem Mordopfer liegt eine Spielkarte mit diesem französischen Satz - geht es mehr um witzige Dialoge ("Was ist ein Vakuum?" - "Ich hab's im Kopf, aber es fallt mir grad' nicht ein."), gut geführten Wiener Schmäh, klassischen Running-Gag-Slapstick (offene, im Vorbeifahren abgerissenen Autotüren), willkürlich eingestreute Live-Musik-Nummern und liebevoll gestaltete Details, wie etwa die überall aufgehängten "Wien-im-Film"-Plakate.

Das Drehbuch hat Jan Zenker, Sohn von Ur-Autor Helmut Zenker, verfasst, nicht nach einem von dessen sechs unverfilmten Skripts, sondern einem Roman aus dessen Serie um die Privatdetektivin Minni Mann. Auf dem Regiestuhl hat wieder "Kottan"-Veteran Peter Patzak Platz genommen und dabei tief in die Trickkiste gegriffen. So verschachtelt er mittels Green Screen Szenen frech ineinander oder lässt Pilch nicht mehr am Kaffeeautomaten, sondern an einer Zeichentrick-Kakerlake verzweifeln. Die so verursachten Kosten wurden auf Ausstattungsebene eingespart, weshalb Kottan statt des geforderten "James Bond"-Dienstfahrzeugs mit einem Smart Vorlieb nehmen muss - spezielle Einparkhilfe inklusive.

Highlight des Films (wie der Serie) ist der eigenwillig interpretierte Rock'n'Roll-Score den Kottan's Kapelle live verantwortet, ein besonderer Genuss die "Chantilly Lace"-Gesangs- und Tanznummer, die der Krücken-bewährte Neo-Schremser (Johannes Krisch) zum Besten gibt. Mit Spaß sind alle Beteiligten bei der Sache, ob die Oldies Resetarits, Bibiana Zeller, TV-Ansagerlegende Chris Lohner, Hanno Pöschl und Erni Mangold oder die Newcomer Robert Stadlober als schießwütiger Co-Cop Schrammel, Udo Samel als Kurt-Weinzierl-Nachfolger Pilch oder Wolfgang Böck als Populist Hofbauer, der Wien mit Hilfe von "Polizei-Apparaten", sprich Robotern, sicherer machen möchte. Ein Kult-Revival, das Lust auf mehr macht. geh.

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Info

Plakat des Films: Kottan ermittelt - Rien ne va plus
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 02.06.2011

Österreich 2010

Länge: 1 h 53 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Kottan ermittelt - Rien ne va plus

Regie: Peter Patzak

Drehbuch: Jan Zenker

Musik: Christian Kolonovits, Fabian Patzak

Produktion: Heinrich Ambrosch

Kostüme: Max Wohlkönig

Kamera: Andreas Köfer, Peter Patzak, Astrid Heubrandtner

Schnitt: Michou Hutter

Ausstattung: Susanne Quendler

Website: http://kottan-derfilm.at