Amüsante Komödie über die Abenteuer zweier Auftragsmörder im vorweihnachtlichen Brügge.

Kinostart: 13.04.2017

Handlung

Das irische Killerduo Ray (Colin Farrell) und Ken (Brendan Gleeson) muss auf Anweisung des Bosses Harry (Ralph Fiennes) nach einem verpatzten Auftragsmord im belgischen Brügge zur Strafe untertauchen. Kulturmensch Ken erkundet touristisch die Stadt, Holzklotz Ray lieber die einheimische Chloe (Clémence Poésy), die er am Set eines Films aufgabelt. Derweil hat das Warten ein Ende und Ken erhält einen Auftrag, der für Ray tödlich ausgehen soll.

Das vorweihnachtliche Brügge ist mit seinem poetischen Flair das melancholische Zentrum der Killerkomödie des Jahres. Das famos besetzte Debüt von Theaterautor Martin McDonagh weist sensationellen Humor, aber auch eine märchenhafte Story vom moralischen Kern zweier Mörder auf.

Nach einem Mord mit tragischen Nebenwirkungen schickt Gangsterboss Harry seine beiden Killer Ray und Ken zum Abtauchen nach Brügge. Auf neue Befehle wartend, erkundet Ken die Stadt, Ray mit ähnlicher Leidenschaft Chloe, eine Blume aus Brügge. Als sich ein freundschaftliches Verhältnis zwischen den beiden Männern entwickelt, erteilt Harry einem von ihnen einen neuen Auftrag, der für den anderen tödlich enden soll.

Nach einem Mord mit tragischen Nebenwirkungen schickt Gangsterboss Harry seine Killer Ray und Ken zum Abtauchen nach Brügge. Für den explosiven Ray ist der Zwangsurlaub eine Strafe, für den besonnenen Ken ein Segen. Er genießt die Kultur, während Ray Touristen beschimpft. Milder wird er, als er Chloe kennenlernt, die er zufällig auf dem Set eines Films trifft. Als sich ein freundschaftliches Verhältnis zwischen den beiden Männern entwickelt, erteilt Harry einem von ihnen einen neuen Auftrag, der für den anderen tödlich enden soll.

Kritik

In seinem witzigen Regiedebüt zeigt Theaterautor Martin McDonagh, was die belgische Touristik für zwei irische Killer zu bieten hat.

"Das tote Brügge" nennt sich eine Novelle über das mittelalterliche Kleinod und die Atmosphäre von Düsternis und Melancholie, die sich über das Labyrinth der Kanäle legt. "Brügge ist ein Drecksloch", ist die moderne Antwort darauf, gegeben von Colin Farrell am Anfang eines Films, der mit dem Image Brügges, aber auch dem der Iren spielt. Fluchen, flirten, prügeln und die Leber in Alkohol legen - all das darf Farrell in einer maßgeschneiderten, auch seine sensitiven Qualitäten fordernden Rolle als Killer, der von Schuldgefühlen aufgefressen wird. Weil Ray beim letzten Job versehentlich ein Tabu gebrochen und damit viel Staub aufgewirbelt hat, schickt ihn sein Boss (Ralph Fiennes) mit dem Kollegen Ken (Brendan Gleeson) zum Chillen nach Brügge. Für den explosiven Ray ist der Zwangsurlaub in der Oase der Ruhe eine Strafe, für den besonnenen Ken ein Segen. Er genießt die kulturellen Höhepunkte, während Ray Touristen beschimpft und Sightseeing nur im Rahmen weiblicher Attraktionen toleriert. Gemeint ist Chloe, die er zufällig auf dem Set eines Films trifft, der in Brügge gedreht wird. Dort begegnet er auch einem kleinwüchsigen amerikanischen Schauspieler, mit dem er seine absurden Theorien über suizide Tendenzen von Zwergen austauschen und dabei von einer Peinlichkeit in die andere stolpern kann. Schrulliges, liebenswert gezeichnetes Personal hat McDonagh in seinem Drehbuch versammelt. Gut die Hälfte der Laufzeit lebt der ruhig und damit seiner Umgebung angepasst entwickelte Film von der Charakterkomik, von den amüsanten Reibungen der Figuren. Nicht ungewöhnlich für das Genre der Hitmen haben selbige hohe Sympathiewerte. Die Gründe: der jüngere ringt mit seinem Gewissen, der ältere hat die Attitüde eines Gentlemans und schließlich gibt es einen dämonischen Dritten, gegen den das Duo engelsgleich wirkt. Auf den Spuren von "Sexy Beast"-Choleriker Ben Kingsey spielt Ralph Fiennes den nicht nur furchterregend fluchenden Boss. Er wird Ken zu einem ungeliebten Job zwingen und im actionreichen letzten Drittel selbst vor Ort auftauchen, um den Vollzug zu überprüfen. Auch wenn es um Schuld und Sühne, um Erlösungsmotive und traditionelle Werte in surrealen Szenerien geht, will McDonagh nicht tiefgründig sein. Sein Film ist ein mörderisches moralisches Märchen mit Zwergen, Feen und finsteren Mächten, nicht immer rund, aber stets amüsant und einen Besuch wert. Wie auch Brügge, dessen touristische Anziehungskraft ungeachtet einiger Toter neu belebt werden wird. kob.

Wertung Questions?

FilmRanking: 3200 -1148

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

  • FSK ab 16 freigegeben

FSK: ab 16

Kinostart: 13.04.2017

Großbritannien 2008

Länge: 1 h 47 min

Genre: Komödie

Originaltitel: In Bruges

Regie: Martin McDonagh

Drehbuch: Martin McDonagh

Musik: Carter Burwell

Produktion: Graham Broadbent, Peter Czernin

Kostüme: Jany Temime

Kamera: Eigil Bryld

Schnitt: Jon Gregory

Ausstattung: Michael Carlin

Website: http://www.brueggesehenundsterben.de

Auszeichnungen

1 Golden Globe:

Ticker

Kino&Co Newsletter

Hol' dir jetzt den KINO&CO Newsletter!
Der schnelle Überblick über unsere Blockbuster und Top-Gewinnaktionen der Woche.