Tragikomödie und Groteske über einen Tag eines NGO-Quartetts im Balkankrieg.

Kinostart: 22.10.2015

Mélanie Thierry
als Sophie

Fedja Stukan
als Damir

Eldar Residovic
als Nikola

Sergi Lopez
als Goyo

Handlung

Eine bunt zusammen gewürfelte Gruppe von NGOs versucht in den 1990er Jahren im Krisengebiet auf dem Balkan den Menschen in Notlagen zu helfen und muss sich mit rigiden UN-Bürokraten, verständnislosen Soldaten und hinterhältigen Kriminellen auseinandersetzen, die sie in ihrem Engagement behindern. Die einzige Möglichkeit, dem Wahnsinn zu entfliehen, ist hilfloser Zorn, Zynismus und ein Portion Humor. So wird aus einem Tag der Frustration ein "perfekter Tag".

Kritik

Tim Robbins und Benicio Del Toro in einer melancholischen Dramödie als gewitzte NGOs.

"Welcome to Hell" ist auf eine Mauer gesprüht, Warnung und Situationsbeschreibung zugleich. So ist ein perfekter Tag für die engagierten NGOs 1995 im Krisengebiet Balkan nur ein Tag mit weniger Toten und ein bisschen Normalität. Dieser Tag fängt mit einem Desaster an. Im örtlichen Brunnen schwimmt eine Leiche, es besteht Vergiftungsgefahr. Nachdem das erste Seil bei der Bergung reißt, muss ein zweites besorgt werden. Start einer "Mission Impossible". Der Mix aus Satire, Komödie und Drama erinnert entfernt an "Catch 22" und "M.A.S.H.", führt die Absurdität zu neuen Höhen. Die "Helden" in Fernando León de Aranoas erstem englischsprachigen Film sind Mambrú und "B" (Benicio Del Toro und Tim Robbins), routinierte NGOs, Helfer und Abenteurer, die nur noch wenig erschüttern kann. Zu ihnen stößt die idealistische Newcomerin Sophie (Melanie Thierry) und die verführerische Russin Katya (Ex-Bond-Girl Olga Kurylenko), einst liiert mit Mambrú und von "B" zynisch zur Kategorie "Models Without Borders" gezählt. Wie das Quartett sich in 24 Stunden mit unfähigen UN-Bürokraten, marodierenden Soldaten, fiesen Kriminellen und skeptischen Dörflern auseinandersetzt und mit Minen präparierte tote Kühe auf der Straße umfahren muss, mit der Brutalität des Krieges konfrontiert ist, das wird unter der Regie des Spaniers zu einem verstörenden Trip, zu einer rasanten und wehmütigen Groteske mit schwarzem Humor, leisem Zynismus und bösem Witz, die zutiefst berührt, spürt man doch wütende Ohnmacht und Verzweiflung hinter der coolen Fassade. Und auch den Willen, die Welt ein bisschen erträglicher zu machen - trotz allem. mk.

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Info

  • FSK ab 12 freigegeben

FSK: ab 12

Kinostart: 22.10.2015

Spanien 2015

Länge: 1 h 46 min

Genre: Drama

Originaltitel: Un día perfecto

Regie: Fernando León de Aranoa

Drehbuch: Fernando León de Aranoa

Musik: Arnau Bataller

Produktion: Jaume Roures, Fernando León de Aranoa

Kostüme: Fernando García

Kamera: Alex Catalán

Schnitt: Nacho Ruiz Capillas

Ausstattung: Cesar Macarron