Gnadenlose Bad-Taste-Klamotte über einen Polizisten, dessen zwei Persönlichkeiten um die Gunst eines hübschen Mädchens buhlen.

Kinostart: nicht bekannt

Jim Carrey

Jim Carrey
als Charlie/Hank

Renée Zellweger

Renée Zellweger
als Irene

Chris Cooper

Chris Cooper
als Gerke

Robert Forster
als Partington

Richard Jenkins
als Boshane

Rob Moran
als Finneran

Tony Cox
als Limo Fahrer

Traylor Howard
als Layla

Anthony Anderson
als Jamaal

Daniel Green
als Dickie Thurman

Mike Cerrone
als Offizier Stubie

Zen Gesner
als Peterson

Mongo Brownlee
als Lee Harvey

Jerod Mixon
als Shonte, Jr.

Handlung

Lange genug hat Polizist Charly mit angesehen, wie alle Welt auf seiner Nase herumtanzt. Ausgerechnet als er die vermeintlich flüchtige Irene von Rhode Island nach New York bringen soll, läuft das Fass über und Charlys Alter ego, Rüpel Hank, kommt zum Vorschein. Nicht genug damit, dass Charly und Hank mit allen Mitteln um Irene buhlen, korrupte Polizisten und Gangster heften sich auch noch an ihre Fersen.

Officer Charlie Baileygates von der Rhode Island State Police hat es in seinem Leben nicht immer leicht gehabt. Und weil der alleinerziehende Vater dreier Söhne seine Sorgen und Nöte immer nur in sich hineingefressen hat, anstatt zur rechten Zeit mal auf den Tisch zu hauen, bricht sich nun ein böses Alter Ego Bahn in Charlies labilem Gemüt. Der Moment hierfür ist denkbar ungünstig, soll doch Charlie justament eine bedrohte Kronzeugin gegen den erklärten Willen korrupter Cop-Kollegen von A nach B überführen. Die Reise gerät zum ereignisreichen Abenteuer.

Eine Kronzeugin soll überführt werden und Cop Charlie soll sie begleiten. Justament in diesem Moment bricht aus Charlie ein böses Alter Ego hervor und die Reise wird ein ereignisreiches Abenteuer. Ein Feuerwerk erlesener Geschmacklosigkeiten und Slapstickzoten mit Jim Carrey und Renee Zellweger.

Kritik

Nach "Dumm und Dümmer" und "Verrückt nach Mary" arbeitet Gummigesicht Jim Carrey nun zum drittenmal mit den Farrelly-Brüdern und verhilft ihnen dank seiner beeindruckenden Schauspielleistung mit 24,2 Mio. Dollar zu ihrem bislang besten Startwochenendeinspiel. Als Motorradpolizist mit gespaltener Persönlichkeit hat Carrey in dem obligatorisch tabubrechenden Gagfest ausgiebig Gelegenheit, sein unglaubliches Slapstick- Komikertalent zur Schau zu stellen, mit dem er das Publikum (das um den ambitionierten "Der Mondmann" weitgehend einen Bogen machte) mit links auf seine biegsame Seite ziehen kann.

Der Prolog zeigt Cop Charlie am Beginn seiner vielversprechenden Karriere beim Polizeiamt von Rhode Island. Seine Probleme beginnen damit, dass ihn seine Frau wegen eines schwarzen Liliputaners verlässt (seines Zeichens Limousinenchauffeur und hochintelligenter Akademiker) und ihm ihre schwarzen Drillinge hinterlässt. Charlie schluckt die Demütigung und macht gut gelaunte Miene zum gemeinen Spiel, dem er täglich ausgesetzt ist. Da niemand den freundlichen und viel zu weichen Simpel für voll nimmt, trampelt die gesamte Gemeinde - vom derben Nachbarn zum kleinen Gör - nach Belieben auf ihm herum, ohne dass er sich jemals zur Wehr setzen würde. Doch eines Tages (seine Söhne, mit denen er sich blendend versteht, sind mittlerweile 18 und haben sich zu Unigenies entwickelt, obwohl sie sich im derbsten Profanslang miteinander verständigen) läuft das Fass über: Charlies Alter Ego Hank tritt zum Vorschein. Hank spricht im rauhen Dirty-Harry-Flüsterton und geht grundsätzlich sofort in die Offensive - sowohl verbal als auch körperlich. Ob es gegen eine Horde von Rednecks, harmlose Kinder oder Behinderte geht, Hank ist das einerlei: Er ist der gnadenloseste Rüpel, den man sich vorstellen kann. Just zu diesem Zeitpunkt tritt die süße Irene (Renee Zellweger, die schon Tom Cruise in "Jerry Maguire - Spiel des Lebens" weiche Knie bescherte) in sein Leben. Die wird durch ihren Exfreund unwissentlich in eine Verbrecherorganisation verwickelt und soll von Charlie nach New York eskortiert werden. Da ihr nicht nur die Gangster, sondern auch korrupte Cops auf den Fersen sind, wendet sie sich hilfesuchend an den vertrauenserweckenden Charlie. Doch sie hat dabei nicht seine andere Hälfte Hank einkalkuliert, der immer häufiger die Oberhand gewinnt. Weil beide ein Auge auf sie geworfen haben, nimmt ein abwechselnd romantischer und rabiater Road Trip mit brüllend komischen Konsequenzen seinen Lauf.

Mit "Verrückt nach Mary" setzten die Farrellys neue Maßstäbe, was den Ekelquotienten kruder Witze anbetrifft. Auch in "Ich, beide & sie" lässt sich das Brüderpaar nicht lumpen. Sexspielzeug, Behinderte, ein Albino, eine Kuh, Federvieh und natürlich alle zur Verfügung stehenden Körperöffnungen erweisen sich in schneller Abfolge als steter Quell der Heiterkeit. Doch als Highlight müssen Carreys unglaubliche Verrenkungen und Grimassen genannt werden, vor allem wenn seine beiden Persönlichkeiten sich beim Showdown gegenseitig ans Hemd gehen. Als Trumpfass erweisen sich Anthony Anderson, Mongo Brownlee und Jerod Mixon, die die drei genialen, übergewichtigen Söhne des Weichei-Cops spielen. Die Lacher sind garantiert, wenn sie Algebra und Quantenphysik diskutieren und doch jeder zweite Satz mit Obzönitäten angefüllt ist. Der Soundtrack bietet energetische Steely-Dan-Coverversionen von Bands wie Foo Fighters und Smashmouth, doch fügt sich die Musik nicht immer so fließend in die Gagparade wie gewohnt, die - auch das muss vermerkt werden - ungleich bemühter wirkt als die vorangegangenen Farrelly-Späße. Der Heiterkeit tut das allerdings keinen Abbruch. ara.

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Info

Plakat des Films: Ich beide & sie
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: nicht bekannt

USA 2000

Länge: 1 h 56 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Me, Myself and Irene

Regie: Peter Farrelly, Bobby Farrelly

Drehbuch: Peter Farrelly, Mike Cerrone, Bobby Farrelly

Musik: Pete Yorn, Lee Scott

Produktion: Bradley Thomas, Peter Farrelly, Bobby Farrelly

Kostüme: Pamela Withers

Kamera: Mark Irwin

Schnitt: Christopher Greenbury

Ausstattung: Arlan Jay Vetter, Sydney J. Bartholomew

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