Lakonische und märchenhafte Liebeskomödie mit poetischer Ader.

Kinostart: 12.11.2009

Traute Hoess
als Ramona

Heiko Pinowski
als Kommissar Hoffmann

Jürgen Rißmann
als Kommissar Polanski

Aline Staskowiak
als Hausmeisterin

Axel Olsson
als Fuchs Senior

Jörg Malchow
als Fuchs Junior

Oscar Ortega Sánchez
als Kellner

Stephan Rossmann
als Dr. Bachmann

Stephan Bieker
als Sicherheitsbeamter

Katja Danowski
als Zarah

Aurel Manthei
als Christian

Matthias Zelic
als Weinhardt

Arndt Schwering-Sohnrey
als BSG-Beamter

Handlung

Philipp ist ein Sonderling und Eigenbrötler. Seine einzigen Freunde sind Schildkröte Paul und Therapeut Aaron. Er möchte gerne als Pantomime auf einer Kleinkunstbühne auftreten, doch wie bei vielen anderen Dingen fehlt ihm auch dazu der Mut. Da reißt ihn die blinde Cellistin Lina aus seiner Lethargie. Kaum hat sie mit Hartnäckigkeit seinen Schildkrötenpanzer aufgebrochen, stapeln sich die Probleme. Doch Lina bringt ihm geduldig das Umgehen mit Gefühlen bei.

Philipp ist ein Sonderling und Eigenbrötler. Seine einzigen Freunde sind Schildkröte Paul und Therapeut Aaron. Er möchte gerne als Pantomime auf einer Kleinkunstbühne auftreten, doch wie bei vielen anderen Dingen fehlt ihm auch dazu der Mut. Da reißt ihn die blinde Cellistin Lina aus seiner Lethargie. Kaum hat sie mit Hartnäckigkeit seinen Schildkrötenpanzer aufgebrochen, stapeln sich die Probleme. Doch Lina bringt ihm geduldig das Umgehen mit Gefühlen bei.

Eigenbrötler Philipp wird von der blinden Cellistin Lina aus seiner Lethargie gerissen. In Almut Gettos ("Fickende Fische") lakonischer, märchenhafter Liebestragikomödie glänzen Bastian Trost und Katharina Schüttler.

Kritik

Lakonische Liebeskomödie mit poetischer Ader von Almut Getto, die bereits mit ihrem Debüt "Fickende Fische" überzeugte.

Sechs lange Jahre brauchte es, bis Getto nach ihrem sensiblen Erstlingsfilm, der den Deutschen Filmpreis einheimste, ein neues Werk fertig stellen konnte. Wieder bringt sie eine zarte Liebe auf die Leinwand, eine märchenhafte Arthouse-Fabel von der schleppenden Annäherung zweier Singles.

Der eine heißt Philipp (Bastian Trost, "Schläfer") und pflegt als vollendeter Misanthrop das spleenige Dasein eines Sonderlings, der sich selbst genügt. Außer Schildkröte Paul hat er keine Gefährten, Therapeut Aaron ist bezeichnenderweise sein einziger Freund. Für den Auftritt als Pantomime auf einer Kleinkunstbühne - wo die offenbar schlechtesten Amateure des Landes auftreten - fehlt ihm der Mumm, doch dann reißt ihn die blinde Cellistin Lina (Katharina Schüttler, "Sophiiiie!") aus seiner selbst gewählten Lethargie. Kaum hat sie mit Hartnäckigkeit seinen Schildkrötenpanzer aufgebrochen, stapeln sich die Probleme. Und seine Wohnung wird (samt Paul!) leer geräumt, so dass er sein altes Leben verloren, das neue aber noch nicht begonnen hat. Nun sozialisiert die aufgeweckte Lina den gefühlsblinden Falschgeldexperten.

Eine education sentimentale, die zwar in einem alltagsnahen Umfeld spielt, das sich aber durch viele künstlerische Reduktionen in ein unwirkliches Szenario transformiert - und so ein bizarres Märchen ergibt. Bastian Trost agiert als Zentrum der Komik mit einer unbeweglichen Mimik, die Buster Keaton zur Ehre gereicht hätte, dessen Werke Getto auch zitiert, ihre Finger aber vom Slapstick lässt. Die Cabaret-Atmosphäre sorgt in ihrer ruhigen, lakonischen Tragikomödie für einen besonderen Touch, den die Cellomusik fabelhaft ergänzt.

Das kunstfertige Mood-Movie erlaubt der letztlich liebenswerten Hauptfigur, nicht nur die Angst vor der eigenen Courage zu überwinden, sondern ihre Philosophie gehörig umzukrempeln und sich endlich den unwägbaren Fährnissen des Lebens zu stellen, für die es keine Bedienungsanleitung gibt.

tk.

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Info

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FSK: ab 0

Kinostart: 12.11.2009

Deutschland 2008

Länge: 1 h 31 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Ganz nah bei Dir

Regie: Almut Getto

Drehbuch: Hendrik Hölzemann, Almut Getto, Spiridon Deftereos

Musik: Jakob Ilja

Produktion: Michael Eckelt, Dirk Decker

Kostüme: Andrea Schein

Kamera: Michael Wiesweg

Schnitt: Sebastian Thümler

Website: http://ganz-nah-bei-dir.de