"Clueless", John Hughes und "Der scharlacharote Buchstabe" lassen grüßen in dieser Highschool-Komödie, in der Emma Stone sich als Superstar von morgen empfiehlt.

Kinostart: 11.11.2010

Emma Stone

Emma Stone
als Olive

Penn Badgley

Penn Badgley
als Woodchuck Todd

Amanda Bynes

Amanda Bynes
als Marianne

Dan Byrd
als Brandon

Thomas Haden Church
als Mr. Griffith

Patricia Clarkson
als Rosemary

Cam Gigandet
als Micah

Lisa Kudrow
als Mrs. Griffith

Malcolm McDowell
als Direktor Gibbons

Alyson Michalka
als Rhiannon

Stanley Tucci
als Dill

Fred Armisen
als Pastor

Handlung

Olive will nicht länger von ihrer Freundin gelöchert werden und behauptet deshalb, sie habe mit einem Jungen, den es in Wahrheit gar nicht gibt, beim ersten Date Sex gehabt. Die Wahrheit, das Wochenende vor dem Fernseher verbracht und nichts erlebt zu haben, ist einfach zu deprimierend. Die kleine Lüge lässt Olive als Schulflittchen dastehen, bis sie den Spieß umdreht. Ist der Ruf erst einmal ruiniert, lebt es sich zumindest eine Weile völlig ungeniert: Dem Beispiel von Hester Prynne aus "Der scharlachrote Buchstabe", das sie in der Schule durchnehmen, folgend, heftet sie sich ein rotes A an gewagte Korsett-Outfits und spielt den Vamp.

Olive will nicht länger von ihrer Freundin gelöchert werden und behauptet deshalb, sie habe mit einem Jungen, den es in Wahrheit gar nicht gibt, beim ersten Date Sex gehabt. Die Wahrheit, das Wochenende vor dem Fernseher verbracht und nichts erlebt zu haben, ist einfach zu deprimierend. Die kleine Lüge lässt Olive als Schulflittchen dastehen, bis sie den Spieß umdreht. Ist der Ruf erst einmal ruiniert, lebt es sich zumindest eine Weile völlig ungeniert: Dem Beispiel von Hester Prynne aus "Der scharlachrote Buchstabe", das sie in der Schule durchnehmen, folgend, heftet sie sich ein rotes A an gewagte Korsett-Outfits und spielt den Vamp.

Kritik

"Clueless", John Hughes und, ja, "Der scharlacharote Buchstabe" lassen grüßen in dieser großartigen Highschool-Komödie, in der Emma Stone alle Register ihres Könnens zieht und sich als Superstar von morgen empfiehlt.

Man muss bereit sein, ein paar Dinge zu schlucken, um "Einfach zu haben" genießen zu können. Man muss glauben, dass ein Mädchen an einer angesichts ihres entspannten Lehrkörpers unschwer als ausgesprochen liberalen kalifornischen Highschool als Flittchen angesehen wird, nur weil sie ihre Unschuld verloren hat. Man muss akzeptieren, dass homosexuelle Schüler sich komplexeste Täuschungsszenarien ausdenken, um an besagter freigeistiger Schule nicht bloßgestellt zu werden. Man muss kaufen, dass ausgerechnet die umwerfend aufregende Emma Stone - in Deutschland bekannt aus "Zombieland" und "Superbad" - an besagter Highschool als Mauerblümchen angesehen wird, das Schwierigkeiten hat, überhaupt bei Jungs aufzufallen. Und das Beste daran: Man nimmt die vermeintlichen Ungereimtheiten und Unwahrscheinlichkeiten bereitwillig hin, weil die zweite Regiearbeit von Will Gluck eine der seltenen Highschool-Komödien ist, die ihre Figuren und ihre Nöte und Belange wirklich ernst nimmt, gleichzeitig aber Charme, Witz und Ideenreichtum versprühen. Vor allem aber ist Emma Stone umwerfend. Sollte dieser Film sie nicht zum Star machen, muss man sich ernsthaft Sorgen machen: Ihre Olive Penderghast reiht sich eloquent und sarkastisch ein in den Pantheon der Teenager-Heldinnen, direkt neben Juno MacGuff aus "Juno" und Cher Horowitz aus "Clueless - Was sonst?". In eben jene Kerbe schlägt der ganze Film, der den beiden Klassikern des Subgenres in nichts nachsteht, vielleicht noch bereichert um eine entscheidende Note John Hughes, dessen Filme "Sixteen Candles" und "Der Frühstücks-Club" (ebenso wie Cameron Crowes "Teen Lover") direkt zitiert werden.

Lose inspiriert von "Der scharlachrote Buchstabe", der hier im Unterricht durchgenommen und wiederholt als Referenz erwähnt und kommentiert wird, geht es um eine leichtfertige Flunkerei Olives, die nicht länger von ihrer Freundin gelöchert werden will und deshalb behauptet, sie habe mit einem Jungen, den es in Wahrheit gar nicht gibt, beim ersten Date Sex gehabt - die Wahrheit, das Wochenende vor dem Fernseher verbracht und nichts erlebt zu haben, ist einfach zu deprimierend. Die kleine Lüge löst eine Kette von Ereignissen aus, die Olive als Schulflittchen dastehen lassen, bis sie den Spieß umdreht - ist der Ruf erst einmal ruiniert, lebt es sich zumindest eine Weile völlig ungeniert: Dem Beispiel von Hester Prynne folgend, heftet sie sich ein rotes A an gewagte Korsett-Outfits und spielt fortan den Vamp, was die Situation endgültig entgleisen lässt. Süffisant von Stone selbst vor einer Computerkamera in Rückblenden erzählt, entwirft "Einfach zu haben" ein pfiffiges Sittenbild des Mikrokosmos einer ganz normalen Schule, deren Sitten vielleicht etwas prüde sind, die aber mit einem ganzen Arsenal denkwürdiger Figuren gesegnet ist, angefangen bei Olives von Thomas Haden Church souverän gespielten supercoolen Klassenlehrer über eine bigotte Mitschülerin (Amanda Bynes spielt gegen ihr Image an) hin zu Olives unerreichbar erscheinenden Schwarm, gespielt von "Gossip Girl"-Star Penn Badgely, der gute Miene zu manch bösem Spiel macht, dafür aber mit einem lässigen "Dream Lover"-Moment entschädigt wird. Sie alle sind aber wenig mehr als Stichwortgeber für Emma Stone, die wie ein Wirbelsturm durch das Szenario fegt, als sei solch eine Performance einfach zu haben. ts.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 11.11.2010

USA 2010

Länge: 1 h 32 min

Genre: Komödie

Originaltitel: Easy A

Regie: Will Gluck

Drehbuch: Will Gluck, Bert V. Royal

Produktion: Zanne Devine

Kostüme: Mynka Draper

Kamera: Michael Grady

Schnitt: Yana Gorskaya

Ausstattung: Marcia Hinds

Website: http://www.einfach.zu-haben.de