Sportdrama nach wahren Begebenheiten von Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer über einen texanischen Basketball-Coach, der 1966 ein Team schwarzer Spieler zum NCAA-Titel führte.

Kinostart: 06.04.2006

Josh Lucas

Josh Lucas
als Don Haskins

Derek Luke

Derek Luke
als Bobby Joe Hill

Austin Nichols
als Jerry Armstrong

Jon Voight
als Adolph Rupp

Evan Jones
als Moe Iba

Schin A.S. Kerr
als David Latin

Alphonso McAuley
als Orsten Artis

Mehcad Brooks
als Harry Flournoy

Sam Jones
als Willie Worsley

Damaine Radcliff
als Willie Cager

Emily Deschanel
als Mary Haskins

Al Shearer
als Nevil Shed

Red West
als Ross Moore

Die Handlung von Spiel auf Sieg

Nicht etwa, weil er so ein Vorkämpfer für die Gleichheit wäre, sondern weil ihm für die bekannten weißen Stars das Kapital fehlt, engagiert der Basketballcoach Don Haskins (Josh Lucas) 1966 in El Paso, Texas, ein Dream Team aus den besten schwarzen Spielern der Umgebung. Damit eilt er überraschend bald von Sieg zu Sieg. Doch dieser Erfolg ruft auch Neider, falsche Freunde und Rassisten auf den Plan.

Pünktlich zum Martin-Luther-King-Gedenktag brachte Erfolgsproduzent Jerry Bruckheimer ("The Rock", "Pearl Harbor") dieses auf einer wahren Begebenheit beruhende Sportdrama in Amerikas Kinos. Werbefilmer James Gartner inszenierte.

Don Haskins gibt für den Basketball alles - der Sport ist sein Leben. 1966 übernimmt er in Texas als Coach ein Team, das sich bislang noch nicht mit Ruhm bekleckert hat. Gegen alle Widerstände setzt Haskins durch, die Mannschaft nur mit den besten Spielern auflaufen zu lassen. Und die sind allesamt schwarzer Hautfarbe. Mit einem Mal beginnt das Underdog-Team zu gewinnen - und trifft schließlich im Finale der NCAA-Meisterschaft als erste komplett schwarze Mannschaft der Geschichte auf ein ungeschlagenes weißes Team.

Texas in den 60er Jahren. Für Sportfan und Basketballtrainer Don Haskins geht ein Traum in Erfüllung, als er den Job als Coach der College-Mannschaft der Western Texas University erhält. Obwohl das Team bisher keine Erfolge verzeichnen konnte, will Haskins aus den Verlieren stahlharte Profis formen. Sein Problem: Für den Sport ist kaum Geld da. Auf der Suche nach ambitionierten Spieltalenten rekrutiert der engagierte Trainer ein echtes Gewinnerteam. Und bricht ein großes Tabu: Alle Spieler sind schwarzer Hautfarbe.

Kritik zu Spiel auf Sieg

Thematisch und zeitlich passend zum Martin-Luther-King-Gedenktag in den US-Kinos gestartet, erzählt Jerry Bruckheimer ein auf wahren Begebenheiten beruhendes 60er-Jahre-Sportsdrama um den Aufstieg des ersten aus vorrangig schwarzen Spielern bestehenden College-Basketballteams.

Eine ähnliche, ebenfalls von Jerry Bruckheimer produzierte Story wurde bereits mit "Gegen jede Regel" erzählt, wobei sich darin alles um den heiligen Football drehte. Auch im texanischen El Paso, wo die Story des für Rassengleichheit plädierenden "Glory Road" angesiedelt ist, gilt Football als König. Daher steht dem ambitionierten Basketballtrainer Don Haskins (der dynamisch agierende Josh Lucas aus "Stealth") der Western Texas University nur ein arg begrenztes Budget zu. Er behilft sich, indem er schwarze Spieler rekrutiert, die sonst niemand - vor allem in den Südstaaten - haben will. Star unter seinen neuen Spielern ist der talentierte Bobby Joe Hill (Derek Luke aus "Antwone Fisher"), der gerne eine Show abzieht, während Coach Haskins auf "diszipliniertem, defensivem" Spiel besteht. Nach wenig Gegenliebe in ihrer schulischen Umgebung und dem üblichen harten, aber fairen Motivationstraining sowie (relativ wenigen) Reibereien unter den gemischtrassigen Spielern befindet sich das Team der Miners auf dem beschwerlichen, mit vielen Anfeindungen und Ungerechtigkeiten versehenen Weg zu Glanz und Gloria. So gewinnen sie gegen alle Erwartungen ein Spiel nach dem anderen, um schließlich für den Nationalmeisterschaftstitel im Jahr 1966 den favorisierten Kentucky Wildcats (Jon Voight mimt ihren legendären verknöcherten Trainer Adolph Rupp) gegenüber zu stehen. In Folge wird aufregende Sportsgeschichte geschrieben.

Unter den routinierten Fittichen von Bruckheimer inszeniert der ehemalige Werbefilmer James Gartner sein emotional bewegendes Regiedebüt mit sympathischer Besetzung. Er legt Wert auf die Authentizität des Looks und des Feelings (akustisch unterstrichen vom 60s-Motown-Score) der Ära. Die dezent sepiagetönten Bilder vermitteln den Eindruck, man habe es mit Originalaufnahmen zu tun. Kräftig modernisiert sind dagegen die schnell geschnitten Spielsequenzen, wobei man sich bei den trickreichen Ballmanövern einige "künstlerische Freiheiten" nahm.

Kaum zu glauben, dass vor nur 40 Jahren afroamerikanische Athleten die Minderheit auf dem Basketball-Court bildeten und in den Südstaaten noch ein derart unverhohlener Rassismus vorherrschte. In den Sportarenen mögen zwar schwarze Spieler dominieren, farbenblinde Rassengleichheit hat die sogenannte "großartigste Demokratie der Welt" allerdings nicht erreicht - ein Grund, weshalb dieses historische Sportsdrama auch heute noch relevant ist. Interessierte Sportfans sollten nicht die Endcredits mit Interviewausschnitten mit dem echten Don Haskins und dem ehemaligen Kentucky-Spieler und Miami-Heat-Trainer Pat Riley versäumen. ara.

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Info

Plakat des Films: Spiel auf Sieg
  • FSK ab 6 freigegeben

FSK: ab 6

Kinostart: 06.04.2006

USA 2005

Länge: 1 h 58 min

Genre: Drama

Originaltitel: Glory Road

Regie: James Gartner

Drehbuch: Bettina Gilois, Christopher Cleveland

Musik: Trevor Rabin

Produktion: Jerry Bruckheimer

Kostüme: Alix Friedberg

Kamera: Jeffrey L. Kimball, John Toon

Schnitt: John Wright

Ausstattung: Kevin Constant, Geoffrey Kirkland