Hip-Hop-Drama à la "8 Mile" über einen Drogendealer, der sich von seinen Kriminalitäten abwendet, um Rapper zu werden.

Kinostart: 12.01.2006

 50Cent

50Cent
als Marcus

Adewale Akinnuoye-Agbaje

Adewale Akinnuoye-Agbaje
als Majestic

Joy Bryant

Joy Bryant
als Charlene

Omar Benson Miller
als Keryl

Tory Kittles
als Justice

Terrence Howard
als Bama

Ashley Walters
als Antwan

Marc John Jefferies
als Junger Marcus

Viola Davis
als Gro

Bill Duke
als Levar

Russell Hornsby
als Odell

Sullivan Walker
als Gro

Serena Reeder
als Katrina

Mpho Koaho
als Junebug

Joseph Pierre
als Onkel Deuce

Ryan Allen
als Onkel Roy

Handlung

In der New Yorker Bronx der 70er Jahre wächst Marcus Young in der Obhut einer alleinerziehenden kriminellen Mutter auf. Nach deren Tod findet er bei seinen nichtsnutzigen Großeltern Unterschlupf und wächst zum properen Schläger und Rauschgiftdealer heran. Für den charismatischen Levar (Bill Duke) dealt er das neue Zauberpulver Crystal Meth und muss mit Kolumbianern um die Marktnische kämpfen. Im Gefängnis entdeckt Marcus seine kreative Seite, fortan will er wie seine Vorbilder Run DMC Platten aufnehmen. Levar ist wenig begeistert.

Curtis "50 Cent" Jackson

Marcus wollte schon immer Rapper werden. Als seine Mutter jedoch ermordet wird, beginnt er, mit Drogen zu dealen. Erst, als seine kriminelle Welt völlig außer Kontrolle zu geraten droht, widmet er sich verstärkt wieder dem Schreiben von Texten. Durch eine Tragödie, die ihn fast das Leben kostet, kann er sein Leben letztlich verändern.

Nach dem Mord an seiner Mutter ist Marcus auf sich allein gestellt. Er beginnt zu dealen und gerät in den Ganovenkreis um Gangsterboss Levar. Als Marcus im Zuge eines Bandenkriegs ein fremdes Gangmitglied niederschießt, landet er hinter Gittern. Dort trifft er auf Mithäftling Bama, der ihm im Knast den Rücken deckt. Wieder in Freiheit beschließt Marcus, seine kriminelle Vergangenheit hinter sich zu lassen und eine Karriere als Rapper in Angriff zu nehmen. Doch er hat die Rechnung ohne seine alten Kumpels gemacht.

Kritik

Eminem hat es mit "8 Mile" vorgemacht: Sein einstiger Protegé 50 Cent tritt nun mit einem ebenfalls semiautobiografischen Ghetto-Drama über seinen kometenhaften Aufstieg im Rapbusiness in die Turnschuh-Stapfen des Mentors.

Als weitere Parallele zu "8 Mile" erweist sich der Umstand, dass die Inszenierung nicht einem beliebigen Videoclip-Filmer, sondern mit dem Iren Jim Sheridan ("In America", "Im Namen des Vaters") einem renommierten Regisseur übertragen wurde. Auch für das Drehbuch der Aufsteigerstory mit unterschwelligen Mafiamotiven wurde mit "Sopranos"-Skripter Terrence Winter eine nicht auf der Hand liegende Wahl getroffen.

Der von 50 Cents Mulitplatinum-Album entliehene Titel des Films ist Programm im Leben des Protagonisten Marcus Young. Er kennt seinen Vater nicht, seine liebende Mutter ermöglicht ihm als Drogendealerin Luxusartikel, wie einen Rekorder, um sein u.a. von Run DMC inspiriertes Rapping aufzunehmen. Damit ist es schlagartig vorbei, als die Mutter ermordet wird. Bei den Großeltern untergekommen, sieht der elfjährige Marcus nur eine Möglichkeit, halbwegs annehmbar zu existieren: Er führt die Familientradition fort und wird Dealer. Vorgesprungen ins Erwachsenenalter (und nun von Curtis "50 Cent" Jackson gespielt), ist Marcus mit Hilfe seiner treuen Crew zum erfolgreichsten Straßendealer für Oberboss Levar (Bill Duke gibt mit krächzenden Flüsterton einen bizarren Voodoo-Paten ab) aufgestiegen. Ein Gefängnisaufenthalt gibt ihm Gelegenheit, sich wieder seiner Kunst zu widmen und sein neuer Bekannter Bama (Terrence Howard aus dem thematisch verwandten "Hustle & Flow") wird anschließend sein Manager. Doch zunächst gilt es sich von seinem früheren Leben abzunabeln, sehr zum Unbill seiner früheren Kollegen, die sich von seinen "Wort-Waffen" peinlich angegriffen fühlen. Wie der echte 50 Cent landet Marcus daraufhin mit neun Schusswunden schwer verletzt im Krankenhaus und überlebt! Dank der Unterstützung seiner Freundin (Joy Bryant) überwindet er alle Hindernisse und tritt in der Schlussszene trotz Todesdrohungen triumphal in der ausverkauften Gemeindehalle auf.

Im Gegensatz zu Eminem wartet 50 Cent leider außer in der Schlussszene nicht mit fulminanten Liveauftritten auf. Insgesamt findet sich überhaupt relativ wenig Rap und HipHop, dafür erstaunlich viel konventioneller Orchesterscore. Regisseur Sheridan, gut in Arbeiterklasse-Dramen bewandert, lässt zeitweise einen melodramatischen Ton anklingen und versäumt, dies mit humorvollen Momenten aufzulockern. Aus seinem Hauptdarsteller holt er eine respektable schauspielerische Leistung heraus, doch ein Naturtalent wie Eminem ist 50 Cent nicht. Dafür zeigt er sich ebenfalls von einer erstaunlich gefühlvollen Seite und überrascht mit der Vermittlung von Respekt, den er für die Frauen in seinem Leben empfindet. Für Fans von 50 Cent wird wahrscheinlich zu wenig von seiner Musik, dafür zu viel Melodrama geboten. Sie werden dennoch die Hauptzielgruppe des Films ausmachen. Bei weltweit etwa zehn Millionen verkauften Alben also keine wirklich kleine Gruppe. ara.

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Info

Plakat des Films: Get Rich Or Die Tryin'
  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 12.01.2006

USA 2005

Länge: 1 h 56 min

Genre: Drama

Originaltitel: Get Rich Or Die Tryin'

Regie: Jim Sheridan

Drehbuch: Terence Winter

Musik: Quincy Jones, Gavin Friday, Maurice Seezer

Produktion: , Heather Parry, Heather Parry, Paul Rosenberg, , Jimmy Iovine

Kamera: Declan Quinn, David Perrault

Schnitt: Conrad Buff, Roger Barton

Ausstattung: Mark Geraghty

Website: http://www.getrichordietrying.de