Tragikomisches Beziehungsdrama über den Sorgerechtskampf um den Sohn einer Mittdreißigerin und ihres schwulen besten Freundes.

Kinostart: 10.08.2000

Rupert Everett

Rupert Everett
als Robert


als Abbie

Benjamin Bratt

Benjamin Bratt
als Ben

Michael Vartan
als Kevin

Josef Sommer
als Richard Whittaker

Lynn Redgrave
als Hele Whittaker

Neil Patrick Harris
als David

Malcolm Stumpf
als Sam

Illeana Douglas
als Elizabeth Ryder

Suzanne Krull
als Annabel

Stacy Edwards
als Finn

Mark Valley
als Kardiologist

Kimberley Davies

Linda Larkin
als Kelly

Jessica Sara
als Freundin

Die Handlung von Ein Freund zum Verlieben

Yogalehrerin Abbie und der schwule Gärtner Robert sind beste Freunde. Nach einem Alkoholgelage kommt es zur einmaligen sexuellen Begegnung, die prompt zur Schwangerschaft führt. Die Freunde beschließen, das Kind gemeinsam großzuziehen, doch als Abbie sechs Jahre später ihren Traummann kennenlernt, kommt es zwischen den beiden zum Streit über das Sorgerecht für ihren Sohn.

Sie sind nicht nur die dicksten Freunde, sondern haben auch die gleichen Sorgen: Pech in der Liebe und Angst vor der Einsamkeit. So versuchen die Yoga-Lehrerin Abbie und ihr schwuler Vertrauter Robert eines nachts gemeinsam ihre Sorgen zu ertränken, landen dabei zusammen im Bett und zeugen prompt einen Sohn. Sie beschließen, nicht länger dem konformen Glück nachzujagen und das Kind gemeinsam großzuziehen. Die von sexuellen Spannungen befreite Familieneinheit funktioniert wunderbar - bis Abbie ihren Traummann kennenlernt...

Yogalehrerin Abbie und der schwule Gärtner Robert sind beste Freunde. Nach einem Alkoholgelage landen die beiden im Bett und zeugen prompt einen Sohn. Sie beschließen, das Kind gemeinsam großzuziehen. Die Kleinfamilie funktioniert wunderbar - bis Abbie ihren Traummann kennen lernt... Leichte Unterhaltung mit Popstar Madonna.

Kritik zu Ein Freund zum Verlieben

15 Jahre nach ihrer ersten Rolle in "Susan... verzweifelt gesucht", einiger Kritikerhäme und -lob und einem Golden Globe für ihre Leistung in "Evita" später, tritt die größte Entertainment-Ikone unserer Tage Madonna einmal mehr vor die Kamera. In John Schlesingers tragikomischen Beziehungsdrama teilt sie sich das Scheinwerferlicht mit ihrem guten Bekannten Rupert Everett, der bereits in "Die Hochzeit meines besten Freudes" eine fast identische Rolle als homosexueller Freund der Heroine übernahm.

Schlesingers dezent-zurückhaltend umgesetzte Blick auf ein vermeintlich progressives Beziehungsgeflecht und die resultierenden Schwierigkeiten für alle Beteiligten erinnert an Nicholas Hytners "Liebe in jeder Beziehung". Dort ging es ebenfalls um die asexuelle Partnerschaft zwischen einer heterosexuellen Frau und einem homosexuellen Mann, der ihr hilft in einem unkonventionellen Arrangement ihr Baby als Vaterersatz großzuziehen. In "Ein Freund zum Verlieben" wird die Situation allerdings noch etwas verschärft, indem es zu einem einmaligen sexuellen Zusammentreffen zwischen den besten Freunden kommt, aus dem der gemeinsame Nachwuchs resultiert.

Abbie (Madonna) ist eine attraktive Yogalehrerin Ende 30, die erneut von einer Liebschaft verlassen wird. Sie heult sich bei ihrem besten Freund Robert (Everett) aus. Nach einem ausgelassenen Alkoholgelage kommt es zu besagtem One-Night-Stand. Dies setzt ihrer Freundschaft einen vorübergehenden Dämpfer auf, doch Robert erklärt sich alsbald zum Zusammenleben bereit. Sechs Jahre später: Ihr Sohnemann ist ein niedlicher Kerl, der unangenehme Fragen stellt: Weshalb Mami und Papi nicht in einem gemeinsamen Bett schlafen. Robert ist weiterhin (homo)sexuell aktiv, was der abstinenten Abbie eifersüchtige Stiche versetzt. Schließlich lernt jedoch auch sie mit Investmentbanker Ben (Julia Roberts' Pretty Man Benjamin Bratt) ihren Traummann kennen, woraufhin Robert auf die Barrikaden geht. Ein erbitterter Kampf um das Sorgerecht entbrennt.

Ab diesem Wendepunkt verlagert sich der bislang eher unbeschwerte Erzählton in melodramatische Gefilde, was Madonna und Everett die Chance gibt, ihren Figuren mehr Tiefe zu verleihen. Sollte man sich im Vorfeld eine scharfsinnige Analyse moderner Beziehungs-Befindlichkeiten erhofft haben, wird man enttäuscht. Dieser Film will vor allem unterhalten, leicht, anrührend, mit ein bißchen Charme - und ebenso strahlend hell, wie Los Angeles von den Filmemachern eingefangen wurde. Da mag nicht jeder Gag sitzen, gefällig und augenzwinkernd progressiv ist "Ein Freund zum Verlieben" doch. Und nicht zuletzt dank der Mitwirkung von Madonna ist die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit gesichert. ara.

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Info

Plakat des Films: Ein Freund zum Verlieben
  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 10.08.2000

USA 2000

Länge: 1 h 48 min

Genre: Drama

Originaltitel: The Next Best Thing

Regie: John Schlesinger

Drehbuch: Tom Ropelewski

Musik: Gabriel Yared

Produktion: Leslie Dixon, Linne Radmin, Tom Rosenberg

Kostüme: Ruth Myers

Kamera: Elliot Davis

Schnitt: Peter Honess

Ausstattung: Howard Cummings, David Lazan