Anrührende Tragikomödie aus dem Teheran der 1950er Jahre nach der Graphic Novel von Marjane Satrapi.

Kinostart: 05.01.2012

Mathieu Amalric

Mathieu Amalric
als Nasser-Ali

Edouard Baer

Edouard Baer
als Azra

Maria de Medeiros

Maria de Medeiros
als Faringuisse

Golshifteh Farahani
als Ir

Eric Caravaca
als Abdi

Chiara Mastroianni
als Lili, erwachsen

Mathis Bour
als Cyrus

Enna Balland
als Lili

Didier Flamand
als Musiklehrer

Serge Avedikian
als Ir

Rona Hartner
als Soudabeh

Jamel Debbouze
als Houshang / Der Bettler

Isabella Rossellini
als Parvine

Handlung

Im Teheran des Jahres 1958 geht beim heftigen Streit zwischen dem begnadeten Geiger Nasser Ali und seiner Frau das wertvolle Instrument zu Bruch. Ein Moment, in dem auch seine Seele in tausend Stücke zerspringt. Er macht sich auf die Suche nach einem Ersatz, aber selbst die angeblich von Mozart stammende Stradivari kann ihn nicht trösten. Seine Violine bedeutet ihm das Leben, wenn er sie zum Klingen brachte, war er seiner großen und unerfüllten Liebe ganz nah, sie erfüllte sich in der Musik. Nun will er sterben und lässt die wichtigsten Ereignisse noch einmal Revue passieren.

Im Teheran des Jahres 1958 geht beim Streit zwischen dem Geiger Nasser Ali und seiner Frau das Instrument zu Bruch. Ein Moment, in dem auch seine Seele zerspringt. Er macht sich auf die Suche nach einem Ersatz, aber selbst die angeblich von Mozart stammende Stradivari kann ihn nicht trösten. Seine Violine bedeutet ihm das Leben, wenn er sie zum Klingen brachte, war er seiner unerfüllten Liebe ganz nah, sie erfüllte sich in der Musik. Nun will er sterben und lässt die wichtigsten Ereignisse noch einmal Revue passieren.

Im Jahr 1958 lässt ein Geiger in Teheran sein Leben Revue passieren, als sein geliebtes Instrument in die Brüche geht. Eine anrührende Tragikomödie mit Herz und Hirn nach der Graphic Novel von Marjane Satrapi.

Kritik

Anrührende Tragikomödie aus dem Teheran der 1950er Jahre nach der Graphic Novel von Marjane Satrapi.

Mit dem ambitionierten Animationsfilm "Persepolis" gelang dem Regie-Duo Marjane Satrapi und Vincent Paronnaud ein Riesenerfolg - neben dem Preis der Jury in Cannes gab es u.a. noch eine Oscar- und eine Golden Globe Nominierung. Erneut operieren die beiden nach dem gleichen System wie bei dem witzig-politischen Rückblick auf Satrapis Kindheit im Iran. Wieder geht es um Familie, diesmal um einen Großonkel, die bewährte Mischung aus Ernsthaftigkeit und Humor bleibt, auch die schwebenden Jasminblüten finden sich wieder, ein Kino in Teheran heißt gar Persepolis. Statt auf schwarz-weiß setzen sie auf exzessive Farbenpracht und bedienen damit die Märchenhaftigkeit der romantischen Geschichte, umgarnen Herz und Hirn.

Ihr erstes Live-Action-Movie mit nur wenigen animierten Sequenzen spielt im Teheran des Jahres 1958. Beim heftigen Streit zwischen dem begnadeten Geiger Nasser Ali (Mathieu Almaric mit leichtem Hang zum Overacting) und seiner Frau geht das wertvolle Instrument zu Bruch. Ein Moment, in dem auch seine Seele in tausend Stücke zerspringt. Er macht sich auf die Suche nach einem Ersatz, aber selbst die angeblich von Mozart stammende Stradivari kann ihn nicht trösten. Seine Violine bedeutet ihm das Leben, wenn er sie zum Klingen brachte, war er seiner großen und unerfüllten Liebe Irâne ganz nah, sie erfüllte sich in der Musik. Nun will er sterben und lässt die wichtigsten Ereignisse noch einmal Revue passieren. Unter den Augen des Todesengels Azrael entwickelt sich die Tragödie eines Mannes mit gebrochenem Herzen, der sich in Selbstzerstörung flüchtet.

In diversen Kapiteln begegnen sich in der Erinnerung Vergangenheit und Gegenwart, verbunden durch die Sehnsucht nach der Einzigen und dem ihm verwehrten Glück. Das harmonisch inszenierte Vor und Zurück passt sich dem Fluss der Erzählung an. Satrapi und Paronnaud verlassen den Rahmen des Realistischen und führen bei der Erkundung des Imaginären in eine längst vergangene und vergessene Epoche, in der die vom westlichen Stil beeinflusste Mittelschicht nach ihren traditionellen Moralcodices handelt. Das in Babelsberg rekonstruierte Teheran atmet eine diffuse und nostalgische Atmosphäre von Hoffnung, Aufbruch und Restriktion, wirkt durch die (manchmal farblich gewagten) Bildkompositionen von Christophe Beaucarne wie verwunschen. Großer Kitsch, aber unwiderstehlich schön. mk.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 05.01.2012

Belgien/Deutschland/Frankreich 2011

Länge: 1 h 31 min

Genre: Drama

Originaltitel: Poulet aux prunes

Regie: Marjane Satrapi, Vincent Paronnaud

Drehbuch: Marjane Satrapi, Vincent Paronnaud

Buchvorlage: Marjane Satrapi

Musik: Olivier Bernet

Kostüme: Madeline Fontaine

Kamera: Christophe Beaucarne

Schnitt: Stéphane Roche

Ausstattung: Udo Kramer

Website: http://www.huhn-mit-pflaumen.de

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