In der Hauptrolle imponiert ein kleines Mädchen, das sich durch nichts ihren starken Willen nehmen lässt. Preisgekröntes Independent-Kino aus den USA.

Kinostart: 20.12.2012

Quvenzhané Wallis

Quvenzhané Wallis
als Hushpuppy

Dwight Henry
als Wink

Levy Easterly
als Jean Battiste

Lowell Landes
als Walrus

Pamela Harper
als Little Jo

Gina Montanna
als Miss Bathsheeba

Amber Henry
als LZA

Jonshel Alexander
als Joy Strong

Nicholas Clark
als Sticks

Henry D. Coleman
als Peter T

Kaliana Brower
als T-Lou

Philip Lawrence
als Dr. Maloney

Hannah Holby
als Open Arms Babysitter

Jimmy Lee Moore
als Sgt. Major

Marilyn Barbarn
als Kabaretts

Alfred Doucette
als MC

Jovan Hathaway
als Koch

Kendra Harris
als Baby Hushpuppy

Die Handlung von Beasts of the Southern Wild

Im Bathtub, einer Slumsiedlung hinter dem Deich in Louisiana, lebt die sechsjährige Hushpuppy mit ihrem vom Fusel abhängigen Daddy. Ein Energiebündel, das mit den Händen Krabben knackt, sich kräftig prügelt, den Tieren lauscht und wie ein kleiner Panzer durch den Matsch stapft. Aus ihrem Blickwinkel entfaltet sich ein Mikrokosmos von Außenseitern. Wenn der angekündigte Sturm und die Flut kommen, heißt es, sich mit Nachbarn und Freunden zusammentun. Überleben als archaische Gemeinschaftssache.

Im Bathtub, einer Slumsiedlung hinter dem Deich in Louisiana, lebt die sechsjährige Hushpuppy mit ihrem vom Fusel abhängigen Daddy. Ein Energiebündel, das mit den Händen Krabben knackt, sich kräftig prügelt, den Tieren lauscht und wie ein kleiner Panzer durch den Matsch stapft. Aus ihrem Blickwinkel entfaltet sich ein Mikrokosmos von Außenseitern. Wenn der angekündigte Sturm und die Flut kommen, heißt es, sich mit Nachbarn und Freunden zusammentun. Überleben als archaische Gemeinschaftssache.

Ein sechsjähriges Mädchen kämpft mit den anderen Bewohnern einer improvisierten Sumpfwelt nach dem Dammbruch ums Überleben. Sensationelles Filmdebüt, das auf höchst eindringliche Weise von einer dem Untergang geweihten Sumpfwelt erzählt.

Kritik zu Beasts of the Southern Wild

Camera d'Or-Gewinner Benh Zeitlin verbindet in einem bildgewaltigen Abenteuertrip durch den Süden Louisianas ökologische Katastrophe und fantasievolle Fabelwelt.

Schade, dass dieser mythische Film über ein Mädchen im Bayou schon den Großen Preis der Jury in Sundance erhielt und deshalb "nur" im Certain Regard laufen konnte und nicht im Wettbewerb des Festival de Cannes. Benh Zeitlin erinnert an Terrence Malick und seinen elliptischen Stil, wenn er in epischer Erzählweise mit hypnotischen Bildern in eine dem Untergang geweihte Welt führt, in den Bathtub, eine Slumsiedlung hinter dem Deich in Louisiana und schon in den ersten Einstellungen entfesselte Natur in einer seltenen Intensität zeigt. Ein Ort, der vor der nächsten Überflutung nicht sicher ist, wo nichts sicher ist, jeder Tag der letzte sein kann.

Hier lebt die sechsjährige Hushpuppy mit ihrem vom Fusel abhängigen Daddy. Ein Energiebündel, das mit den Händen Krabben knackt, sich kräftig prügelt, den Tieren lauscht und wie ein kleiner Panzer durch den Matsch stapft, Errungenschaften der Zivilisation wie fließendes Wasser oder permanenten Zugang zu Strom nicht kennt. Aus ihrem Blickwinkel erleben wir einen Mikrokosmos von Menschen, die gerne feiern, tanzen und trinken, aber ihren Stolz als Außenseiter pflegen. Wenn dann der angekündigte Sturm kommt, heißt es für die einstigen Opfer des Hurrikan Katrina, sich mit Nachbarn und Freunden zusammentun. Überleben als archaische Gemeinschaftssache, Hunger, Krankheit und Tod trotzen, nie aufgeben. Und Widerstand gegen jegliche Autorität mit ihren Evakuierungsplänen. Ein Hoch auf die kleine Anarchie. Kindheit ist hier keine schöne, aber eine aufregende und gefährliche Zeit mit Monstern und Katastrophen, eine Zeit, in der die Kleine sich in eine Traumwelt mit Fantasie-Ungetümen katapultiert, in der sie auch mit ihrer wahrscheinlich gestorbenen Mutter spricht.

Kameramann Ben Richardson taucht die Szenerie in ein schmutziges Braun, die Sümpfe, den Fluss, die Hütten. Eine Welt des Elends aber ohne Larmoyanz. Der auf einem Theaterstück basierende Film kommt ohne professionelle Schauspieler aus, ein Phänomen ist die aus viertausend Mädchen ausgewählte sechsjährige Quvenzhané Wallis mit ihrer kindlichen Kraft und Ausstrahlung. Der manchmal etwas pathetische Soundtrack passt, auch wenn man sich daran gewöhnen muss. "Beasts of the Southern Wild" ist ein Film zum Schauen und Staunen. Kaum zu glauben, dass dieser poetische Lobgesang auf Überlebenskraft und Selbstvertrauen in fast aussichtslosen Situationen ein Regiedebüt ist. Zeitlin liefert US-Independent Kino at its best. mk.

Wertung Questions?

FilmRanking: 8530 >99

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 20.12.2012

USA 2012

Länge: 1 h 37 min

Genre: Drama

Originaltitel: Beasts of the Southern Wild

Regie: Benh Zeitlin

Drehbuch: Benh Zeitlin, Lucy Alibar

Musik: Dan Romer, Benh Zeitlin

Produktion: Michael Gottwald, Dan Janvey, Josh Penn

Kostüme: Stephani Lewis

Kamera: Ben Richardson

Schnitt: Affonso Goncalves, Crockett Doob

Ausstattung: Alex DiGerlando

Website: http://www.beastsofthesouthernwild.de