Tragikomödie um einen eitlen Journalist, der mit einer Arbeit über den greisen Künstler Kaminski berühmt werden will.

Kinostart: 17.09.2015

Daniel Brühl

Daniel Brühl
als Sebastian Zöllner

Jesper Christensen

Jesper Christensen
als Manuel Kaminski

Amira Casar

Amira Casar
als Miriam Kaminski

Denis Lavant
als Karl-Ludwig

Jördis Triebel
als Elke

Geraldine Chaplin
als Therese Lessing

Daniel Zillmann
als Alonzo Quilling

Bruno Cathomas
als Golo Moser

Jan Decleir
als Holm

Lucie Aron
als Jana

Karl Markovics
als Komponistenzwilling

Viviane de Muynck
als Anna

Milan Peschel
als Eugen Manz

Stefan Kurt
als Bogovich

Josef Hader
als Zugbegleiter

Patrick Bauchau
als Prof. Megelbach

Jacques Herlin
als Dominik Silva

Serge Merlin
als Portier

Peter Kurth
als Hochgart

Andrea Zogg
als Dr. V

Axel Neumann
als Prof. Mehring

Michael Fuith
als Kellner im Speisewagen

Tambet Tuisk
als Kaminski, jung

Dorothea Gebhardt
als Therese, jung

Karin Pfammatter
als Pensionsbesitzerin

Die Handlung von Ich und Kaminski

Kunstjournalist Sebastian Zöllner plant ein Enthüllungsbuch über den einst berühmten Maler Manuel Kaminiski, der als "blinder Maler" für Aufsehen sorgte. Um den greisen Künstler zu befragen, besucht er ihn in einem einsamen Chalet, kommt aber nicht an ihn heran, weil Tochter und Freunde ihn abschirmen. Durch Bestechung der Haushälterin dringt er zu Kaminski vor und nimmt ihn mit auf eine Reise zu dessen großer Liebe und Muse. Eine Reise mit Hindernissen, an deren Ende der Alte und der Junge mit Lebenslügen konfrontiert werden.

Kritik zu Ich und Kaminski

Ironisch-böser Blick hinter die Kulissen von Kunstwelt und Kunstgeschäft mit Daniel Brühl und Jesper Christensen.

Daniel Kehlmanns Romane verkaufen sich nicht nur wie geschnitten Brot, sie werden auch gerne verfilmt. Nach Detlev Bucks "Die Vermessung der Welt" und Isabel Kleefelds "Ruhm" ist Wolfgang Beckers "Ich und Kaminski" die dritte Kehlmann-Adaption, die ihren Weg auf die Leinwand findet. Und hoffentlich auch zum Zuschauer, der sich beim Roadmovie durch halb Europa amüsieren sollte. Die Geschichte vom Kunstjournalisten Sebastian Zöllner, der glaubt, mit einem Enthüllungsbuch über den einst berühmten, inzwischen fast vergessenen Maler Manuel Kaminski, einen Hit zu landen, der ihn von allen finanziellen Sorgen befreit, ist tricky und mit überraschenden Wendungen gespickt. Der ehrgeizige Schreiberling macht keine gute Figur in seiner Selbstüberschätzung und Arroganz, dass man ihm von Anfang an einen Reinfall gönnt. Daniel Brühl mit Langhaar und Kurzbart spielt diesen Möchtegern-Autor, der im gewieften Menschenkenner, der als "blinder Maler" Meriten sammelte, seinen Meister findet. Erst einmal kommt er nicht an den greisen Künstler heran, der abgeschirmt von Tochter und Freunden in einem einsamen Chalet residiert. Mit ein wenig Kleingeld für die Haushälterin, die hier nicht die gute Seele des Hauses ist, dringt der Schleimer zum Objekt des Interesses durch und nimmt den Betagten mit auf eine Reise zu dessen großer Liebe und tot geglaubter Muse. Bis zum Aufbruch geht es nicht gerade feinsinnig zu, Brühl wird unter Wert verkauft, wenn er beim Kraxeln hinfällt, in die finstere Nacht pinkelt, sich beim Dinner ungehobelt benimmt oder mit Pathos konfuse Ideen deklariert. Das ändert sich, wenn die beiden etwas planlos losziehen. Wie der Alte und der Junge am Ende mit Lebenslügen konfrontiert werden, Bilanz ziehen und sich trotz Distanz annähern, das ist liebevoll, ironisch und humorvoll inszeniert. Wie in der manchmal zwischen komischen und dramatischen Elementen wechselnden Satire die schillernde Kunstwelt und das krude Kunstgeschäft durch den Kakao gezogen werden, entpuppt sich als intelligentes Kino mit kleinen Widerhaken. Und ob der blinde Maler wirklich blind ist, spielt keine Rolle, ein paar Logik-Kröten in der Plotkonstruktion schluckt man gerne. Brühl und Jesper Christensen sind trotz Altersunterschied zwei Seiten derselben Medaille. Für Kehlmann-Leser ein Muss. mk.

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Info

  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 17.09.2015

Deutschland/Belgien 2015

Länge: 2 h 3 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Ich und Kaminski

Regie: Wolfgang Becker

Drehbuch: Wolfgang Becker, Thomas Wendrich

Musik: Lorenz Dangel

Produktion: Wolfgang Becker, Uwe Schott

Kostüme: Nicole Fischnaller

Kamera: Jürgen Jürges

Schnitt: Peter R. Adam

Ausstattung: Christian M. Goldbeck

Website: http://www.ichundkaminski.x-verleih.de