Urkomische wie deprimierende Sozialsatire um einen 13-Jährigen, der zwischen seinen nichtsnutzigen Alkoholiker-Onkeln und Vater aufwächst.

Kinostart: 20.05.2010

Kenneth Vanbaeden
als Gunther (13-j

Valentijn Dhaenens
als Gunther Strobbe (erwachsen)

Koen De Graeve
als Marcel "Celle" Strobbe

Wouter Hendrickx
als Lowie "Petrol" Strobbe:

Johan Heldenbergh
als Pieter "Beefcake" Strobbe:

Bert Haelvoet
als Koen Strobbe

Gilda De Bal
als Gro

Natali Broods
als Tante Rosie

Pauline Grossen
als Cousine Sylvie

Sofie Palmers
als Gunthers Freundin

Guy Dermul
als Schulleiter

Jos Geens
als Andre

Robbie Cleiren
als Gerichtsvollzieher

Sara de Bosschere
als Nele Fockedey

Wout Kelchtermans
als Franky, jung

Yves Degryse
als Franky, alt

Lynn Royen
als Rostje

Ehsan Hemat
als Sawasj

Sachli Gholamalizad
als Mehti

Katrien Declercq
als Gunthers Mutter

Sten Gestel
als Gunthers Sohn

Charlotte Vandermeersch
als Rabbit

Die Handlung von Die Beschissenheit der Dinge

Ein 13-jähriger Junge wächst in den bewegten Zeiten der Achtzigerjahre auf und lebt zusammen mit seinem Vater und dessen drei Brüdern bei seiner Großmutter. Die hat ihre Söhne bei sich aufgenommen, nachdem diese es alle fertigbrachten, ihre Ehen zu ruinieren. Für den Jungen sind die arbeitslosen Männer nun seine Familie. Täglich werden zu Hause Partys gefeiert, und die heruntergekommene Wohnung in diesem Männerhaushalt spricht für sich. Nichtsdestotrotz: Man hat Spaß gehabt und das Beste aus der Situation gemacht.

Ein 13-jähriger Junge wächst in den bewegten Zeiten der Achtzigerjahre auf und lebt zusammen mit seinem Vater und dessen drei Brüdern bei seiner Großmutter. Die hat ihre Söhne bei sich aufgenommen, nachdem diese es alle fertigbrachten, ihre Ehen zu ruinieren. Für den Jungen sind die arbeitslosen Männer nun seine Familie. Täglich werden zu Hause Partys gefeiert, und die heruntergekommene Wohnung in diesem Männerhaushalt spricht für sich. Nichtsdestotrotz: Man hat Spaß gehabt und das Beste aus der Situation gemacht.

Gunther wächst in den 1980er-Jahren mit seinem Vater und dessen drei Brüdern in einer heruntergekommenen Wohnung auf. Spaß hat man in dem Männerhaushalt. Heitere belgische Romanverfilmung über menschliche Unzulänglichkeiten.

Kritik zu Die Beschissenheit der Dinge

Urkomische wie deprimierende Sozialsatire, vom Pionier der belgischen Nouvelle Vague nach einem autobiografischen Roman direkt, knallhart und ohne Umschweife erzählt.

Die dritte Kinoregiearbeit des Belgiers Felix van Groeningen war viel beachteter Abschlussfilm des Filmfest München 2009, auch in Cannes reüssierte das Werk, wurde dort mit dem Prix Art et Essai ausgezeichnet. Zudem nutzte der Filmemacher die französische Küstenmetropole für einen werbewirksamen Auftritt. Er ließ seine Hauptdarsteller splitternackt auf Fahrrädern über die Croisette flitzen - passend zum Inhalt des Sozialdramas, das auf dem autobiografischen Roman von Dimitri Verhulst basiert und in dessen Zentrum vier erwachsenen Brüder stehen, die an Nichtsnutzigkeit ihresgleichen suchen. Denn Celle, Petrol, Beefcake und Koen sind arbeitsscheu, faul, gefräßig und haben nur Unsinn im Sinn. So belustigen sie die Bewohner ihrer kleinen belgischen Heimatstadt mit bereits erwähnten Nacktfahrradrennen, Darts-Spielen mit Billard-Queues oder Wettbiersaufen bis zur Besinnungslosigkeit. Mittendrin ist der 13-jährige Gunther Strobbe, der auf der einen Seite das weinselige Leben ohne Verpflichtungen und Reglementierungen genießt, auf der anderen Seite sich nach einer "normalen" Familie sehnt, die ihm sein Vater Celle nicht geben kann, ein schwerer Alkoholiker, der, wenn er mittags aufwacht, erst mal sein Quantum braucht, um überhaupt auf Touren zu kommen. 20 Jahre später betreibt Gunther - mittlerweile erfolgloser Schriftsteller -seine Art von Vergangenheitsbewältigung und versucht, seine Kindheitserlebnisse zu Papier zu bringen.

Van Groeningen, in seiner Heimat als einer der Pioniere der belgischen Nouvelle Vague gefeiert, erzählt seine Geschichte nicht linear, sondern springt zwischen Gunthers Kindheit und seinem Erwachsenenalter hin und her, mischt Schwarz-weiß-Bilder mit farbigen und arbeitet zumeist mit einer Handkamera, was dem Film einen halbdokumentarischen bzw. Cinema verité-Stil verleiht. Auch seine Milieuschilderung ist knallhart und direkt und macht unmissverständlich deutlich, dass Familie Strobbe auf der untersten Stufe der sozialen Leiter steht. So finden hier nicht nur sämtliche verfügbaren Schimpfwörter aus dem Sex- und Fäkal-Jargon Eingang, auch optisch wird mit dem Austritt von Körperflüssigkeiten aller Art nicht gespart. Die vier Brüder selbst sind ebenfalls zum Fürchten, fettleibige, ungewaschene, langhaarige, unrasierte Typen, denen man nicht nachts im Dunklen begegnen möchte. Dennoch schafft es von Groeningen, eine gewisse Faszination für die Jungs aufzubauen und erreicht, dass man sie trotz all ihrer Makel ein wenig lieb gewinnt. Zuweilen kann man sogar über sie lachen, doch ist es dieses gefährliche Lachen, das wenig später im Halse stecken bleibt. In diesen Momenten kippt die Gesellschaftssatire ins Melodram, wird tieftraurig und deprimierend, was dem hohen Unterhaltungswert dieses intelligenten und unorthodoxen Films (der übrigens eine Reihe belgischer Trinklieder, deren Texte besser unerwähnt bleiben, enthält) keinerlei Abbruch tut. lasso.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 20.05.2010

Belgien 2009

Länge: 1 h 48 min

Genre: Komödie

Originaltitel: De helaasheid der dingen

Regie: Felix van Groeningen

Drehbuch: Felix van Groeningen, Christophe Dirickx

Musik: Jef Neve

Produktion: Dirk Impens

Kostüme: Ann Lauwerys

Kamera: Ruben Impens

Schnitt: Nico Leunen

Website: http://www.dbdd-film.de