Romantisches Sportdrama, in der ein alternder Baseball-Pitcher beruflich und emotional schwerwiegende Entscheidungen zu treffen hat.

Kinostart: nicht bekannt

Kevin Costner

Kevin Costner
als Billy Chapel

Kelly Preston

Kelly Preston
als Jane Aubrey

John C. Reilly

John C. Reilly
als Gus Sinski

Jena Malone
als Heather

Brian Cox
als Gary Wheeler

J.K. Simmons
als Frank Perry

Hugh Ross
als Mike Udall

Vin Scully
als Vin Scully

Steve Lyons
als Steve Lyons

Carmine D. Giovinazzo
als Ken Strout

Bill Rogers
als Davis Birch

Die Handlung von Aus Liebe zum Spiel

Billy Chapel ist der Star-Pitcher des Detroit-Tigers-Baseballteams. Am Morgen des letzten Spiels der Saison teilt ihm der Besitzer der Tigers mit, daß er die Mannschaft verkauft hat, und seine langjährige Freundin Jane gibt ihm den Laufpass. Beim Spiel erinnert er sich in Rückblenden an seine Beziehung zu Jane, während sich das Saisonfinale zum legendären Spiel entwickelt.

Pitcher Billy Chapel, nicht mehr der jüngste, bestreitet sein letztes Saison-Spiel für die Detroit Tigers, deren Abstieg und Verkauf an ein Konsortium bereits feststeht. All das wäre für Billy noch zu verschmerzen, hätte ihm nicht gerade seine langjährige Freundin Jane auch noch den Laufpass gegeben. Sie hat nämlich die Nase voll, immer nur die zweite Geige hinter dem Sport zu spielen. Im Verlauf des Spiels erinnert Billy sich in Rückblenden an seine Beziehung.

Den alternden Pitcher Billy Chapel trifft das Leben doppelt hart: Nicht nur, dass sein Verein absteigen muss und verkauft wird, sondern kurz vor dem letzten Spiel verlässt ihn auch noch seine Freundin, weil sie nicht mehr hinter dem Sport zurückstehen will. Kevin Costners dritter Versuch als Baseball-Spieler (nach "Annies Männer" und "Feld der Träume").

Kritik zu Aus Liebe zum Spiel

Kevin Costner und der amerikanische Volkssport Baseball reichen sich nach "Annies Männer" und "Feld der Träume" nunmehr bereits zum dritten Mal treffsicher die Hand. Sam Raimis geradezu epische Romanadaption besteht zu fast gleichen Teilen aus packend realistischem Sportfilm und anrührend melodramatischer Lovestory, womit Baseball-Freunde und vor allem Costners weibliche Fangemeinde, die sich zuletzt für "Message In A Bottle" begeisten durfte, unterhalten werden. Letztere sollten dafür Sorge tragen, daß "For Love of the Game" auch hierzulande an den Kinokassen reüssiert, auch wenn sich das deutsche Publikum erfahrungsgemäß mit Sportstoffen schwertut.

Ungewöhnlich konventionell und schnörkellos geht Raimi, der sich als Horrorregisseur mit modernen Klassikern wie "Tanz der Teufel" empfahl und zuletzt mit "Ein einfacher Plan" Kritikerlob einheimste, in seinem bislang massentauglichsten Film zu Werk. Costners Firma Tig Productions ist als Coproduzent aufgeführt und die allamerikanische Handschrift des Stars, der sich öffentlich mit Raimi über Schnittentscheidungen überwarf, ist in manchen etwas schwermütigen Passagen unschwer zu erkennen. Auf den Leib geschneidert ist Costner die Rolle des alternden Baseball-Pitchers Billy Chapel. Sie gibt ihm einerseits Gelegenheit, sich als schmucker Sportler zu profilieren, wie er es zuletzt in "Tin Cup" tat, andererseits seinen patentierten Charme als romantischer Lead auszuspielen. Darüber hinaus wird sein eigenes fortschreitendes Alter clever in der Story integriert, wenn er vorteilhaft als angeknitterter und physisch wie emotional verletzter Held porträtiert wird.

Die Titelsequenz ist mit einer Montage von Heimfilmen und Filmclips unterlegt, die den Werdegang des kleinen Billy zum gefeierten Werfer der Detroit Tigers skizzieren. Der Zuschauer lernt Billy am Scheideweg seines Leben kennen. Am Morgen des letzten Spieltags des absteigenden Teams erfährt er vom Besitzer der Tigers, daß er die Mannschaft an eine Corperation verkauft hat. Kurz darauf erhält er eine weitere Hiobsbotschaft, als ihm seine langjährige Freundin Jane (Jederfrau Kelly Preston) mitteilt, sie werde ihn verlassen, da nur "er und Baseball perfekt füreinander" wären und sie nicht wirklich brauchen würde. Während Billy bei dem an sich unwichtigen Spiel auf dem Pitching-Diamond (diamantenförmige Abwurfstelle) steht, erinnert er sich in Flashbacks an seine Beziehung zu Jane, die von ihrem ersten zufälligen Treffen über regelmäßige Rendezvouz bei Aufenthalten in New York hin zur engen Partnerschaft ausgerollt wird. Zwischen den einzelnen Episoden, die kontinuierlich mehr Details über die beiden Protagonisten offenbaren, wird immer wieder zurück zu den zunehmend spannend werdenden Ereignissen im Yankee-Stadion gesprungen. Das letzte Spiel der Saison scheint sich zum legendären Spiel zu entwickeln, bei dem die Gegenmannschaft keinen einzigen Punkt erzielen kann. Am Ende hat Billy mehr als nur eine wichtige Entscheidung in seinem Leben getroffen.

Die Szenen auf dem Spielfeld sind erste Güteklasse und geben einen hervorragenden Einblick aus der Sicht des Pitchers (lärmende Fans, Psychoduelle mit den gegnerischen Spielern). Positiv wirkt sich dabei auch aus, daß lediglich ein Spiel gezeigt wird und nicht mit wiederholten Situationen der übliche Kurs vom Verliererteam, das langsam wieder zu Meisterschaftsform aufläuft, begangen wird. Obwohl es sich um einen Mannschaftssport handelt, spielt Costner deutlich die erste Geige. Lediglich sein Catcher Gus Sinski (John C. Reilly) mutet nicht als reine optische Staffage an. Bei der Liebe zum Spiel handelt es sich um eine nostalgische Angelegenheit, die den Sport und seine Spieler zu guten alten Zeiten, als Werte wie Zusammenhalt und Freundschaft noch etwas galten, idealisiert und den heutigen Stand der Dinge ablehnt, in dem Profit an erster Stelle steht. Die romantische Komponente mag manchmal ein wenig melodramatisch anmuten, aber sollte gerade ein etwas älteres weibliches Publikum ansprechen, das Costner bereits in "Bodyguard" liebte. Und auch wenn die Chemie zwischen Costner und Preston nicht unbedingt den Siedepunkt erreicht, sollte es das romantische Sportdrama verstehen, am Boxoffice ordentlich zu punkten. ara.

Wertung Questions?

FilmRanking: 8179 -571

Filmwertung

Redaktion
-
User
-
Deine Wertung

Action

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Humor

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Gefühl

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Spannung

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Anspruch

Red.
-
User
-
Deine Wertung

Info

Plakat des Films: Aus Liebe zum Spiel
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: nicht bekannt

USA 1999

Länge: 2 h 18 min

Genre: Drama

Originaltitel: For Love of the Game

Regie: Sam Raimi

Drehbuch: Dana Stevens

Musik: Basil Poledouris

Kostüme: Judianna Makovsky

Kamera: John Bailey

Schnitt: Eric L. Beason, Arthur Coburn

Ausstattung: Steve Arnold, Jim Feng, Neil Spisak

Website: http://movies.uip.de/ausliebezumspiel/index.html